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Urlaibsanspruch


17.11.2017 12:19 |
Preis: 25,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Nach § 3 Abs. 2 BUrlG werden Samstage als Werktage bei der Berechnung des Urlaubs mitgezählt. In gleicher Weise kann auch ein vertraglicher Urlaub unter Einbeziehung der Samstage vereinbart werden.


Ich arbeite an der Fleischtheke im Einzelhandel. In meinem Arbeitsvertrag steht, dass ich Anspruch auf 30 Tage Urlaub im Jahr bei einer 6 Tage Woche zusteht. Jedoch arbeite ich 5 Tage die Woche und habe einen Tag frei in der Woche.
Meine Frage ist nun, ob es rechtens ist, dass ich 6 Tage Urlaub nehmen muss (lt. Arbeitgeber), obwohl ich nur 5 Tage in der Woche arbeite.
17.11.2017 | 13:42

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Auch das Bundes-Urlaubsgesetz (BUrlG) geht davon aus, dass sich der Urlaub nach Werktagen bemisst, und als Werktage auch die Samstage zählen (§ 3 Absatz 2 BUrlG). Es wird hier also von einer 6-Tage-Woche ausgegangen.

Wenn das Gesetz den Mindesturlaub unter Einbeziehung der Samstage bemisst, ist es nicht unzulässig, bei vertraglichem Urlaub in gleicher Weise zu verfahren.

Es können also 30 (Werk)tage Urlaub vereinbart werden, wobei dann auch die Samstage bei der Berechnung des Urlaubs mitgezählt werden. Bei einer 5-Tage-Woche stehen Ihnen dann im Ergebnis 5 Wochen Urlaub zu (= 5 * 6 Werktage). Der gesetzliche Mindesturlaub von 24 Werktagen (= 4 Wochen) wird dadurch nicht unterschritten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Carsten Neumann

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