Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Urheberrechtsverletzung, Veröffentlichung von Photos ohne meine Einwilligung

03.06.2008 15:43 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Sehr geehrte Anwälte,
vergangenen Monat wurde von mir ein Photo geschossen und auf der Internetplattform www.lokalisten.de ohne meine Zustimmung veröffentlicht! Die betreffende Person hat auf keine Warnung reagiert und das Photo online gelassen!

Die Selbe Person hat ebenfalls von mir gemachte Photos von meiner Homepage herunter geladen und auf der oben genannten Seite veröffenlticht! Auf meiner Website wurde darauf hingewiesen, dass keine Photos ohne meine Einwilligung wieder veröffentlicht werden dürfen! Ebenfalls enthalten diese Photos ein Wasserzeichen, dass erkenntlich macht, dass es wirklich meine Bilder sind!

Sehr geehrter Fragesteller,

unter Zugrundelegung Ihrer Darstellungen und Ihres Einsatzes erlaube ich mir, zu Ihrer Frage wie folgt Stellung zu nehmen:

Aus Ihren Angaben ergibt sich, daß Sie nicht selbst Urheber des Bildes sind, sondern ein anderer es geschossen hat, nunmehr aber Ihr Foto veröffentlicht hat, ohne daß Sie dies wollten.

Dabei handelt es sich um eine Verletzung Ihres Rechtes am eigenen Bild.

Diesbezüglich sind die §§ 22 ff. KUG (Kunsturheberrechtsgesetz) ausschlaggebend.

§ 22 KUG bestimmt Folgendes:

"Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Eine Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, daß er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. ..."

In § 23 KUG heißt es unter anderem:

"(1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet werden:

1. Bildnisse aus dem Bereich der Zeitgeschichte;
2. Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen;
2. Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben;
..."

Ich setze voraus, daß Sie keine Einwilligung erteilt haben und daß auch kein Fall des § 23 KUG einschlägig ist.

Sie haben nunmehr folgende Möglichkeiten, gegen die Rechtsverletzung vorzugehen:

1.
Sie haben als Betroffener einen Unterlassungsanspruch gem. §§ 12, 862, 1004 Abs. 1 S. 2 BGB analog i.V.m. § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. §§ 22, 23 KUG, da letztere Schutzgesetze im Sinne der vorgenannten BGB-Normen sind.

2.
Daneben kann auch ein Anspruch auf Schadensersatz bestehen gemäß §§ 823 Abs. 2 BGB i.V.m. §§ 22, 23 KUG. Hierbei wird neben einem eventuell entstandenen materiellen Schaden eine so genannte fiktive Lizenzgebühr (§ 97 Abs. 1 S. 1 UrhG) für die Verwendung des Bildes gegenüber dem Verletzer geltend gemacht. Bei schwerwiegenderen Verstößen kann zudem ein Schmerzensgeld verlangt werden.

Daneben können Sie, da Sie die betreffende Person schon abgemahnt und in Verzug gesetzt haben, auch die Kosten eines von Ihnen beauftragten Rechtsanwaltes ersetzt verlangen, da Ihnen durch die Beauftragung ein Schaden entstanden ist.

3.
Wurde das Foto von Ihnen unbefugt erstellt, können Sie entweder die Herausgabe des Bildmaterials an Sie verlangen ("" 1004 Abs. 1 S. 2 BGB analog i.V.m. §§ 823 Abs. 1, 249 S. 1 BGB) oder aber die Vernichtung des Bildmaterials gemäß §§ 37, 38 KUG verlangen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Eindruck von der Rechtslage vermitteln. Für die kostenlose Nachfrage oder eine anwaltliche Tätigkeit stehe ich selbstverständlich zur Verfügung. Bitte beachten Sie hierbei, daß im Fall einer späteren Beauftragung die hier entstandenen Kosten auf die Rechtsanwaltsgebühren angerechnet werden würden.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Kerstin Klimsch
Rechtsanwältin

Ergänzung vom Anwalt 03.06.2008 | 16:24

Sie sollten sich zu Beweiszwecken Ausdrücke anfertigen sowie die Abmahnung, also Ihre Aufforderung an die Gegenseite, das Foto zu löschen, ausdrucken.

Beste Grüße,

K. Klimsch

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 67906 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sachliche kompetente Antworten, die keine Fragen offen ließ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr kompetente, verständliche Antwort. Ich kann Herrn Dr. Greenawalt sehr empfehlen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Antwort war in Ordnung, auch wenn es nicht die ist, die ich hören wollte. :) ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen