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Urkundenfälschung und versuchter Betrug mit Tierarztrechnung


| 30.11.2009 15:17 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrter Herr Anwalt/in,
ich habe einen Schäferhund, der einen anderen Hund verletzt hat.
Nach Erhalt einer Tierarztrechnung schickte ich dem Anwalt des anderen Hundebesitzers eine Fotokopie einer von mir erstellten Tierarztrechnung, die ich auf einer Fotokopie einer alten Tierarztrechnung meines Tierarztes geändert hatte.
Ich habe ausdrücklich keine Forderungen gestellt; sondern sie sollte nur dem Zweck dienen, dass auch mein Hund Verletzungen hatte.
Mit welchem Strafmass muss ich rechnen; oder kann ich da mit einem blauen Auge davon kommen?

Mit freundlichen Grüssen
B.M.
30.11.2009 | 15:47

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst darf ich mich für Ihre Anfrage bedanken. Diese beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltschilderung sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Vorliegend machten Sie sich einer Urkundenfälschung - strafbar gemäß § 267 StGB (Strafgesetzbuch) - und eines (versuchten) Betruges - strafbar gemäß § 263 StGB - in Tateinheit schuldig. Urkundenfälschung sieht als Strafe Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren vor. Eben dies sieht § 263 StGB für den Betrug vor.
Meines Erachtens ist der Betrug darin zu sehen, dass Sie den anderen Hundehalter dazu bringen wollten, von der Geltendmachung seiner Schadensersatzansprüche abzusehen, indem Sie diesen Glauben machten, auch Ihnen sei auf Grund des betroffenen Vorfalls ein Schaden entstanden. Sollte der Gegner seinen Schadensersatzanspruch trotzdem weiter fordern, liegt lediglich ein versuchter Betrug vor.

Sodann erlaube ich mir den Hinweis darauf, dass eine abschließende Einschätzung der zu erwartenden Strafe anhand Ihrer Sachverhaltschilderung nicht möglich ist. Denn das zu erwartende Strafmaß ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig.
Mitteilen darf ich Ihnen jedoch, dass abhängig von der Schadenshöhe eine Geldstrafe zu erwarten steht. Diese sollte bei einem Ersttäter 90 Tagessätze, also die Schwelle zur Eintragung ins Führungszeugnis, nicht überschreiten.

Ich hoffe Ihnen, eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben, und stehe im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 30.11.2009 | 18:30

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.
Ich bin da nur ein bisschen verunsichert, weil ich
gehört habe, dass die Anwendung von:
Unechter Urkunde; Fotokopie und schriftlicher Lüge,
keine Urkundenfälschung hergeleitet werden kann
und somit straffrei sein soll.

Vielen Dank für Ihre Mühe.
Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.12.2009 | 08:38

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, diese beantworte ich wie folgt:

Offensichtlich habe ich Sie missverstanden. Ich bitte höflich, dies zu entschuldigen. Zutreffend ist, dass das Anfertigen und die spätere Verwendung einer Kopie eines veränderten Dokuments, die auch als Fotokopien weitergegeben werden, nicht den Tatbestand der Urkundenfälschung erfüllen. Diese stellen in der Tat lediglich eine schriftliche Lüge dar. Denn eine Kopie gibt lediglich Auskunft darüber, dass es eine Urschrift entsprechenden Inhalts gibt. Existiert ein solches "Original" nicht, handelt es sich um eine schriftliche Lüge.

Bitte beachten Sie, dass dies nicht gilt, so die Kopie als solche nicht erkennbar ist und als Original eingesetzt wird.

Abschließend teile ich Ihnen mit, dass sich das zu erwartende Strafmaß aufgrund der tateinheitlichen Begehung auch im Falle des Wegfalls der Urkundenfälschung nicht wesentlich verändern dürfte.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwawalt

Bewertung des Fragestellers 03.12.2009 | 15:15


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 03.12.2009
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