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Urheberrechte an Inhalten einer Vereinshomepage

25.03.2008 20:48 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

gut 2 ½ Jahre habe ich mich ehrenamtlich, d.h. aus reiner Gefälligkeit, um die Homepage einer Sportabteilung gekümmert. Quasi aus dem Nichts habe ich diese Homepage, deren Layout vom Hauptverein vorgegeben war, inhaltlich mit Material gefüllt. Über diese Website hatte ich sozusagen die alleinige Verfügungsgewalt. Die Fotos, Videofilme und Texte, die ich zum Füllen der Seiten nutzte, habe ich fast alle selbst erstellt und bearbeitet. Ich habe niemals den Auftrag erhalten Filme und Fotos für die Abteilung zu machen, sondern diese sind ausschließlich aus meiner Eigeninitiative heraus entstanden. Zwischen mir und der Abteilung gab es niemals irgendwelche Verträge und Vereinbarungen, weder schriftlicher Natur, noch in mündlicher Form. Es wurde halt allgemein hingenommen, dass ich die „Homepagepflege“ betreibe. Die einzige offizielle Handlung war, dass ich im Vorfeld beim Hauptverein eine Datenschutzerklärung unterschreiben musste. Damit erklärte ich mich meines Wissens lediglich bereit, die allgemeinen Datenschutzbestimmungen einzuhalten. Ungefähr 6 Monate, nachdem ich die Arbeit an der Homepage aufgenommen habe, wurde ich als Pressewart/Internetbeauftragter in den Vorstand gewählt, dieses Amt legte ich aber nach kurzer Amtszeit (10 Monate) wieder ab. Die „Homepagepflege“ blieb anschließend in meinen Händen.
Als ich mich allerdings, zum wiederholten Male, sehr über eine bestimmte Vorgehensweise in dieser Abteilung ärgerte und ich mich nun mit dieser absolut nicht mehr identifizieren kann, habe ich die Inhalte der Homepage komplett gelöscht. Ich will meine „Arbeit“ eben nicht länger zur Verfügung stellen!
Jetzt allerdings wurde eine neue Website dieser Abteilung ins Internet gestellt und ohne mein Einverständnis benutzen sie weiterhin Videofilme und Fotos von mir. Nachdem ich den betreffenden Autor dieser Seiten schon schriftlich darauf aufmerksam gemacht habe, bekam ich die Antwort, dass ich erst einmal die Rechte an diesen „Werken“ nachweisen müsse und ich, was die genauen Rechte an meinem Material angeht, auch einem Irrtum unterliege und völlig falsch informiert bin. Angeblich würde gewisses Material von mir bei der Abteilungsleitung vorliegen. Fakt ist, dass ich natürlich einigen Abteilungsmitgliedern ähnliche Videos auf DVD (nur zum privaten Gebrauch) teilweise verschenkt und teilweise auch gegen eine geringe Aufwandsentschädigung (ca. 1,-- €) ausgehändigt habe. Bei den Filmen, die im Internet zu sehen sind, handelt es sich allerdings eigens von mir, extra fürs Internet, bearbeitete und hergestellte Werke, von denen ganz sicher niemals irgendjemand Kopien von mir persönlich erhalten hat.

Nun stellen sich bei mir folgende Fragen:
Liege ich wirklich falsch mit meiner Meinung, dass ich die Urheberrechte an den Bildern und Videoaufnahmen besitze?
Muss ich ungefragt hinnehmen, dass mein Material für die neue Homepage genutzt wird?
Kann es sein, dass ich durch die Veröffentlichungen meinerseits (sei es im Internet, oder auf DVDs) mein Zugeständnis für eine weitere öffentliche Zugänglichkeit längst gemacht habe?
Habe ich durch meine Arbeit als Vorstandsmitglied automatisch die Nutzungsrechte an die Abteilung abgegeben, oder ist dies geschehen, als ich einen Essensgutschein, als Anerkennung, entgegen genommen habe?
Wie beweise ich denn meine Rechte an den Filmen und Bildern? Ich besitze natürlich die Originalaufnahmen und in meinem Computer befinden sich immer noch die bearbeiteten Originalquellen dieser Werke, allerdings habe ich es nie wirklich für nötig gehalten ein Copyright anzubringen (was vielleicht ein Fehler war?). Außerdem empfinde ich die Forderung von diesem Menschen, mein Urheberrecht nachzuweisen, als reine Provokation, da jeder in dieser Abteilung weiß, dass die Filme von mir sind.
Wie kann ich weiter vorgehen, wenn ich im Recht sein sollte und sich der neue Autor der Seiten trotzdem weigert dies anzuerkennen?

Eigentlich möchte ich mich gern gütlich einigen und nicht so ein großes Procedere veranstalten. Mit welchen Mitteln und Worten kann ich einer größeren Auseinandersetzung aus dem Wege gehen, um zu erreichen, dass die Urheberrechte an den Fotos und Videofilmen anerkannt und diese entsprechend aus der Homepage gelöscht werden.

Ich hoffe sehr, dass sie mir helfen können und bedanke mich schon einmal im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

25.03.2008 | 22:36

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und gemäß der Höhe Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Sie haben das volle Urheberrecht an den selbst erstellten Texten, Bildern und Filmen.

Sie müssen es nicht hinnehmen, daß diese ohne Ihr Einverständnis verwendet werden.

Durch Ihre Veröffentlichung haben Sie auch kein implizites Einverständnis gegeben.

Sie haben auch nicht durch die Arbeit als Vorstandsmitglied Nutzungsrechte abgegeben, auch nicht durch die Entgegennahme von Entgelt.

Der Nachweis Ihrer Urheberschaft ist leider schwer zu führen. Hierfür bräuchten Sie idealerweise Zeugen, allerdings ist es auch sehr hilfreich, wenn Sie die unbearbeiteten Originalquellen haben, da normalerweise nur der Urheber diese Daten hat.
Ideal wären auch Upload-Protokolle.

Leider kann ich Ihnen nur raten, die Gegenseite mit Fristsetzung aufzufordern, die entsprechenden Inhalte zu löschen. Wenn die Frist versäumt wird sollten Sie einen Anwalt hinzuziehen.

Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


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