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Urlaub abgebrochen


21.09.2006 17:01 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Guten Tag,
ein abgebrochener Urlaub und die Forderungen von unserer Seite sind bis jetzt auf keine Reaktion gestossen.
Sind die Forderungen gerechtfertigt und wie sollen wir uns weiter verhalten?
Für eine Antwort wäre ich dankbar

Folgenden Sachverhalt haben wir dem ADAC gemeldet:

am 04.08. haben meine Frau und ich unseren Jahresurlaub angetreten. Den ersten seit mehr als 2 Jahren!

Wir haben in München das bei Ihnen reservierte Wohnmobil abgeholt, die Kaution bezahlt und bereits da haben wir die erste unangenehme Überraschung erlebt: Das Wohnmobil war entgegen unserer früheren Erfahrungen mit ihrem Unternehmen in keiner Weise ausgestattet. Wir mussten uns daher die Grundausstattung erwerben, obwohl diese Ausgabe in unserem Urlaubsbudget nicht vorgesehen war.

Höchstwahrscheinlich sind wir jedoch selbst dafür verantwortlich, schließlich hätten wir im Vorwege erfragen können, inwieweit das Fahrzeug ausgerüstet ist. Wir hatten uns leider auf unsere Erfahrung mit dem Mieten eines Wohnmobils über den ADAC aus dem Jahr 2000 verlassen.

Nach diesem nicht eingeplanten Einkauf sollte unser Urlaub endlich beginnen, was er auch tat. Er dauerte jedoch nicht die geplanten zwölf Tage, sondern lediglich vier – genau bis zum 08.08. um 17.00 Uhr.
Dann tat sich nämlich nichts mehr. Das gemietete Wohnmobil versagte seine Dienste vollkommen.
Mit Hilfe des ADAC kam nach ca. 1 Stunde ein italienisch sprechender Pannendienst, der den Fehler aber nicht beheben konnte. Da wir leider nur Bruchtücke italienisch sprechen, konnten wir uns in keiner Weise verständigen.
Hier fehlte uns auch nach mehrmaligen Rückrufen beim ADAC ein kompetenter Ansprechpartner. Ständig neue Telefonnummern und neue Personen. Gegen 19.30 Uhr wurde das gemietete Fahrzeug auf eine Hinterhofwerkstatt von FIAT geschleppt.
Seitens ihres Unternehmens, des ADAC wurde uns versprochen, dass sich dieser sofort am nächsten Morgen mit eben diesem Fiat-Händler in Verbindung setzen wollte, damit wir kurzfristig unseren Urlaub mit dem reparierten Fahrzeug fortsetzen können sollten.
Am nächsten Morgen geschah von Seiten des ADAC buchstäblich nichts. Wir haben uns schließlich selbst einen Verkäufer geholt (der einzige in der Firma mit Englisch Kenntnissen) um eine beginnende Reparatur bzw. Aussage zum Defekt des Fahrzeugs zu erhalten. Ein permanentes Vertrösten von Seiten des ADAC durch unsere Anrufe in Deutschland (Handy Rechnung anbei) und wiederum zig Ansprechpartnern war unglaublich.
Am 09.08.06, gegen 16.00 Uhr, also ca. 24 Stunden nach dem Ausfall des Wohnmobils, haben wir dann erfahren, das unser Leihfahrzeug nicht zu reparieren sei. Ein Ersatzwohnmobil konnte oder wollte nicht gestellt werden.
Somit war dieser Urlaub zu Ende.
Erst ab diesem Moment gab es nur noch einen Ansprechpartner der uns helfen durfte.
Ein Leihwagen wurde ca. 80 KM entfernt angemietet. Diesen durften wir selbst abholen (Taxi-Rechnung anbei).
Es wurde für eine Übernachtung ein Hotel angeboten, das wir auch genutzt haben, und sind am folgenden Morgen nach München zurückgefahren.
Dort haben wir unser eigenes Fahrzeug übernommen, sind damit zurück nach Italien gefahren, in dem Versuch den bis zu diesem Zeitpunkt bereits völlig verdorbenen Urlaub doch noch fortzusetzen. Diese Fahrten haben sowohl zusätzliche Benzinkosten als auch weitere Maut-Gebühren verursacht (eine detaillierte Aufstellung anbei).

Soweit die Tatsachen so knapp und sachlich beschrieben wie möglich.

Sicher haben sie nach dieser Situationsbeschreibung Verständnis dafür, dass wir…

1. von dem zwischen dem ADAC und uns geschlossenen Vertrag über die Vermietung eines Wohnmobils komplett zurücktreten. Den von uns bereits entrichteten Mietpreis erstattet uns der ADAC komplett zurück,

2. die Benzinkosten und Maut-Gebühren, die uns ebenfalls entstanden sind, erstattet uns der ADAC ebenfalls,

3. ebenso die entstanden Kosten für die Taxifahrt von Rimini zum Flughafen,

4. die Kosten für unsere mit dem Mobiltelefon geführten Telefonate zur Klärung der Situation in Rimini ersetzt uns der ADAC außerdem.

Bisher verzichten wir bewusst darauf, entgangene Urlaubsfreuden und Erholung in Rechnung zu stellen und auch auf die Erstattung der gekauften Grundausstattung eines Wohnmobils bestehen wir im Moment noch nicht. Obwohl der Vermieter eines Wohnmobils ganz sicher verpflichtet ist, dem Mieter deutlich zu machen, was genau dieser anmietet und wofür der Mieter selbst Sorge zu tragen hat.

Ihre Antwort gemäß unserem oben genannten Vorschlages sehen wir in der Hoffnung entgegen, keine rechtlichen Schritte in dieser Angelegenheit einleiten zu müssen

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Sehr geehrter Fragesteller,
die von Ihnen aufgeworfenen Fragen beantworte ich - in der gebotenen Kürze - wie folgt:

Nach summarischer Prüfung gehe ich davon aus, dass die von Ihnen geltend gemachten Ansprüche zu ersetzen sein dürften. Nur hinsichtlich der "Grundausstattung" ist mir nicht ganz klar, was gemeint ist: Wenn es sich um Sachen handelt, welche üblicherweise zu einem Wohnmobil gehören, dürften auch diese zu erstatten sein. Ansonsten könnte es zu Ihren Lasten gehen. Prüfen Sie am Besten den geschlossenen Vertrag. Wenn es keine erheblichen Kosten sind und Sie die Sachen anderweitig verwenden können, sehen Sie von der Geltendmachung der "Grundausstattung" ab.

Zur weiteren Vorgehensweise rate ich Ihnen, Ihren Schaden komplett durchzurechnen und diesen mit Fristsetzung (festes Datum) bei dem Gegner geltend zu machen. Sollte hierauf keine Zahlung erfolgen, befindet sich der Gegner in Verzug. Ab dann muss dieser (wenn er im Ergebnis unterliegt) alle Kosten tragen, welche Ihnen bei Wahrnehmung Ihrer Interessen entstehen. Suchen Sie dann am Besten einen Anwalt auf. Dieser wird Sie zum weiteren Verfahren (wahrscheinlich ein Klageverfahren) beraten, insbesondere Ihre einzelnen Ansprüche nochmals gründlich prüfen.

Hinsichtlich der vertanen Urlaubzeit ist pro vertanen Tag ein Betrag von 72 Euro anzusetzen, zumindest nach dem LG Frankfurt. Hier gibt es aber auch andere Sätze. Die Tage, welche Sie zuhause verbracht haben, dürften um 50 % zu reduzieren sein.

Mit freundlichen Grüßen

Pilgermann, Rechtsanwalt
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