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Urkundenfälschung und Streitfall Teil II

| 18.03.2014 17:43 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrtes Anwalt-Team,

ich würde gerne wissen, wie folgender Fall strafrechtlich und zivilrechtlich geahndet wird.

Person A hat mit Wissen von Person B einen Kredit in höhe von 30.000 Euro in dem Namen der Person B unterschrieben.
Person B war zu dem Zeitpunkt aus beruflichen Gründen nicht zugegen, hat jedoch zur Unterschrift des Kredits eingewilligt (am Telefon).
Person B behauptet jedoch jetzt das Person A niemals mit Person B über den Kredit gesprochen hat und die Unterschrift gefälscht sei.

1.Person A und B sind Eheleute. Auch zu dem Zeitpunkt des Geschehens. Gibt es dort überhaupt Urkundenfälschung?

2.Muss mit einer Gefängnisstrafe für Person A gerechnet werden?

3.Wie wirkt sich die Fälschung auf den Kredit aus ? Außer, das er unwirksam wird, muss der Kredit notfalls aus eigener Tasche geleistet werden?

4. Wie sollte man Vorgehen, damit Person A ,,milde" aus dem Vergehen raus kommt?

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich beurteile den Sachverhalt etwas anders:

Person A hat mit Wissen von Person B einen Kredit in höhe von 30.000 Euro in dem Namen der Person B unterschrieben.
Person B war zu dem Zeitpunkt aus beruflichen Gründen nicht zugegen, hat jedoch zur Unterschrift des Kredits eingewilligt (am Telefon).
Person B behauptet jedoch jetzt das Person A niemals mit Person B über den Kredit gesprochen hat und die Unterschrift gefälscht sei.

1.Person A und B sind Eheleute. Auch zu dem Zeitpunkt des Geschehens. Gibt es dort überhaupt Urkundenfälschung?

Auch bei Eheleuten gibt es zwar eine Urkundenfälschung. Diese liegrt hier aber nicht vor.

Denn bei einem Kredit ist die Stellvertretung zulässig und wird in nahezu jedem Kreditvertrag auch genutzt.

Nach Ihrer Darstellung ist die Unterschrift mit Wissen des B erfolgt. Daher ist nicht ersichtlich, worin eine Straftat zu sehen sein soll.

Auch wenn der Zusatz i.V. offenbar fehlt, ändert das nichts an der Straflosigkeit.

Zivilrechtlich wird A auch nichts passieren können. Denn A hat nicht als Vertreter ohne Vertretungsmacht gehandelt.

2.Muss mit einer Gefängnisstrafe für Person A gerechnet werden?

Nein. Wenn offenbar Eheleute anlässlich einer Trennung/Scheidung sich gegenseitig etwas vorwerfen, wird nicht allein wegen dieser (nicht vorhandener) Tat mit einer Gefängnisstrafe zu rechnen sein. Nach meiner Auffassung wird mit gar keiner Strafe zu rechnen sein.

3.Wie wirkt sich die Fälschung auf den Kredit aus ? Außer, das er unwirksam wird, muss der Kredit notfalls aus eigener Tasche geleistet werden?

Der Kredit ist nicht unwirksam. Der Kreditgeber könnte allenfalls nun von B eine Erklärung fordern, ob er das Geschäft genehmigt (wenn er nicht von der Genehmigung schon wusste).

Auch wird zu klären sein, wohin der Kreditbetrag geflossen ist, wer die Raten von welchem Konto gezahlt hat. Denn damit wird man die Genehmigung B's sicherlich nachweisen können.

4. Wie sollte man Vorgehen, damit Person A ,,milde" aus dem Vergehen raus kommt?

A sollte sofort einen Rechtsanwalt beauftragen. Selbst keine Schritte machen, da dann viel Falsches gemacht werden könnte.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 20.03.2014 | 10:37

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