Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Urheberrecht an einer Übersetzung von 1910

23.01.2008 08:14 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden


In einem kleinen Verlag wird geplant, die ursprünglich in französischer Sprache verfasste Autobiographie einer bekannten Persönlichkeit des 18. Jahrhunderts neu herauszugeben. Dies soll in einer Bearbeitung (Studienausgabe) geschehen, die den Text der vergriffenen deutschen Erstauflage von 1910 eines Berliner Verlages zunächst dezidiert wörtlich und ungekürzt übernimmt. Der Text umfasst die Autobiographie des Autors, die von dem Herausgeber der Erstauflage von 1910 aus dem Französischen übersetzt wurde und die Kommentare des Herausgebers. Der Text soll jedoch mit zusätzlichem Bildmaterial und einem erklärenden Vorwort ergänzt werden. Statt der Frakturschrift des Originals von 1910 soll eine heute besser lesbare Schrifttype verwendet werden.

Die Urheberrechte des Autors der ursprünglich französischen Autobiographie waren nach heutigem Recht im Jahre 1910 schon erloschen. Der ursprüngliche Text war also 1910 schon gemeinfrei. Die Übersetzung ins Deutsche durch den Herausgeber und die Kommentare des Herausgebers jedoch sind noch nicht gemeinfrei, da hier die Frist von 70-Jahren ab Todesjahr des Urhebers (Herausgebers) noch nicht verstrichen ist.

Die Auflage von 1910 und Folgeauflagen sind seit langem vergriffen, was den Verlagsvertrag von 1910 beendigt haben könnte, da der Verlag seiner Verpflichtung zur Veröffentlichung nicht nachkam (?).

Der Berliner Verlag hat in einer anderen Stadt einen Nachfolger (vermutlich Rechtsnachfolger?) ähnlichen Namens, der inzwischen mit einem anderen Verlag fusionierte.

Frage: Wer hat heute das Copyright für die Übersetzung des autobiographischen Textes durch den Herausgeber und für die Kommentare des Herausgebers? Erlischt das Copyright eines Verlages mit dem Vergriffensein der Auflage oder erlischt es mit dem Urheberrecht des Urhebers (in diesem Fall des Herausgebers)? Oder hat der Nachfolgerverlag (wenn er der Rechtsnachfolger ist) automatisch und heute noch das Copyright für das 1910 erschienene und längst vergriffene Buch? Gibt es eine Datenbank, der man entnehmen kann, welcher Verlag welches Copyright besitzt?

Mit bestem Dank für Ihre Mühe

23.01.2008 | 09:43

Antwort

von


(1133)
Kurfürstendamm 70
10709 Berlin
Tel: 03036445774
Web: http://www.rechtsanwalt-weber.eu
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und gemäß der Höhe Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Das Urheberrecht an der Übersetzung hat der Übersetzer, das Urheberrecht an der Kommentierung hat der Kommentator.

Die Nutzungsrechte an der Übersetzung und den Kommentaren muß dem Verlag von den Urhebern eingeräumt werden und wurde es aller Wahrscheinlichkeit nach auch. Diese Nutzungsrechte erlischen vorbehaltlich anderer Vertragsregeln mit dem Urheberrecht, also 70 Jahre nach dem Tod des Übersetzers bzw. des Kommentators.
Soweit die Nutzungsrechts nicht erloschen oder aufgrund Vertragsregeln zurückgefallen sind, liegen sie bei dem nunmehr fusionierten Verlag.

Weiter hängt es von dem Vertrag zwischen Übersetzer und Verlag bzw. Autor und Verlag ab, ob eine Nicht-Neuauflage bzw. ein Vergriffen-sein zum Erlöschen der Nutzungsrechte führt. Jedoch ist es meines Erachtens fahrlässig, eine solche Erlöschensklausel einfach anzunehmen.

Damit hängt es von dem Todestag des Übersetzers bzw. des Kommentators sowie dem genauen Vertragswortlaut ab, ob der Verlag noch die Nutzungsrechte hat.

Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


ANTWORT VON

(1133)

Kurfürstendamm 70
10709 Berlin
Tel: 03036445774
Web: http://www.rechtsanwalt-weber.eu
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Kaufrecht, Mietrecht, Urheberrecht, Internet und Computerrecht, Vertragsrecht, Grundstücksrecht, Medienrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 89377 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles super ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr freundlich und zuverlässig und kompetent. Zeitnahe und auch ausführliche Antworten, die mir sehr weitergeholfen haben. Herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER