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Urheberrechtsverletzung bei vermeintlich unbekanntem Autor

| 18.09.2009 22:18 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Hallo,
als Rentnerin ist eines meiner Hobbies die Gestaltung von Homepages, insbesondere Homepages für Kinder, Eltern und Erzieher. So habe ich in meiner Kinderwelt, in meiner Osterwelt und meiner Weihnachtswelt viele Lieder, Gedichte und Geschichten. Als Quelle diente mir in erster Linie die Homepage www.gratis-gedicht.de. Ich wähnte mich dabei auf der sicheren Seite bezüglich des Urheberschutzes. Von einigen Texten konnte ich den Verfasser nicht recherchieren und habe vermerkt (Verfasser unbekannt).
Meine Fragen:
1. Tue ich dem Urheberschutz genüge, wenn ich bei Liedern, Gedichten und Geschichten den Namen des Autors und das Copyright-Zeichen angebe?
2. Liegt bei mir eine Urheberrechtsverletzung vor, wenn ich ein Gedicht mit dem Vermerk „unbekannter Verfasser“ von www.gratis-gedicht.de in meine Homepage kopiert habe (ebenfalls mit dem Vermerk „unbekannter Verfasser“), und der Autor nun seinerseits ohne Vorwarnung abmahnen lässt? Liegt die Urheberrechtsverletzung nicht bei dem Betreiber der Homepage www.gratis-gedicht.de?
3. Macht es Sinn, sich mit dem Autor in Verbindung zu setzen?
Ich hatte ja niemals vor, irgend jemandes Recht zu verletzen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich beantworte Ihre Frage auf der Grundlage der mitgeteilten Informationen wie folgt:

Nach § 15 Abs. 2 Urheberrechtsgesetz steht dem Urheber das ausschließliche Recht zu, sein Werk öffentlich zugänglich zu machen. Dies gilt auch, wenn der Urheber eines Werkes (Ihnen) nicht bekannt ist. Wenn der Urheber Dritten, z. B. dem Betreiber der von Ihnen genannten Homepage gestattet hat, sein Werk öffentlich zugänglich zu machen ist damit nicht gesagt, dass er Ihnen dies auch gestattet. Solange der Urheber Ihnen dieses Recht nicht übertragen hat ist die Verwendung des Werkes durch Sie eine Urheberrecchtsverletzung, die vom Urheber mit einer Abmahnung oder gerichtlicher Hilfe verfolgt werden kann. Die Abmahnung ist hier die "Vorwarnung", nämlich die Aufforderung, eine Rechtsverletzung freiwillig ohne gerichtliche Hilfe abzustellen und nicht zu wiederholen. Sie können die Rechtsverletzung ausschließlich dadurch vermeiden, dass der Rechteinhaber Ihnen die Erlaubnis zur öffentlichen Zugänglichmachung erteilt, die Anbringung von Hinweisen auf die Urheberschaft ist kein geeignetes Mittel.

Sie können die Verantwortung nicht beim Betreiber der Homepage gratis-gedicht.de suchen. Sofern die Veröffentlichung auch dort unberechtigt erfolgt ist liegen zwei Urheberrechtsverletzungen vor, die der Urheber nach belieben verfolgen kann. Auf Verschulden - insbesondere Ihre möglicherweise mangelnden Rechtskenntnisse im Urheberrecht oder eine Schädigungsabsicht kommt es nicht an.

Ich bedauere, Ihnen keine günstigere Mitteilung machen zu können und hoffe, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben; andernfalls nutzen Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion.

Nachfrage vom Fragesteller 22.09.2009 | 11:22

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
könnte da nicht jeder kommen und behaupten, er wäre der Autor? Muss dafür nicht ein Beweis erbracht werden? Und wenn ja, wie ließe sich das beweisen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.09.2009 | 10:34

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Frage, ob die Tatsachen, die einer Behauptung zugrunde liegen, sich im Falle eines Rechtsstreits mit den prozessual zulässigen Beweismitteln als wahr erweisen lassen hat keinen Einfluss auf die Rechtslage, sondern lediglich darauf, wie ein etwaiger Prozess ausgeht.

Als Beweismittel kommen hier vor allem Zeugenaussagen und Dokumente in Betracht - z. B. das in der Handschrift des Urhebers verfasste Original des Werkes. Zu denken wäre auch daran, dass der Urheber seine Urheberschaft nachweisen kann, indem er über mehrere (fortentwickelte) Versionen des Werkes verfügt.

Der Urheber ist grundsätzlich nicht verpflichtet, bereits in der Abmahnung den Beweis seiner Urheberschaft zu führen.

MfG Mörger

Bewertung des Fragestellers 23.09.2009 | 13:22

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"Auch wenn die Antwort nicht in die erhoffte Richtung ging wurde mit doch sehr geholfen."
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