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Urlaub trotz widerruflicher Freistellung?

14.07.2013 17:34 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Zusammenfassung: Widerrufliche Freistellung und Urlaubsanrechnung. Bei einer widerruflichen Freistellung durch den Arbeitgeber wird in der Regel der Urlaubsanspruch des Arbeitnehmers nicht erfüllt, so dass nach Beendigung des Arbeitsverhätnisses ein Anspruch auf Urlaubsabgeltung besteht.

Guten Tag,

ich bin zum 30.09.13 gekündigt worden und war sehr viele Jahre in der Firma und habe eine Widerrufliche Freistellung erhalten. Es wurde noch gesagt, auch wenn es eine widerrufliche Freistellung ist brauche ich nicht mehr arbeiten kommen und mein Resturlaub für dieses Jahr würde verfallen, da ich ja fast 3 Monate freigestellt bin.

Meine Frage: stimmt das das der Urlaub verfällt und kann ich jetzt in den Urlaub fahren ohne den AG informieren zu müssen.

Danke

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Unter normalen Umständen schließen sich widerrufliche Freistellung und Erfüllung des Urlaubsanspruches durch den Arbeitgeber aus. Ausnahmsweise kann aber auch der Urlaub innerhalb einer widerruflichen Freistellungszeit "verfallen". Dazu muss der Arbeitgeber aber in der Freistellungserklärung den konkreten Zeitraum angeben/festlegen, in dem der Urlaub während der Freistellung genommen werden soll. Erfolgt diese Festlegung nicht, wird der Urlaub nicht angerechnet und bleibt grundsätzlich als Urlaubsabgeltungsanspruch bestehen.
Aufgrund Ihrer Schilderung ist ohne Kenntnis der genauen Absprachen und Formulierungen also davon auszugehen, dass der Urlaub nicht verfällt.

Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass Sie nicht beliebig jederzeit in Urlaub fahren können, ohne den Arbeitgeber zu informieren. Bei einer widerruflichen Freistellung muss man als Arbeitnehmer damit rechnen, jederzeit wieder zur Arbeit erscheinen zu müssen, wenn der Arbeitgeber die Freistellung widerruft.

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Ich hoffe, Ihnen mit der Beantwortung geholfen zu haben. Bitte nutzen Sie die Bewertungsfunktion. Sollten Sie zu meiner Antwort eine Frage haben, so nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion. Sie können mich auch gerne per E-Mail oder Telefon kontaktieren.

Abschließend erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass die von mir erteilte rechtliche Auskunft ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben beruht. Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann zu einer völlig anderen rechtlichen Beurteilung führen.

Nachfrage vom Fragesteller 14.07.2013 | 18:46

Vielen Dank für die Information Herr Rechtsanwalt.

Wie ich die widerrufliche Freistellung bekommen habe, wurde nochmal grundsätzlich betont unter Zeugen,auch wenn es eine widerrufliche Freistellung ist das ich nicht mehr kommen muss und ich wurde sogar gefragt, ob ich alle firmeninternen Sachen dabei hätte, dann bräuchte ich nicht nochmal wiederkommen oder die Sachen mit der Post senden.

Unter diesen Aspekten, muss ich ohne Ausnahme den AG informieren?

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.07.2013 | 19:11

Die Erklärungen passen nicht zusammen. Der Wortlaut / Inhalt des Gesprächs unter Zeugen wäre meines Erachtens eher als unwiderrufliche Freistellungserklärung zu sehen (Abgabe von Arbeitsmitteln, etc.). Wenn dann trotzdem erklärt wird, die Freistellung sei widerruflich, widersprechen sich die Erklärungen. Man muss sich also die Frage stellen, was will der Arbeitgeber erklären?
Hier sollten Sie eine Klärung herbeiführen:
Wenn es Ihnen wichtig ist, jederzeit in Urlaub fahren zu können, sollten Sie den Arbeitgeber darauf hinweisen, dass bei widerruflicher Freistellung Ihr Urlaubsanspruch bestehen bleibt.

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