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Urheberrechtl. Schutz von Musikstücken/Eigenkompositionen


14.09.2007 12:33 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz



Für eine Freundin habe ich eine CD mit ihren eigenen Werken (Musik + Text) produziert. Es ist nun auch geplant einen dieser Titel im Internet zu veröffentlichen. Sie möchte ihre Kompositionen geschützt wissen. Bei der GEMA heißt es:
Der urheberrechtliche Schutz von Werken der Tonkunst (mit und ohne Text) ist nicht erst von einer Mitgliedschaft in der GEMA abhängig, sondern bereits durch das geltende Urheberrechtsgesetz gewährleistet.
Wie kann sie den Nachweis erbringen bzw. was muß sie für den Schutz tun?
Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage möchte ich anhand der vorliegenden Informationen wie folgt beantworten:

Der Urheberrechtsschutz entsteht in der Tat kraft Gesetzes, d.h. sobald das urheberrechtsfähige Werk fertig gestellt ist, unterliegt es den Schutzvorschriften des Urheberrechtsgesetztes, ohne dass es hierzu weiterer Mitwirkungshandlungen seitens des Urhebers bedürfte.

Problematisch ist es allerdings unter Umständen, den Nachweis der Urheberschaft auch erbringen zu können, da eine öffentliche Registrierung von Urheberrechtswerken, wie es sie etwa bei Marken oder Patenten gibt, nicht möglich ist.

Hier bieten sich nun verschiedene Möglichkeiten an:

Der Urheber kann bspw. sein Werk in körperlicher Form bei einer dritten Person, bspw. einem Notar oder Anwalt, hinterlegen. Dieser verwahrt das Werk und ist gleichzeitig Zeuge dafür, dass dieses Werk zu einem bestimmten Zeitpunkt dem Urheber zuzuordnen war. Dies ist natürlich mit entsprechenden Kosten verbunden.

Des weiteren bieten mittlerweile diverse private Anbieter einen Verwahrungsservice an, bspw. kann man im Wege einer Online-Hinterlegung den Urhebernachweis über die Existenz seines geistigen Eigentums an dem jeweiligen Werk zum Zeitpunkt der Hinterlegung führen. Auch dies ist in der Regel mit Kosten verbunden.

Ein "altmodischer" Weg besteht darin, das Werk in körperlicher Form unter Zeugen postalisch mittels Einschreiben/Rückschein an sich selber zu versenden (und das Schreiben danach tunlichst nicht mehr zu öffnen).

Darüber hinaus ist der Urheber, sollte es zu einem Rechtsstreit über das Urheberrecht kommen, in der Regel in der Lage, anhand der durchgeführten Arbeitsschritte auf dem Weg zum "fertigen" Werk (in Ihrem Fall evtl. Kompositionsschritte) seine Urheberrechte glaubhaft zu machen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten rechtlichen Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz
Rechtsanwalt
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