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Urlaub - Anteilige Berechnung

| 27.07.2009 14:43 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Morwinsky


Hallo,

Ich habe einen Arbeitsvertrag mit dem Begin 02.01.2009.
Laut dem Vertrag wird der Urlaub für den "Startmonat" anteilig berechnet, es wird nicht angegeben wie diese Berechnung aussieht.
Lt. Vertrag habe ich 28 Tage Urlaub, der Arbeitgeber streicht nun den Urlaub für Januar komplett (2 Tage) da es kein vollständiger Monat ist.
Zu bedenken ist, dass der 01.01.2009 ein Feiertag ist.

Frage: Auf welche rechtliche Grundlage kann sich der Arbeitgeber in diesem Fall stützen? Darf der Urlaub wirklich anteilig auf Monatsbasis berechnet werden oder kann/muss er auf Tagesbasis (anteilig) berechnet werden.

Persönlich finde ich es etwas extrem den kompletten Monatsurlaub aufgrund eines Tages zu streichen - allerdings hat die Persönliche Meinung in einer Rechtsfrage nichts zu sagen.

Vielen Dank im Voraus.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich gerne unter Zugrundelegung Ihrer Angaben.

Sie haben Anspruch auf den vollen vertraglich vereinbarten Jahresurlaub. Diesen haben Sie gemäß § 4 BUrlG nach dem sechsmonatigen Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.

Ihr Arbeitgeber bezieht sich wahrscheinlich auf § 5 Abs. 1 a) BUrlG. Dieser gilt jedoch nur, wenn die Beschäftigung weniger als sechs Monate dauert oder das Arbeitsverhältnis in der zweiten Jahreshälfte beginnt. In diesem Fall hätte Ihr Arbeitgeber Recht und Ihnen stünde für den angebrochenen Monat kein Urlaub zu.

Nachfrage vom Fragesteller 27.07.2009 | 15:19

Sehr geehrter Herr Morwinsky,

ersteinmal vielen Dank für Ihre Antwort.
Entnehme ich dieser richtig, dass ich Anspruch auf die vollen 28 Tage habe, auch wenn ich lt. Vertrag "erst" am 02.01.2009 und nicht am 01.01.2009 begonnen habe? (Vertragsbegin 02.01.2009)
Das Bedeutet also, dass der Arbeitgeber in diesem Fall keinen Urlaub abziehen darf? Die 6 Monate "Probezeit" sind schon vorbei.
Evtl. zu beachten ist auch, dass der Vertrag auf 1 Jahr befristet ist.
Entschuldigen Sie die nachfrage, leider konnte ich aus Ihrer Antwort nicht 100%ig entnehmen auf wie viele tage Urlaub ich in diesem speziellen Fall anrecht habe.

Vielen Dank im Voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.07.2009 | 15:31

Sie haben mich vollkommen richtig verstanden. Ihnen steht der volle Jahresurlaub zu.

Nachfolgend füge ich die einschlägige Norm (§ 4 BUrlG) sowie den ebenfalls genannten § 5 BUrlG bei. Für Sie relevant ist jedoch nur § 4 BUrlG!!

§ 4 Wartezeit
Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.
§ 5 Teilurlaub
(1) Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer

a) für Zeiten eines Kalenderjahrs, für die er wegen Nichterfüllung der Wartezeit in diesem Kalenderjahr keinen vollen Urlaubsanspruch erwirbt;
b) wenn er vor erfüllter Wartezeit aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet;
c) wenn er nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte eines Kalenderjahrs aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet.

(2) Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, sind auf volle Urlaubstage aufzurunden.
(3) Hat der Arbeitnehmer im Falle des Absatzes 1 Buchstabe c bereits Urlaub über den ihm zustehenden Umfang hinaus erhalten, so kann das dafür gezahlte Urlaubsentgelt nicht zurückgefordert werden.

Bewertung des Fragestellers 29.07.2009 | 08:27

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