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Urlaub und Arbeitszeit

19.05.2019 21:50 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren.
Folgender Fall
Wir sind ein Unternehmen im Einzelhandel.
Wir arbeiten 6 Tage die Woche
Montag bis Freitag von 10 bis 18.30 von 13 bis 14 Uhr Pause
Samstags 10 bis 14 Uhr
Das ist eine Wochenarbeitszeit von 41 st.
Unser Mitarbeiter hat einen 40 st Vertrag und bekommt alle 2 Wochen einen freien festen Tag. Zitat Arbeitsvertrag „ die Arbeitszeit und Pausen regeln sich nach den betrieblichen Bestimmungen. Die Dauer der Arbeitszeit beträgt 40 st. Pro Woche. Soweit nichts anders vereinbart ist wird Lage der Arbeitszeit einseitig vom Arbeitgeber im Rahmen seines disketionsrechts unter Berücksichtigung der jeweils gültigen gesetzlichen Regelung festgelegt. Dem Angestellten steht alle 2 Wochen ein freier Tag zu, der mit dem Arbeitgeber abzusprechen ist. Der Angestellte ist verpflichtet Mehrarbeit zu leisten soweit dies gesetzlich zulässig ist. Mehrarbeit wird grundsätzlich als Freizeitausgleich abgegolten. „

So das steht im Arbeitsvertrag. Jetzt das Problem da der Mitarbeiter eine 40 st Woche hat und durch die 6 Tage Woche von uns alle 2 Wochen einen freien Tag bekommt macht dieser konstant minus Stunden.
Da die Arbeit etc bis jetzt immer sorgfältig erledigt wurde und nie st der Mehrarbeit wenn zb ein Kunde mal bis 8 Uhr abends da ist aufgeschrieben wurde und wir danach gelebt haben „ alles ein geben und nehmen" haben wir es so bisher gemacht.
Neulich kam der Mitarbeiter mir aber mit ich hab ja plusstunden nach meiner Rechnung wenn halt die 40 st die Woche gearbeitet werden muss kommt das nicht hin. Da alle 2 Wochen ja ca 6,5 stminus gearbeitet werden durch den freien Tag. Wie regelt man das am besten?

Genau so auch mit den Urlaubstagen. 30 Tage Urlaub haben die Mitarbeiter
Z.b für 2 Wochen Urlaub sind das dann 10 /9 oder 12 Tage dann? Wird der freie Tag alle 2 Wochen da berücksichtigt oder nicht ? Genauso auch mit den Samstagen ?!

Ich hoffe es war einigermaßen verständlich dargestellt
20.05.2019 | 09:56

Antwort

von


(1057)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

lassen Sie mich Ihre Fragen wie folgt beantworten.

1.
Der Vertrag könnte der Stundenregelung angepasst werden. Das geht aber nur im beiderseitigen Einvernehmen

Alternativ kann die tägliche Arbeitszeit verlängert oder die Pause verkürzt werden:

(1)
In der vollen Woche werden (7,5 x 5 + 4 =) 41,5 Stunden gearbeitet, in der Woche mit freiem Tag (Mo - Fr) sind es (7,5 x 4 + 4 =) 34 Stunden. Es ergibt sich ein arithmetisches Mittel von 37 3/4 Stunden. D.h. 3 1/4 "Minus"-Stunden pro Woche.

(2)
Ist der Sonnabend der freie Tag beträgt die Wochenarbeitszeit durchschnittlich (41,5 + 37,5) / 2 = 39,5 h (-1,5 h).

Im ersten Fall müsste die Pause um 39 Minuten verkürzt werden. Das geht wegen § 4 S. 1 ArbZG nicht. Die Pause muss mindestens 30 Minuten betragen.
Beträgt die Pause nur noch 30 Minuten, ergibt sich eine durchschnittliche Arbeitszeit pro Woche von [(5 x 8 + 4 = ) 44 + (4 x 8 + 4 =) 36] / 2 = 40 h.

Im zweiten Fall müsste die Pause nur um 18 Minuten (1,5 h / 5 x 60 Minuten) verkürzt werden, damit die Wochenarbeitszeit durchschnittlich 41 h beträgt.
Betrüge die Pausenzeit auch hier nur 30 Minuten, kommen Sie auf 44 Stunden pro Woche.

>
Bei Verkürzung der Pause im Rahmen des Direktionsrechts auf 30 Minuten und abwechselnd einem freien Tag am Sonnabend und in der Woche kommen die Arbeitnehmer auf 41 Stunden in der Woche ([5 x 8 + 4] + [4 x 8 + 4] + [5 x 8 + 4]+ [5 x 8 +0]/4 = 41.

Um den 40 Stunden näher zu kommen, sollten daher mehr freie Tage auf Montag bis Freitag entfallen als auf Sonnabend / Samstag. Genau auf 40 Stunden in der Woche kommen Sie, wenn der Sonnabend gar nicht mehr frei ist.

2.
Die Stunden haben mit dem Urlaub nichts zu tun.
Urlaub ist in Tagen zu gewähren.

Urlaub ist die Freistellung von der Arbeitspflicht.
An einem sowieso freien Tag, muss der Arbeitnehmer keinen Urlaub nehmen.
Das bedeutet, für zwei Wochen Urlaub sind 6 + 5 = 11 Tage zu nehmen.


Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen beantworten konnte.

Bitte nutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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