Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Urkundenfälschung und versuchter Betrug – Stellungnahme sinnvoll?

| 01.02.2010 12:45 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


16:34

Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen mich läuft derzeit ein Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung und versuchten Betrugs. Es besteht die Möglichkeit, mich dazu in den nächsten Tagen schriftlich zu äußern. Ist es sinnvoll, diese Möglichkeit jetzt zu nutzen, d.h. die Tat zu gestehen, sich zu entschuldigen und zu äußern, dass dies ein einmaliges Versehen war? Dagegen befürchte ich jedoch, dass darin enthaltene Details meine Situation nur verschlimmern könnten und ich deshalb die Aussage aktuell besser verweigern sollte.

Die Tat liegt bereits einige Monate zurück. Mein Arbeitgeber hatte mir gekündigt und ich hatte finanzielle Probleme. Für einen geplanten Ausflug mit Freunden habe ich kurz entschlossen am Vortag einen alten Studentenausweis eingescannt, mit gültigem Datum versehen und ausgedruckt. Damit wollte ich bei einer eventuellen Fahrt mit dem Zug die Fahrtkosten sparen, da ein gültiger Studentenausweis zur kostenfreien Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in diesem Bereich berechtigt. Die Hinfahrt erfolgte glücklicherweise mit dem Auto von Freunden, die Rückfahrt musste jedoch mit der Bahn erfolgen. Bei der Fahrscheinkontrolle zeigte ich also den von mir ausgedruckten Studentenausweis vor. Dieser wurde aber vom Kontrolleur als ungültig bewertet und eingezogen. Zudem wurden meine Personalien aufgenommen, woraufhin nun das Ermittlungsverfahren läuft.

Da ich mich seit einigen Monaten auf einer Auslandsreise befinde, scheint es mir kurzfristig nicht möglich einen Anwalt in Deutschland zu suchen. Ich bin voraussichtlich erst im Juli zurück in Deutschland. Nachdem ich einige Beiträge zum Thema „Urkundenfälschung und Fahren ohne gültigen Fahrschein“ im Internet gelesen habe, scheint mir, dass Details sehr entscheidend sind.

Inwieweit ist es sinnvoll bzw. entscheidend, dass ich mich jetzt dazu äußere und somit die Tat gestehe und bereue. Welche Vor- und Nachteile können mir daraus entstehen?
Ist es möglich, einen Aufschub meiner Stellungnahme zu erwirken bis ich zurück in Deutschland bin und zuvor persönlich einen Anwalt konsultieren könnte?


Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen!

01.02.2010 | 13:01

Antwort

von


(232)
Pettenkoferstraße 10a
80336 München
Tel: 089/22843355
Web: http://www.kanzlei-kaempf.net
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung sowie Ihres Einsatzes wie folgt:
Ich empfehle Ihnen, zunächst keine Stellungnahme abzugeben. Sie sollten zunächst einen im Strafrecht tätigen Rechtsanwalt mit Ihrer Strafverteidigung beauftragen.
Über diesen Strafverteidiger kann zunächst Akteneinsicht in die Ermittlungsakte genommen werden. Gegebenenfalls kann nach Rücksprache mit dem Verteidiger sodann zur Sache Stellung genommen und/oder eine Einstellung des Verfahrens gemäß § 153 a StPO (Strafprozessordnung) angestrebt werden. Vorteil einer Einstellung des Verfahrens ist, dass keine Eintragung im Bundeszentralregister und auch nicht in Ihrem Führungszeugnis stattfindet. Aufgrund der einmaligen Verwendung des Studentenausweises scheint eine Einstellung des Verfahrens möglich.
Als Beschuldigter in einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren haben Sie ein Schweigerecht. Das heißt, Sie müssen keinerlei Angaben zur Sache machen. Dies darf Ihnen auch nicht zum Nachteil gereichen.
Ich hoffe, Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick ermöglicht zu haben und stehe Ihnen für eine Nachfrage im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion ebenso wie für die weitere Wahrnehmung Ihrer Verteidigung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 06.02.2010 | 15:44

Sehr geehrter Herr Kämpf,

zunächst vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Eine Frage ist noch offen und mir sehr wichtig.
Wie bereits geschrieben, befinde ich mich seit einigen Monaten auf einer Auslandsreise und bin voraussichtlich erst im Juli zurück in Deutschland. Ist es daher möglich, bis zu meiner Rückkehr einen Aufschub zu erwirken, um dann einen Anwalt zu suchen und persönlich zu konsultieren? Zudem könnte ich dann aufgrund meiner Arbeitslosigkeit einen Antrag auf sog. Kostenlose Beratungshilfe stellen.Welche Vorgehensweise empfehlen Sie mir?

Vielen Dank noch einmal!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.02.2010 | 16:34

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, diese beantworte ich wie folgt:

Meines Erachtens besteht keine Möglichkeit, einen Aufschub aufgrund Ihrer Abwesenheit zu erlangen.
Rein praktisch wird es sich allerdings für die Staatsanwaltschaft bzw. das zuständige Gericht als schwierig erweisen, Ihnen die Anklageschrift, einen eventuellen Strafbefehl oder eine Ladung zur mündlichen Hauptverhandlung zuzustellen.

Nichts desto trotz sollte es auch von Ihres derzeitigen Aufenthaltsorts möglich sein, einen Rechtsanwalt zu beauftragen und über diesen zunächst Akteneinsicht in Ermittlungsakte zu nehmen.
Gerne stehe auch ich Ihnen diesbezüglich zur Verfügung.

Allerdings erlaube ich mir der guten Ordnung halber den Hinweis darauf, dass ein Anspruch auf (kostenlose) Beratungshilfe im strafrechtlichen Ermittlungsverfahren und danach nicht besteht. Allenfalls könnten Sie bei besonderer Schwierigkeit der Sach- und Rechtslage einen Anspruch auf Beiordnung eines Pflichtverteidigers haben.
Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn als Strafe eine Freiheitsstrafe ab ca. einem Jahr zu erwarten wäre oder Sie aufgrund persönlicher Defizite nicht in der Lage sind, sich selbst zu verteidigen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 09.02.2010 | 14:15

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

sehr schnelle Antworten; für mich als Laie in einem Punkt etwas unverständlich; nach der ersten Antwort noch ein Punkt offen, vielleicht aufgrund meines Einsatzes!?

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Martin Kämpf »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 09.02.2010
4/5,0

sehr schnelle Antworten; für mich als Laie in einem Punkt etwas unverständlich; nach der ersten Antwort noch ein Punkt offen, vielleicht aufgrund meines Einsatzes!?


ANTWORT VON

(232)

Pettenkoferstraße 10a
80336 München
Tel: 089/22843355
Web: http://www.kanzlei-kaempf.net
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Strafrecht, Jugendstrafrecht, Betäubungsmittelrecht, Strafrecht, Verkehrsstrafrecht