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Urheberrecht bei Nachhilfe

08.01.2019 15:52 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

ich habe bisher privat Nachhilfe für Studenten gegeben und würde gerne mehr Studenten erreichen.

Daher habe ich mich entschlossen, eine Website zu erstellen, auf der ich Materialien, Erklärvideos und Beispielaufgaben veröffentlichen bereitstellen möchte.

Da sich die Nachhilfe dabei auf eine bestimmte Vorlesung bezieht, bin ich unschlüssig wie die Rechtslage hinsichtlich des Urheberrechts des Dozenten aussieht.

Ich habe für den Kurs ein zusammengefasstes Skript komplett selbst erstellt, dabei aber die Gliederung der Vorlesung übernommen (damit sich die Studenten leichter zurecht finden) und natürlich die entsprechenden Fachbegriffe. Sonst habe ich, wie beschrieben, alles selber neu aufbereitet.
Die Beispielaufgaben, die ich bereitstelle, basieren auf alten Klausuraufgaben, die auf der Uniseite des Kurses vom Dozenten selber veröffentlicht sind, sind aber abgewandelt, also andere Zahlen, Antwortmöglichkeiten etc., wiederkehrende Formulierungen habe ich aber übernommen (wie z.B. "geht auf dem betrieblichen Bankkonto ein").
In den Videos erkläre ich einfach nur mein selbst erstelltes Skript und rechne meine Beispielaufgaben vor.

Ich habe momentan die Überlegung, den Zugang zu diesen Materialien zu schützen und
a) den Zugang zu allen Materialien von mir (Zusammenfassung + Aufgaben + Videos) für x € zu verkaufen.
b) den Zugang zu allen Materialien von mir (Zusammenfassung + Aufgaben + Videos) auf Nachfrage kostenlos bereitzustellen und Werbung zu schalten und Spenden zu nehmen

Meine Frage ist, ob ich mit meinen Zusammenfassungen, meinen Beispielaufgaben oder den Videos das Urheberrecht des Dozenten verletze und ob es einen Unterschied zwischen Fall a und b gibt.

Ich würde gerne wissen, was von den Zusammenfassungen, Beispielaufgaben und Videos kritisch ist, und was ich bedenkenlos auch ohne Zustimmung des Dozenten veröffentlichen kann (wenn überhaupt).

08.01.2019 | 16:31

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist es so, dass auch eine bloße Gliederung rechtlich geschützt ist, solange diese die nötige Schöpfungshöhe erreicht. Dafür gibt es keine festen gesetzlichen Kriterien. Je umfangreicher jedoch die Gliederung ist, desto eher besteht der urheberrechtliche Schutz und eine Zustimmung des Dozenten wäre erforderlich.

An den zusammengefassten Inhalten haben Sie hingegen selbst ein Urheberrecht erworben.

Zwischen den beiden Fallvarianten a) und b) besteht kein Unterschied hinsichtlich der Bewertung des Vorliegens einer Urheberrechtsverletzung. In beiden Varianten wäre eine Zustimmung erforderlich, da die Verletzungshandlung an die bloße Vervielfältigung anknüpft und nicht an die Entgeltlichkeit. Ob Sie Geld für die Materialien verlangen, hat daher keinen Einfluss darauf, ob eine Verletzung des Urheberrechts vorliegt. Der gewerbliche Vertrieb ist jedoch ein Kriterium für die Bestimmung der Höhe des Schadensersatzes, falls Sie ohne Zustimmung die Materialien weitergeben. Der Schadensersatz fällt in der Regel erheblich höher aus, wenn Sie für die Materialien Geld verlangen.

Daher ist mein dringender Rat, den Dozenten um Zustimmung zu fragen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt


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