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Urheberrechtsverletzungen im Internet?

25.06.2013 21:00 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz


Zusammenfassung: Zur Frage, welche Nutzung eines urheberrechtlich geschützten Textes zulässig ist.

Meine Frage bezieht sich auf die Verletzung von Urheberrechten durch die Internet-Nutzung.

Ich recherchiere sehr häufig im Internet und finde das Urheberrecht zum Teil sehr schwammig. Deshalb möchte ich hiemit erfahren, inwieweit man sich als Nutzer damit befassen muss, ob aufgerufene Quellen tatsächllich kostenfrei genutzt werden dürfen oder ob gegen Urheberrechte verstoßen wird.

Beispiel 1:

Ein Nutzer erhält über eine Google-Suchanfrage tausende von Suchergebnissen. Darunter befinden sich auch Webseiten aus dem Ausland. Ist der Nutzer hier grundsätzlich verpflichtet, für jede Seite die in der Regel im Impressum genannten urheberrechtlichen Bestimmungen zu lesen, bevor er den Seiteninhalt liest ? Oder kann ein Nutzer davon ausgehen, dass jede Seite, die sich uneingeschränkt öffnen lässt, legal für die kostenfreie Nutzung bereit gestellt wird ?


Beispiel 2:

Ein Nutzer recherchiert auf wikipedia.de und nutzt Texte die zwar kostenlos weiterverwendet werden dürfen, aber für welche durch den Autor nur unzureichende Quellenangaben zur Verfügung gestellt wurden. Macht sich der Nutzer hierbei strafbar, wenn er dieses Wikipedia-Material liest und beispielsweise für eigene Vorträge nutzt, obwohl es möglicherweise die Urheberrechte nicht genannter Autoren verletzt ?


Vielen Dank im Voraus für eine zügige Beantwortung.

Mit freundlichen Grüßen

Mexx



Einsatz editiert am 25.06.2013 21:05:21

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen möchte ich anhand der von Ihnen mitgeteilten Informationen und unter Berücksichtigung des gewählten Einsatzes wie folgt beantworten:

1. Der Nutzer ist nicht dazu verpflichtet, sich bei jeder Internetseite über etwaige urheberrechtliche Bestimmungen zu informieren, sofern nur das bloße Lesen des jeweiligen Seiteninhalts in Frage steht. Das Lesen eines solchen Textes ist keine urheberrechtlich relevante Benutzungshandlung, für die der Nutzer das Einverständnis des Urhebers benötigt.

2. Wiederum ist in diesem Beispiel das Lesen des Seiteninhalts kein Problem. Was das Nutzen für eigene Vorträge betrifft, ist zu differenzieren: wenn der fragliche Text Urheberrechtsschutz genießt (was bei jedem Text gesondert zu beurteilen ist) stellt dessen wörtliche Übernahme und Vervielfältigung eine verbotene Nutzungsform dar, die strafbar sein kann und die zu zivilrechtlichen unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen führen kann.

Unproblematisch ist es aber in der Regel, wenn der Inhalt des Textes nur seinem Sinn nach in eigenen Worten neu wiedergegeben wird oder wenn er auszugsweise mit Quellenangabe zitiert wird, wobei das Zitat als solches natürlich nur eine angemessene Größenordnung haben darf. Seitenlange Passagen zu zitieren ist in der Regel nicht mehr zulässig.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen angemessenen ersten Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt

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