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Urkundenfälschung,Handyvertrag,minderjährig

22.09.2008 23:19 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe da ein großes Problem.
2003 habe ich auf meinen Vater sein Namen einen Handyvertrag abgeschlossen. Damals ware ich 16.
Ich habe den Namen, Geb. Datum und die Adresse meines Vater angegeben. Bankverbindung und Ausweißnummer habe ich damals meine angegeben. Aber das dümmste was ich gemacht habe ist, das ich die Unterschrift meines Vaters gefälscht habe.
2005 habe ich diesen Vetrag verlängert da war ich dann 18, und habe wieder Urkundenfälschung begangen.
Jetzt ist meine Frage auf was ich mich denn einstellen muss was passieren kann.
Mein Vater hat jetzt alles rausbekommen und ich hab auch alles gebeichtet.
Ist dieser Handyvertrag rechtskräftig da ich damals noch minderjährig war?
Mein Vater hat sich jetzt Rat eingeholt. Und er könnte mich theoretich anzeigen damit Er aus der Sache draußen ist.
Gäbe es denn eine andere Möglichkeit ohne schlimmere Folgen?
Muss ich mit einer Strafanzeige rechnen wegen Urkundenfälschung trotz damals minderjährigkeit? Und bei der Vertragsverlängerung war ich ja dann schon 18 und daher ja Strafmündig. Oder könnte dieser Handyvertrag mit gefälschter Unterschrift auf den 1. Antrag zurückgegriffen werden wo ich noch minderjährig war, und daher vielleicht auf keine schwereren Folgen erwarten muss?
Das ich den offenen Betrag von knapp 2700 Euro zahlen muss, damit rechne ich, das ist für mich auch das kleinste Problem.
Mir geht es nur zu wissen was mein Vater oder ich machen sollen ohne das eine Strafanzeige erstettet wird.

Vielen dank schon mal im Vorraus.

Liebe Grüße

Sehr geehrte Fragestellerin,

sowohl der Neuabschluss des Vertrags als auch die Verlängerung erfüllen den Tatbestand der Urkundenfälschung. Darüber hinaus – und das wiegt meines Erachtens noch schwerer – dürfte darin auch ein Betrug zu sehen sein, da für die Telefongesellschaft zumindest eine Vermögensgefährung entstanden ist.

Der Vertrag ist nach meinem Erachten nicht wirksam zustande gekommen. Dies liegt aber nicht an Ihrer Minderjährigkeit, sondern da Sie unter der Verwendung eines falschen Namens gehandelt haben. Trotz Ihrer Minderjährigkeit haften Sie aber für die entstandenen Gebühren im Rahmen des Deliktsrechts, da Sie mit 16 Jahren jedenfalls bereits deliktsfähig waren.

Bitte machen Sie Ihrem Vater klar, dass eine strafrechtliche Anzeige hier nicht sinnvoll ist. Ihn stellt das auch zivilrechtlich nicht besser.

Strafmündig sind Sie bereits mit 14 Jahren. Bis zu einem Alter von 18 Jahren wird dies jedenfalls nach Jugendstrafrecht geahndet, was deutlich niedrigere Strafen vorsieht.

Sollte Ihr Vater der Telefongesellschaft diesen Sachverhalt mitteilen, könnte es durchaus sein, dass diese eine Strafanzeige abgeben wird.

Wie ich Ihre Anfrage verstehe, ist Ihrem Vater erst jetzt aufgefallen, dass Ihre Handyrechnungen von seinem Konto abgebucht wurden. Gegenüber der Telefongesellschaft bestehen jedoch keine Zahlungsrückstände. Ich schlage daher vor, dass Ihr Vater den Vertrag einfach kündigt oder auf Ihren Namen umschreiben lässt und Sie mit ihm vereinbaren, dass Sie die bislang aufgelaufenen Gebühren an ihn zurückzahlen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 23.09.2008 | 12:11

Hallo,

vielen dank für Ihre Antwort.
Nur der letzte Satz muss ich Ihnen mitteilen ist flasch von Ihnen.
Ich habe damals meine Kontonummer angegeben.
Und bei der Telefongesellschaft besteht ein Zahlungsrückstand.
Deshalb kam das ganze auch raus.
Mein Vater hat im Juni oder Juli dieses Jahres von einem Inkasso ein Schreiben erhalten.
Da Er aber von nix wusste das ein Vertrag auf seinen Namen läuft kam ich dann ins Spiel.
Da dieser Handyvertrag mit der dazu gehörigen Nummer gesperrt wurde wegen Zahlungsrückstand, würde ich diesen auch kündigen.
Wäre es ratsam mit dieser Telefongesellschaft in Verbindung zu treten um eine normale Abwicklung zu verhandeln ohne Strafanzeige?
So das mein Vater aus dieser Sache raus ist und ich alles auf mich nimm und die offene Forderung monatlich abbezahle.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.09.2008 | 22:20

Sehr geehrte Fragestellerin,

die entsprechende Information in Ihrer Frage habe ich tatsächlich überlesen.

Die beste Alternative wäre dennoch, wenn Ihr Vater die Rechnung (gleich ob in einem Betrag oder in Raten) für Sie bezahlt und die Telefongesellschaft von den weiteren Umständen nichts erfährt. In der Regel wird eine Ratenzahlung möglich sein.

Sofern Ihr Vater dazu nicht bereit sein sollte, bleibt Ihnen allerdings nichts anderes übrig als mit der Telefongesellschaft in Kontakt zu treten. Es besteht hier aber tatsächlich die Gefahr einer Strafanzeige. Zwar sollte die Telefongesellschaft kein Interesse daran haben, Sie durch ein Strafverfahren auch noch wirtschaftlich zu schwächen. Allerdings gibt es in vielen Unternehmen strenge interne Richtlinien, die den Sachbearbeitern keine andere Wahl lassen.

Ich will Ihnen hier auch noch mitteilen, dass ich es nicht für wahrscheinlich halte, dass die Telefongesellschaft Ihren Vater nur aufgrund der Mitteilung ‚sozusagen auf Zuruf’ sofort aus der Haftung entlassen würde. Bedenken Sie, die Telefongesellschaft kann die tatsächlichen Verhältnisse nicht beurteilen und Ihr Vater war dort jahrelang unbeanstandet als Anschlussinhaber geführt.

Mit freundlichen Grüßen
Frank Lehmann

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