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Urkundenfälschung Berufsschule/Ausbildung

06.03.2020 15:24 |
Preis: 45,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Helge Müller-Roden


Zusammenfassung: Ich bin gerne bereit, für Sie die Ermittlungsakte zu bestellen, sollten Sie eine Aufforderung der Polizei als Beschuldigte erhalten

Hallo zusammen,

ich bin 21 (w) und habe in 2 Monaten meine Abschlussprüfung für die Ausbildung und Berufsschule.

Ich war vor 3 Wochen an einem Tag nicht in der Schule und habe es im Klassenbuch als Entschuldigung markiert, sowie für eine Freundin, damit es nicht so auffällig ist.(Ich weiß es war dumm und ich weiß nicht was mich da geritten hat.)

Meine Lehrerin hat mich heute zur Rede gestellt und es auch schon der Bildungsgangleiterin und dem Schulleiter berichtet. Daraufhin habe ich es gestanden und hatte ein Gespräch mit dem Schulleiter und der Bildungsgangleiterin. Diese erklärten mir meine Fehler und was das alles für Konsequenzen habe. (Das es eine Anzeigepflicht für die Schule gibt).

Ich werde in den nächsten Wochen zu einer Teilkonferenz geladen.

Meine Frage lautet was kommt auf mich zu? Wird mein Betrieb informiert? Werde ich auf jeden Fall bei der Polizei gemeldet?

Werde ich auf jeden Fall von der Schule verwiesen oder könnte ich Glück haben? Was könnten für Strafen anfallen?

Danke für eure Hilfe!

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst ist zwischen disziplinarischen Maßnahmen der Schule und einer Strafverfolgung zu differenzieren.

Eine Strafverfolgung setzt eine Strafanzeige an die Polizei voraus, die Ihnen ja bereits angedroht wurde. Ob es wirklich dazu kommt bleibt abzuwarten. Fragen Sie keinesfalls bei der Polizei nach, ob gegen Sie etwas vorliegt.

Grundsätzlich ist Beschuldigten in einem polizeilichen Ermittlungsverfahren auch zu empfehlen, sich nicht zur Sache zu äußern, bevor nicht über einen Rechtsanwalt eine Akteneinsicht erfolgt ist.

Ein Strafbefehl oder ein Gerichtsverfahren führt wohl allenfalls zu einer Geldstrafe im Bereich von 40 oder 60 Tagessätzen, Sie sind damit nicht vorbestraft, wenn die Tat als Urkundenfälschung bewertet wird.

Ich glaube aber, dass bei vernünftiger Argumentation eine Einstellung des Verfahrens gegen Auflage zu erreichen wäre.

In Bezug auf die Schule und im Hinblick auf Ihre bevorstehende Prüfung sieht eine nochmalige Entschuldigung sicherlich besser aus, zumal Ihre Tat bisher offenbar noch nicht zur Anzeige gebracht wurde.

Sie sollten also in der Anhörung noch einmal gestehen, sich entschuldigen und Besserung geloben.

Leugnen macht wegen Ihres bereits erfolgten Geständnisses keinen Sinn mehr.

Vielleicht lässt sich auf diesem Wege eine Anzeige mit strafrechtlichen Konsequenzen vermeiden und Sie werden nur von der Schule verwarnt (Verweis).

Die Ermessensentscheidung der Schule könnte durch eine Vertrauensperson positiv beeinflusst werden, die Sie zur Anhörung mitbringen können (Elternteil), auch wenn Sie dies im Moment (aus Scham, Angst etc.) nicht möchten.

Im Hinblick auf das baldige Ende Ihrer Ausbildung könnte gegen eine unangenehme Entscheidung wegen deren Unverhältnismäßigkeit im Verwaltungsrechtsweg vorgegangen werden, so dass bis zum Ende ihrer Ausbildung noch keine rechtskräftige Entscheidung vorliegt.

Die Folgen für Ihre Ausbildung kann ich aufgrund Ihrer Angaben nicht beurteilen

Der Betrieb hat arbeitsrechtlich wenig Möglichkeiten, gegen Sie vorzugehen. Aber Ihre Übernahme in ein festes Anstellungsverhältnis könnte in Frage gestellt werden.

Sollten Sie von der Schule verwiesen und angezeigt werden, achten Sie auf Fristen bezüglich einer Reaktion.

Spätestens dann sollte Ihnen ein Rechtsanwalt weiterhelfen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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