Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Urheberrechte übertragen


27.10.2007 13:46 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe vor einiger Zeit einen Songtext für eine bereits vorhandene Show eines anderen Autors geschrieben, den ich ihm gern "schenken" würde. Ich möchte meine Urheberrechte auf ihn übertragen - sprich, er soll mit dem Text so verfahren können, als wenn es sein eigener wäre und ich möchte namentlich nicht genannt werden. Ist das möglich und wie wäre ggf. das Procedere?

Vielen Dank.
27.10.2007 | 14:06

Antwort

von


252 Bewertungen
Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
E-Mail:
Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Sie bleiben als Urheber des Liedtextes immer der Urheber. Sie können also Ihre Urheberstellung nicht übertragen.
2.Sie können aber auf einen Dritten Exklusivnutzungsrechte übertragen. Gemäß § 31 Abs. 1 UrhG können Sie mittels eines Vertrages auf einen Dritten ausschließlich die Nutzungsrechte für bestimmte Bereiche übertragen. Das ausschließliche Nutzungsrecht berechtigt den Dritten, das Lied bzw. den Text unter Ausschluss aller Personen – also auch Ihnen, sofern das nicht anders vereinbart wurde – zu nutzen und weitere Nutzungsrechte einzuräumen. Sie sollten dabei genau bestimmen, für welche Nutzungsarten dieses Recht gelten soll, z.B. können Sie das exklusive Nutzungsrecht für die Veröffentlichung im Internet einräumen und die Rechte für die Verwendung in einem Buch einem Anderen einräumen, § 31 Abs. 3, 4, 5 UrhG.
3.Sie sollten auch eine angemessene Vergütung vereinbaren. Sollten Sie das nicht tun, läuft der Vertragspartner immer Gefahr, dass er zu einem späteren Zeitpunkt zu einer angemessenen Zahlung herangezogen wird, § 32 Abs. 3 UrhG.
4.Sie können den entsprechenden Vertrag selbst aufsetzen. Ich würde Ihnen aber empfehlen, dies einem Rechtsanwalt zu übertragen, um Fehler oder unzureichende Regelungen zu vermeiden.




Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Diep, Rösch & Collegen
Fürstenstraße 3
80333 München
Tel: (089) 89 33 73 11 / (089) 45 75 89 50

info@anwaeltin-heussen.de
Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


Nachfrage vom Fragesteller 27.10.2007 | 15:02

Vielen Dank für die auführliche Antwort. Ist denn für die Übertragung der Nutzungsrechte zwingend ein Vertrag notwendig, oder wäre auch eine notariell belaubigte Urkunde mit nur meiner Unterschrift aussreichend? - Der Hintergrund dieser Frage ist, dass ich den Text in dieser Art und Weise im wahrsten Sinne des Wortes verschenken möchte.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.10.2007 | 15:58

Da eine notarielle Urkunde a) wesentlich teurer und b) mit wesentlich mehr Aufwand verbunden ist, ist die normale vertragliche Regelung für Sie einfacher. Sie müssen auch keinen schriftlichen Vertrag anfertigen. Es ist aber für den Dritten, der dann den Text nutzt, von Vorteil, wenn er nachweisen kann, dass er den Text rechtmäßig benutzt. Somit würde ich immer zu einer schriftlichen Fixierung raten.

Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

252 Bewertungen

Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Erbrecht, Kaufrecht, Urheberrecht, Internet und Computerrecht, Miet und Pachtrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60124 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde verständlich und ausführlich beantwortet. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Klar und unumwunden im Ganzen zu empfehlen ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antworten auf meine Fragen waren ausführlich und verständlich. ...
FRAGESTELLER