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Urkundenfälschung und betrug

22.07.2011 20:22 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Es wurden von mir falsche Belege an die Krankenversicherung eingereicht. Das ganze ist aufgeflogen und die versicherung hat das Geld zurückgefordert und mir den Versicherungsschutz gekündet. Jetzt 3 Monate nachdem das alles erledigt ist, erhalte ich eine Vorladung der Polizei zwecks Befragung als beschuldigte betreffend Urkundenfälschung und betrug. Die Polizei kennt offensichtlich den Sachverhalt abhanden der Anzeige der Krankenversicherung ganz genau.

Was kann mir für ein Nachteil entstehen, wenn ich vom aussageverweigerungsrecht gebrauch mache? Wird die Akte dann dem Richter zugeführt und der entscheidet am Schreibtisch od. Muss ich allenfalls noch vor einem Gericht eine Aussage machen?

Ich bin 19 Jahre alt, nicht vorbestraft, nie aktenkundig geworden und es handelt sich um einen schaden von € 350.-. Gegenüber der Versicherung habe ich mich bereits vor 3 Monaten schriftlich entschuldigt und den Betrag umgehend rückvergütet.

Als die falschen Belege eingereicht wurden (es waren 2) war ich beim der ersten "Einreichung" noch nicht 18 Jahre alt bei der Einreichung des 2. Beleges war ich 18 Jahre und 2 Monate alt. Nach welchem Strafrecht wird das ganze "abgehandelt"? Ich bin schüler mit was für einem Strafmaß muss ich rechnen?

Vielen dank für eine Antwort !

Sehr geehrte Ratsuchende,

da Sie unter 21 Jahre alt sind, wird das Jugendstrafrecht Anwendung finden. Dass Sie bei der einen Tat noch nicht 18 udn bei der zweiten Tat bereits 18 Jahre alt waren, spielt keine Rolle.

Zu der Vorladung zur Polizei müssen Sie nicht erscheinen, jedoch wenn Sie von der Staatsanwaltschaft vorgelanden werden. Hier können Sie sogar vorgeführt werden.

Da Sie den Schaden jedoch reguliert haben, halte ich es für empfehlenswert, Kooperationsbereitschaft zu zeigen und den Termin wahr zu nehmen. Damit dokumentieren Sie, dass Ihnen die Tat nicht egal ist.

Der Schaden liegt mit 350 € bereits über der Geringfügigkeitsgrenze von 25 €, was strafschärfend wirkt.

Zu Ihren Gunsten spricht, dass Sie nicht vorbestraft sind und den Schaden bereits reguliert haben.

Im Regelfall wird im Jugendstrafrecht zu Beginn mit Erziehungsmaßregeln und Weisungen nach §§ 9, 10 JGG begonnen.

Das wären in Ihrem Falle Sozialstunden und ggf. ein sozialer Trainingskurs, der gerne von den Jugendstaatsanwaltschaften gefordert wird.

Wenn Sie viel Glück haben, macht der Jugendstaatsanwalt von dem Mittel der Diversion nach §§ 45 ff. JGG Gebrauch, das bedeutet, dass das Verfahren ggf. eingestellt wird, was ich mir bei 350 € Schadenssumme aber nicht vorstellen kann.

Dann wird die Staatsanwaltschaft Anklage erheben und Sie auch als Angeklagte laden. Zu der Verhandlung haben Sie dann auch zu erscheinen, sonst droht die Vorführung.

Wenn Sie also kooperativ sind und Reue zeigen, kommen Sie wohl mit einer geringen Auflage davon.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Sachlage verschafft zu haben.

Sollten noch Unklarheiten vorhanden sein, nutzen Sie bitte die kostenfrei Nachfragefunktion

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