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Urheberrechtsverletzung durch Verwendung eines kopierten Bildes!

01.06.2006 21:13 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim


Guten Tag!
Ich habe mir vor ein paar Tagen ein Shirt von Tommy Hilfiger gekauft und da dieses nicht passte wollte ich es wieder über ebay verkaufen.
Ich selber verfüge über keinen Account bei ebay und habe daher das Shirt über den Account meines Vaters verkaufen wollen.
Da ich keine Kamera habe , habe ich ein Bild des Shirts( es handelt sich hierbei um ein original) von der Tommy Hilfiger Online Shop Seite kopiert.
Einige Stunden nach Beginn der Auktion habe ich von ebay einen Nachricht erhalten das die Auktionen wegen Marken rechtlichen Aspekten( genau kann ich den Inhalt leider nicht mehr wieder geben) beendet wurde.
Ich nahm an die Sache würde nun erledigt sein.
Heute erhielt mein Vater dann ein Schreiben der Anwälte des Konzerns Tommy Hilfiger indem er um eine Unterlassung gebeten wurde sowie etwaiger Schadensersatzforderungen in Höhe von 1079 € sowie 20 € und 16 % Mehrwertsteuer.
Dieses Schreiben sollte ja nun eigentlich mich treffen.
Mein Vater war natürlich, was verständlich ist, sehr verärgert über mich.
Nun meine Frage.
Ich bin Studentin und verfüge über fast kein Einkommen.
Muß ich diesen Betrag wirklich zahlen?Oder gilt dieses nur bei Zuwiderhandlungen?
Ich sehe ja ein das ich dieses Bild nicht hätte verwenden dürfen, aber es handelte sich dennoch um ein Original Shirt was auch abgebildet wurde.
Kann man da eine Einigung erzielen?
Wie gehe ich jetzt weiter vor?
Ich soll innerhalb von 7 Tagen eine Erklärung abgeben.
Was genau schreibe ich da hinein?
Ich habe so etwas zum ersten mal gemacht!
Bitte helfen sie mir.
Danke

Sehr geehrter Fragestellerin,

ich empfehle Ihnen die Unterlassungserklärung, mit Ausnahme der Übernahme der Kosten in der vorliegenden Höhe, zu unterzeichnen.

Indem Sie das Foto von der Internetseite kopiert haben, haben Sie das Urhberrecht des Fotografen, bzw. des Inhabers des Urheberrechts verletzt. Sie könnten daher zwar einen Nachweis verlangen, dass der Abmahnende auch ein solches Recht besitzt, wenn dies der Fall ist, wird ein Unterlassungsanspruch jedoch gegeben haben.

Zu hoch erscheint mir die Höhe des Schadensersatzes und insbesondere des Gegenstandswertes, nach dem sich die Anwaltskosten berechnen. Da es sich hier lediglich um ein Foto handelt, dürfte ein Gegenstandswert um etwa € 3.000,00 angemessen erscheinen. Die Kosten des Anwalts würden dann etwa € 300,00-400,00 betragen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-


www.rechtsbuero24.de

Nachfrage vom Fragesteller 02.06.2006 | 22:52

Zunächst einmal Danke für die schnelle Antwort.
Würden Sie denn empfehlen zunächst einmal telefonisch mit den Anwälte in Kontakt zu treten? Oder eher schriftlich hierzu Stellung zu beziehen?Bezüglich Ihrer oben dargelegten Rechnung müßte ich dann einen Schaden von 300 bis 400 € zahlen( kommen da noch weitere Kosten auf einen zu?)- denken Sie das die Anwälte bezüglich einer Ratenzahlung mit sich reden lassen oder sollte man dieses eher sein lassen?
Wie bereits erwähnt bin ich ja Studentin.
Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.06.2006 | 13:50

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie können grds. mit den gegnerischen Anwälten Kontakt aufnehmen, empfehlen würde ich jedoch hier, schriftlich vorzugehen, da einerseits die mdl. Aussagen schwer nachweisbar sind und andererseits sie nicht unbedingt sofort eine Antwort bekommen.

Sofern die Gegenseite sich mit einem geringeren Gegenstandswert einverstanden erklärt, würden sich entsprechend auch die Anwaltsgebühren ermäßigen. Sofern die Unterlassungserklärung unterzeichnet wird, kommen keine weiteren Kosten, als in dieser angegeben, auf Sie zu, es sei denn, Sie verstoßen gegen die Erklärung und nutzen ernuet das Bild unberechtigt. Mit einer Ratenzahlung erklären sich fast alle Gläubiger einverstanden.

Ich wünsche Ihnen, trotz der nicht allzu guten juristischen Aussichten ein angenehmes Pfingstfest!

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de

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