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Urkundenfälschung Verdacht

12.09.2008 13:04 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Tanja Stiller


Guten Tag,

bei meinem Auto wurde im Dezember 07 TÜV und AU gemacht ich hatte den Wagen einem Arbeistkollegen mitgegeben, der dies für mich erledigen sollte. Nun ein 3/4 Jahr später bekamm ich gestern einen Anruf von der Polizei, ich sollte doch bitte mal zu meinem Wagen kommen ( Der Wagen wird zur Zeit von meiner Schwester gefahren.) Dummerweisse hatte ich die Tüvberichte verlegt und konnte sie nicht vorzeigen. Die Polizei meinte, dass meine Plaketten komisch aussehen und der Verdacht auf Fälschung bestehen würde. Sie nahmen mir meine Nummernschilder und den Fahrzeugschein ab. Ich wurde aufgefordert den Tüvbericht vorzulegen. Nach langer Suche fand ich Ihn dann auch am Abend und fuhr heute morgen zur Polizei um die Berichte vorzulegen. Dort sagte man mir, dass die Sache damit nicht erledigt sei, da eine Anzeige gegen mich laufen würde wegen verdacht auf Urkundenfälschung. Bitte??? Ich habe Tüv machen lassen und nun werde ich Angezeigt? Es ist alles da Tüvpapioer und soweiter, wieso bekomme ich dann immer noch die Schuld? Auch wenn die Plaketten gefälscht wurden sind, kommt dann nicht die Werkstatt dafür auf? Ich meine es kann doch in Deutschland nicht sein, dass jemand bestraft wird, obwohl er nicht weiss, dass das event. gefälschte Dokumente sind? Was würde jetzt auf mich zukommen`?

Ich danke Ihnen für Ihre Antwort
MfG

Sehr geehrte Fragestellerin

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zuerst möchte ich Sie daraufhin weisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ einen Kollegen vor Ort ersetzen kann.
Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund, der von Ihnen erhaltenen Angaben und dem eingesetzten Betrag wie folgt:

Gemäß § 267 Abs.1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde HERSTELLT, eine echte Urkunde VERFÄLSCHT oder eine unechte oder verfälschte Urkunde GEBRAUCHT.

Sollten die Plaketten tatsächlich unecht gewesen sein, dann kommt ein Gebrauchen einer unechten Urkunde in Betracht.

Allerdings müssten Sie VORSÄTZLICH gehandelt haben.
Vorsatz bedeutet Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung.
Der Vorsatz muss sich also darauf richten, eine unechte/ gefälschte Urkunde zu gebrauchen.
Sie hätten also wissen müssen bzw. es in billigend in Kauf nehmen müssen, dass die Urkunde (Plaketten) unecht sind.

Nach Ihren Angaben zufolge haben Sie allerdings nicht selbst das Fahrzeug zum TÜV gebracht, sondern ein Arbeitskollege.

Die Staatsanwaltschaft wird nun gegen Sie ein Strafverfahren einleiten und prüfen, ob Sie der Tat hinreichend verdächtig sind, d.h. ob Ihre Verurteilung mit Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist.
Der zuständige Staatsanwalt wird dann, wenn die Ermittlungen genügenden Anlass bieten nach Abschluss der Ermittlungen öffentliche Klage gegen Sie beim zuständigen Gericht erheben.

Meines Erachtens sollten Sie unbedingt einen Rechtsanwalt vor Ort kontaktieren.
Der Kollege vor Ort kann dann Akteneinsicht nehmen und Ihre Verteidigung übernehmen und gegebenenfalls versuchen, dass die Angelegenheit eingestellt wird und es damit nicht zu einer Verhandlung vor Gericht kommt.


Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantworten konnte und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Tanja Stiller
Rechtsanwältin

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