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Urheberrechtsangaben in Imagefilmen

| 03.10.2012 09:02 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Aljoscha Winkelmann


Guten Tag,

ich habe mich jüngst damit selbstständig gemacht, sog. Imagefilme, Firmenfilme, Produktfilme - kurzum Werbeclips - zu produzieren, die meine Klienten üblicher Weise in Ihren gewerblichen Internetauftritt einbinden, und auch auf youtube und anderen Social Media Portalen zeigen.

Dafür binde ich oftmals u.a. auch Fotos und Filmmaterial von kommerziellen Anbietern aus dem Internet, also Internetunternehmen, bei denen man sich gegen Gebühr Fotos und Filmclips "Royalty-free" downloaden kann.

Meine Fragen an Sie:
1. Muss ich im Film(abspann) Angaben machen zum Kunden, der mit diesem Film wirbt (eine Art Impressumsangabe)?
2. Muss ich im Film Angaben machen dazu, woher ich das zugekaufte Foto- und Filmmaterial habe, bzw. wer der Fotograf bzw. Filmer des zugekauften Materials war?

Hinweis:
Ich habe bzgl. der Fotos bei einem grossen Onlinevertreiber (www.fotolia.de)
bereits angefragt und folgende Auskunft erhalten:
"Die Angabe der Urheberrechtsinformation ist immer dann erforderlich, sofern ein Impressum vorhanden ist, z.B. bei Webseiten, in Zeitungen, Büchern bzw. allgemeinen literarischen Publikationen. Bei einer redaktionellen Verwendung z.B. der illustration eines Artikels, muss die Urheberrechtsangabe, wie im folgenden beschrieben in Bildnähe erfolgen; Eine Nennung in der Form von "Name bzw. Pseudonym des Urhebers - www.fotolia.com" ist im Impressum absolut ausreichend"...

Nun nehme ich also wieder Bezug auf Punkt 1 meiner Frage an Sie, ob ich denn im Film überhaupt ein Impressum angeben muss...

Mit freundlichen Grüssen,
Andreas Rohde

www.rohdefilm.de

163/12

Sehr geehrte Fragestellerin/sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage geschrieben am 03.10.2012 09:02:44
Urheberrechtsangaben in Imagefilmen
Rechtsgebiet: Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht
| Einsatz: € 35,00

|beantworte ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und nach den mir vorliegenden Informationen wie folgt:

I. Bez. Frage (F.) 1:
Bei den im Internet abspielbaren/abrufbaren (Werbe-)Filmen Ihrer Kunden könnte es sich um „audiovisuelle Mediendienste auf Abruf" handeln (vgl. § 2 Nr. 6 TMG).
Im Film(abspann) müssen keine Angaben zum Kunden in Form einer Impressumsangabe gemacht werden, der mit diesem Film wirbt, wenn dieser seine Informationspflichten nach § 5 TMG in der vorgeschriebenen Form an einer gut sichtbaren Stelle seiner Homepage erfüllt. Dies ist aber ein Problem des Kunden, nicht Ihres.

SIE sollten in jedem Fall zur Urheberkennzeichnung des Filmes alle Angaben im Abspann ÜBER SICH/IHR UNTERNEHMEN machen (damit klar ist, dass Sie der Urheber sind).

II. Bez. F 2:
Bezgl. seines Fotos/Filmes hat der Fotograf/Filmer, der Urheber ist, stets das Recht auf Namensnennung (sog. Urheberkennzeichnung).

Sie müssen also im Film Angaben dazu machen, wer der Fotograf bzw. Filmer des zugekauften Materials war.
Sie haben ja Nutzungsvereinbarung (Lizenz) mit dem jeweiligen Rechteinhabern getroffen. Diese dürfte dahingehen, dass Sie bei lizenzpflichtigen Bildern je nach Nutzungsdauer, Reichweite, dem Umfeld der Nutzung eine Vergütung zu zahlen haben.
In der Vereinbarung oder in den AGB, die häufig auf der Webpage zu finden ist, ergibt sich evtl., dass auch die Verwertungsagentur auch im Impressum genannt werden muss. Bei Fotos sieht man dies auch manchmal, dass nicht ein Name einer Privatperson, sondern der Verwertungsagentur genannt wird. Sie sollten diese sicherheitshalber nennen.

Ich weise abschließend darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.
Letztlich weise ich darauf hin, dass der Umfang meiner Beratung ebenfalls durch die zwingenden gesetzlichen Vorgaben des § 4 RVG begrenzt ist.

Mit freundlichen Grüßen
Aljoscha Winkelmann (Rechtsanwalt)

Nachfrage vom Fragesteller 03.10.2012 | 11:03

Vielen Dank für Ihre prompte und kompetente Antwort.
Erlauben Sie mir bitte folgende Nachfrage:

Im Abspann reicht dann z.B.?: © copyright by www.RohdeFilm.de

Weitere Angaben würde ich gerne vermeiden, da es ja in Werbefilmen allgemein unüblich ist, solcherlei Angaben vorzufinden...

Mit freundlichen Grüssen,
Andreas Rohde

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.10.2012 | 15:35

Ja, vom Grundsatz her.

Jedoch ist zu beachten, dass „©", was „copyright" bedeutet, aus dem anglo-amerikanischen Recht stammt und der Copyright-Vermerk in der Regel den RECHTEINHABER angibt (d.h. den Inhaber der Verwertungsrechte). Dieser muss nicht zwangsläufig der URHEBER sein ( vgl. Rechtsanwältin Elisabeth Vogt, Rostock auf http://www.internetrecht-rostock.de/copyright-urheberrecht.htm)

Dennoch wird dem landläufigen Verständnis nach mit © der Urheber assoziiert. Um für absolute Klarheit zu sorgen, können Sie jedoch besser „Urheber..." bzw. „Urheberrechte..." schreiben.
Vom Grundsatz müssten Sie (auch) Ihren Namen dazuschreiben und nicht den der GmbH, da nach dem deutschen Urheberrecht nur Personen Urheber sein können (vgl. Rechtsanwältin Elisabeth Vogt, Rostock auf http://www.internetrecht-rostock.de/copyright-urheberrecht.htm)

Auch ist zu beachten:
Wenn z.B. auf einer Homepage fremde Fotos, Logos oder Graphiken einfügen und am Ende der Seite der eigene Name neben dem © angegeben wird, kann dies irreführend sein und zu Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen aus dem Wettbewerbsrecht, (§§ 3, 5 UWG) sowie dem Urheberrecht (§ 97 UrhG) führen (vgl. Rechtsanwältin Elisabeth Vogt, Rostock auf http://www.internetrecht-rostock.de/copyright-urheberrecht.htm). Das gleiche gilt auch für einen Film. Es muss also klargestellt werden, dass Sie Urheber des FILMES sind und von den Urhebern der Fotos zu unterscheiden sein.

Rechtsanwalt Winkelmann

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Quelle: anwalt-seiten.de sowie Disclaimer eRecht24


Bewertung des Fragestellers 04.10.2012 | 22:12

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