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Urkundenfälschung, Kennzeichenmussbrauch


22.11.2007 23:15 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Maurice Moranc



Hallo,

folgende riesen große Dummheit habe ich begangen:

Ich habe ein dauerrotes Wechselkennzeichen für Sammler (für Youngtimer = Autos über 20 Jahre alt dürfen mit diesem Kennzeichen gefahren werden). Dazu hatte ich für ein KFZ das noch keine 20 Jahre alt war, also eigentlich nicht mit dem Kennzeichen gefahren werden durfte eine Art Fahrzeugschein gefälscht, den man normalerweise nur für ein Auto bekommt, für welches man vom TÜV ein Oldtimer-Gutachten bekommen hat. Nur mit dieser Art Farhzeugschein darf man die roten Kennzeichen auf einem Auto verwenden. Ich habe in eine Kopie eines solchen Fahrtzeugscheins die Fahrstellnummer, das Baujahr etc. reinkopiert.

Jetzt hat mich die Polizei aufgehalten und ich habe eine Vorladung als Beschuldigter mit Tatvorwurf: Verdacht auf Verstoß gegen das Pflichversicherungssgest(ich hatte allerdings eine Versicherungedoppelkarte dabei), Kennzeichenmissbrauch (Fahrt in das zu führende Fahrtenbich für rote Kennzeichen war eingetragen) und eben Urkundenfälschung.

Ganz schön viel...Da die Polizei den gefälschten Fahrzeugschein eingezogen hat, fallen wohl jegliche Auzreden diesbzgl. aus denke ich?

Was kann ich tun um das Strafmaß so niedrieg wie möglich zu halten und eine evtl. Vorstrafe zu umgehen?
Zu welchem Anwalt (welches Fachgebiet) gehe ich am besten?

Vielen herzlichen Dank!

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Sehr geehrter Fragensteller,

die Beantwortung Ihrer Frage erfolgt auf Grundlage der von Ihnen bereitgestellten Informationen. Meine Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Orientierung, da das Weglassen oder Hinzufügen von Details zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich. Die Beantwortung Ihrer Frage im Rahmen dieser Plattform kann daher nicht die Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort ersetzen.

Zur Sache:

Wie Sie schon richtig erkannt haben, dürfte Ihnen aufgrund der Beweislage eine Ausrede eher schaden als nutzen. Eine Ausrede könnte vom Richter als Uneinsichtigkeit gewertet werden, was regelmäßig zu einem höheren Strafmaß führt.

Eine seriöse Strategie ist aus der Ferne aber nicht zu entwickeln. In jedem Fall sollten Sie sich aber zunächst NICHT ZU DEN VORWÜRFEN ÄUßERN. Sie sind nicht verpflichtet eine Aussage zu machen. Dies kann auch nicht zu Ihren Lasten ausgelegt werden.
Wenden Sie sich schnellst möglich an einen STRAFVERTEIDIGER. Dieser wird Akteneinsicht beantragen, um den Stand der Ermittlungen und die Beweislage konkreter einschätzen zu können. Erst danach ist es möglich eine angemessene und vernünftige Verteidigungsstrategie auszuarbeiten. Beachten sie bitte, dass hierdurch weitere Kosten entstehen.
Sollten Sie keinen Strafverteidiger kennen, hilft Ihnen die Rechtsanwaltskammer Berlin weiter (www.rak-berlin.de).

Vorbestraft wären Sie ab einer Strafe von 91 Tagessätzen. Bei den von Ihnen genannten Tatvorwürfen müssen Sie mit einer solchen Strafe rechnen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 23.11.2007 | 13:41

Hallo Herr Moranc,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir noch folgende 5 Fragen beantworten könnten:

1. Ich verdiene nicht ganz 23 TEuro brutto im Jahr (unverheiratet, LSt Klasse 1), gibt es bei diesem Verdienst irgendwie die Möglichkeit eines "staatlichen Zuschusses" für einen Anwaltsbesuch bzw die Anwaltskosten die bei einem Verfahren auf mich zukommen (evtl. sowas wie bei Hartz IV Empfängern)?

2. Sie sprechen von eventuell xx Tagessätzen, in welcher Größenordnung könnten diese Tagessätze in meinem Fall liegen (in etwa)?

3. Auf welches Rechtsgebiet(e) sollte der Anwalt den ich mir suche spezialisiert sein?

4. Ich habe des öfteren gelesen (u.a. hier im Forum), dass es sich unter Umständen positiv auf das Strafmaß auswirken kann, wenn mein Anwalt den Staatsanwalt "kennt". Gibt es irgendwie die Möglicheit soetwas herauszufinden? (Mir ist klar, dass Sie dem Inhalt dieser Frage nicht zustimmen dürfen, aber an der Frage wie ich herausfinde ob ein Anwalt den Staatsanwalt kennt, oder welchen Anwalt ich nehmen muss, damit die Chancen am höchsten sind ist ja so nicht verwerfliches ;-))

5. Ebenfalls gelesen habe ich, dass man wenn man den Anhörungstermin bei der Polizei absagt, explizit sagen soll, dass man nur den Termin absagt, nicht aber grundsätzlich die Aussage verweigern will. Wie ist dies zu sehen, bzw. wie sollte ich hier vorgehen? Sollte die schriftlich oder fernmündlich erfolgen?

Vielen herzlichen Dank für die erneute Beantwortung.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.11.2007 | 14:38

Sehr geehrter Fragensteller,

diese Funktion dient der einmaligen Nachfrage zum besseren Verständnis. Sie stellen FÜNF neue Fragen, was den Rahmen der Nachfragefunktion weit überschreitet und Ihrem Einsatz nicht angemessen ist.

Trotzdem in Kürze:

1.Prozesskostenhilfe wie sie im Zivilrecht möglich ist, gibt es im Strafrecht nicht. Es gibt lediglich die Möglichkeit eines Pflichtverteidigers, wenn Sie eines Verbrechens angeklagt sind oder, wenn wegen der Schwere der Tat oder wegen der Schwierigkeit der Sach- oder Rechtslage die Mitwirkung eines Verteidigers geboten erscheint oder wenn ersichtlich ist, daß sich der Beschuldigte nicht selbst verteidigen kann (§140 StPO). In Ihrem Fall scheint dies nicht zuzutreffen. Hierüber sollten Sie mit Ihrem Anwalt nochmals sprechen.

2. Eine Vorhersage des Urteils ist ohne Akteneinsicht nicht möglich. Zumal die Höhe der Tagessätze auch von Ihrem Verhalten vor Gericht abhängt. Grob geschätzt müssen Sie mit 70 bis 120 Tagessätzen rechnen.

3. Strafrecht! Verkehrsrecht wird Sie hier nicht weiterbringen.

4. Nein, diese Möglichkeit gibt es nicht. Anwälte werben nicht damit, einen bestimmten Staatsanwalt zu kennen. Im Übrigen sollten Sie auf solche Aussagen nicht viel geben.

5. Grundsätzlich müssten Sie den Termin noch nicht einaml absagen. Der Höflichkeit halber macht man es dennoch. Teilen Sie dem Beamten mit, dass Sie gegebenenfalls nach erfolgter Akteneinsicht zu den Vorwürfen Stellung nehmen werden.


Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt

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