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Urlaub gestrichen stattdesen Überstundenfrei

24.10.2018 19:25 |
Preis: 28,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo,

mein Fall ist folgender:

Ich habe einen genehmigten Urlaub von 2 Wochen gehabt, nach meinen Urlaub musste ich feststellen, dass mein Jahresurlaub noch auf dem Konto ist, mir jedoch 76 Überstunden abgezogen worden sind.

Dadurch ergibt sich für mich ein erheblicher Nachteil in finanzieller Sicht.
Wir bekommen im Urlaubs- oder Krankheitsfall einen erhöhten Stundenlohn von 4,80€, das wären bei 2 Wochen ca. 360€ brutto, die ich als Zuschlag erhalten hätte.
Desweiteren werden unsere Überstunden immer im Februar verzinst, heißt alle Überstunden die am 01.02 auf dem Zeitkonto sind werden mit 35% verzinst. Das sind dann nochmal 26,6 Stunden die mir so "geklaut" wurden.
Bei meinem aktuellem Stundenlohn nochmals ca. 540€.

Zeitgleich verfällt unser Urlaub zum 01.04 im folge Jahr, ich werde jetzt durch die Aktion meines Arbeitgebers gezwungen 2 Wochen Urlaub zwischen Januar und März zu nehmen, den ich nicht brauche.

Meine Frage wäre ist es so leicht machtbar einen genehmigten Jahresurlaub ohne Rücksprache zu streichen und durch Überstundenabbau zu ersetzten, wenn dadurch ein Schaden in Höhe von ca. 900€ entsteht?
24.10.2018 | 19:59

Antwort

von


(193)
Harmsstraße 86
24114 Kiel
Tel: 0431 88 70 49 75
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Genehmigter Urlaub steht grundsätzlich fest. Der Arbeitgeber darf nur in seltenen Ausnahmefällen die Urlaubsplanung nachträglich ändern. Dafür ist außerdem die Zustimmung des betroffenen Mitarbeiters erforderlich.

Den einmal genehmigten Urlaub zu verschieben und dies gegen den Willen des Arbeitnehmers ist daher nicht erlaubt.

Der Arbeitgeber hat zwar das Recht, die Urlaubsplanung der Mitarbeiter so abzustimmen, dass die Betriebsabläufe möglichst wenig beeinträchtigt werden. Doch grundsätzlich gilt per Gesetz, dass die Urlaubswünsche des Personals zu berücksichtigen sind. Eine einmal erteilte Zusage muss daher eingehalten werden.

Insoweit kann nur in engen Ausnahmen der genehmigte Urlaub verschoben oder gestrichen werden.

Die Rücknahme der Zusage kann nur bei Vorliegen eines gewichtigem Grund erfolgen.

Den Urlaub zu verschieben oder ganz zu streichen braucht daher einen gewichtigen Ausnahmegrund.

Einen solchen Ausnahmegrund kann ich vorliegend nicht erkennen, sodass das Verschieben des Urlaubs und dem damit einhergehenden Wegfall des Urlaubsgeldes rechtlich nicht zulässig war.

Ihnen steht daher gegenüber dem Arbeitgeber ein Anspruch auf Anerkennung des Urlaubs im Arbeitszeitkonto sowie das damit verbundene Urlaubsgeldes zu sowie die Gutschrift der 76 Überstunden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Lembcke

ANTWORT VON

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