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Urlaub musste wegen Todesfall abgesagt werden

| 02.02.2013 14:35 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


14:05

Hallo

mein Lebensgefährte und ich haben 5.1 eine Reise bei Europas Nr. 1 für Last Minute über Tui.com mit der Emirate nach Ras Al Khaimah gebucht.
Eine Reisrücktrittversicherung haben wir keine abgeschlossen.
Der Flug geht heute um 14.25 Uhr ab München.
Die Mutter meines Lebensgefährten verstarb plötzlich am 30.1 um 20.13 Uhr
Wir versuchten alles um die Beerdigung so schnell es geht zu beschleunigen aber
es ging nichts. Die Beerdigung findet am 4.2 statt.
Wir telefonierten mit unendlich vielen Schleifen am Telefon immer ein anderer und immer andere Telefonnummern auch übers Internet per Mail versuchten wir alles,
Entweder den Flug umbuchen zu können um 2 Tage zu verschieben oder sogar zu stornieren. Gestern endlich hatten wir jemanden erwischt einen Frau Weiss die uns auch zurück rief. Aber mit einer schlechten Nachricht wir müssten stornieren bekommen wenn überhaupt nur 5% zurück müssten aber stonierungsgebühren bezahlen.
Das würde der Vertrag aussagen.
Dann ging alles ganz schnell gestern abend kam dann eine Stornoerklärung die wir ausfüllen sollen und zurücksenden.
mit folgendem Text

Sehr geehrte Frau Loehr,
schade, dass Sie Ihre Reise wieder stornieren müssen.
Hiermit bestätigen wir Ihnen die verbindliche Stornierung der Reise.
Vermerken Sie bitte auf dem beigefügten Stornoformular die Personen, welche die Reise nicht antreten werden, und senden Sie es uns unterschrieben zurück. Die Erstattung des anteiligen Reisepreises und Erstellung einer Stornorechnung erfolgt dann nach Eingang des Stornoformulares.

Da ich nur mein Lap hier bei meinem Lebensgefährten habe konnte ich das Formular nicht ausfüllen. Ich schrieb heute eine Mail dazu das sie das Formular zu senden sollen
damit wir es ausfüllen und zurück senden können

Gibt es wirklich keine Change bei Todesfall nichts mehr zurückzu bekommen ?
Das kann ja wirklich keiner Vorrauschauen.

Danke



02.02.2013 | 15:30

Antwort

von


(37)
Gutenbergplatz 1
65187 Wiesbaden
Tel: 0611-991660
Web: http://www.reiserechtsexperte.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,
zunächst möchte ich Ihnen mein Beileid zum Tod der Mutter Ihres Lebensgefährten zum Ausdruck bringen.

Die von Ihnen gestellte Frage möchte ich nunmehr wie folgt beantworten:
das Reisevertragsrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches lässt für den Reisenden den Rücktritt vom Reisevertrag vor Reisebeginn zu. Nach der gesetzlichen Lage (§ 651i BGB ) verliert der Reiseveranstalter den Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis, er kann jedoch eine angemessene Entschädigung verlangen. Die angemessene Entschädigung bestimmt sich nach dem Reisepreis unter Abzug des Wertes der vom Reiseveranstalter ersparten Aufwendungen. Alternativ kann der Reiseveranstalter in seinen allgemeinen Reisebedingungen pauschale Stornokosten regeln. Die Pauschalierung wird dann allerdings nur wirksam, soweit die allgemeinen Reisebedingungen in den Reisevertrag einbezogen wurden und die verlangte Pauschale den Reisenden nicht unangemessen benachteiligt. Ob die wirksame Einbeziehung der Reisebedingungen im vorliegenden Fall gegeben ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Hier ist die Einsichtnahme in die Buchungsunterlagen erforderlich. In vielen Fällen werden die Reisebedingungen wirksam in den Reisevertrag einbezogen.

Sollten die Reisebedingungen nicht in den Vertrag einbezogen worden sein, so bliebe dem Reiseveranstalter die konkrete Berechnung der Entschädigung unter Berücksichtigung des Wertes der vom Reiseveranstalter ersparten Aufwendungen. Diese Berechnung müsste der Reiseveranstalter Ihnen gegenüber vornehmen und gegebenenfalls auch die Berechnungsgrundlagen darlegen und gegebenenfalls beweisen. Soweit Ihnen 95% als pauschale Stornogebühr unter Bezugnahme auf allgemeine Reisebedingungen berechnet werden, könnte eine solche Klausel unter Umständen unwirksam sein. 95 % Stornierungskosten bei erklärtem Rücktritt vom Reisevertrag einen Tag vor Reisebeginn könnte als unangemessene Benachteiligung des Reisenden angesehen werden. Nach meiner Einschätzung ist die Höhe der pauschalen Stornogebühr noch zu unterscheiden zwischen dem erklärten Rücktritt am Reisetag und der Erklärung zwischen dem 6. bis zum 1.Tag vor Reiseantritt. Lediglich in der allerletzten Stufe, d.h. bei Now-Show oder bei Rücktrittserklärung am Anreisetag kann die höchste Stufe (maximal 95 %) der Stornokosten verlangt werden. Bei Erklärungen, die davor eingehen, müssen die pauschalen Quoten darunter liegen. Die Folge einer unwirksamen Bestimmung ist es, dass sie ersatzlos gestrichen wird. Der Veranstalter kann sie nicht auf ein wirksames Mass reduzieren. Allerdings kann er dann alternativ die Stornogebühren nach konkreter Einsparung errechnen.

Demzufolge sehe ich durchaus Möglichkeiten, zumindest noch einen weiteren Teil des Reisepreises zurückzuerhalten. Gerne bin ich Ihnen bei Verhandlungen mit dem Reiseveranstalter bzw. zur Durchsetzung Ihrer Forderung behilflich.


Rückfrage vom Fragesteller 02.02.2013 | 16:02

Vielen Dank für Ihr Schreiben

was würde uns es uns Kosten wenn sie das übernnehmen würden und was würde für uns dabei raus kommen wir haben jeder ca.900€ bezahlt und müssen wir die Stornierung ausfüllen und zurücksenden.


Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.02.2013 | 14:05

Sehr geehrte Fragestellerin,
Ihre Nachfrage lässt sich so ohne weiteres nicht beantworten, da der Umfang der anwaltlichen Tätigkeit schwer vorhersehbar ist. Es gelten generell die Regelungen des RVG, das von einer streitwertabhängigen Vergütung ausgeht. Die Einzelheiten der möglichen Kosten könnten nur in einem Gespräch (telefonisch) geklärt werden.

Gerne stehe ich für die Tätigkeit weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Holger Hopperdietzel
- Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 02.02.2013 | 16:14

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