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Urheberrecht Produkttext & Bilderklau

19.03.2019 09:33 |
Preis: 65,00 € |

Internationales Recht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich betreibe einen Onlineshop. Ein Mitbewerber hat einen kompletten Produkttext der mein Gedankengut ist kopiert und in sein Onlineshop eingefügt, zugleich hat er auch ein Bild dieses Produktes von meiner Webseite kopiert mein Wasserzeichen entfernt und sein Logo eigefügt.

Wir haben diesen Gewerbetreibenden schriftlich abgemahnt und um Auskunft geben mit Nachweis wieviel deren besagter Produkte verkauft hat um den Schadenersatz zu berechnen (Nur für Produkttext). Die Auskunft ohne jegliche Beweise war, das er noch keine Produkte verkauft hat.

Für das Bild habe ich habe ich einen Schadensersatz von 1240€ §97 angesetzt mit der Begründung (310€ Lizenzgebühr + 50% da im Onlineshop genutzt um Gewinn zu erwirtschaften + 100% da ohne Bildquellennachweis.

Nun verlangt der Anwalt genauer darzulegen wie sich das Honorar für das Bild zusammen setzt, sowie nach welcher Art ich geltend machen möchte. Zudem verlangt er einen Nachweis das ich Eigentümer des Bildes bin!

Nach wie vor wurde uns die geforderte Unterlassungserklärung noch nicht zugesendet.

Sprich, wie reagiere ich bzw. was kann ich forden bzw. was muß ich wie offen legen.

Sehr geehrter Fragensteller,

1) Mit LG Frankfurt/Main, Urteil vom 20.02.2008, Az. 2-06 O 247/07 gilt:

"Soweit der Beklagte die Urheberschaft des Klägers an den Texten bestritten hat, wird diese vorliegend nach § 10 Abs. 1 UrhG jedenfalls vermutet. Dabei kann offenbleiben, ob das auf Zeugen basierende Beweisangebot des Klägers für die Urheberschaft an den Texten im Schriftsatz vom 6.7.2007 hinreichend konkret ist. Auf die im Verfahren der einstweiligen Verfügung abgegebene eidesstattliche Versicherung, die zum Vollbeweis grundsätzlich nicht geeignet ist, sowie den vom Kläger angeführten »Link« der Deutschen Nationalbibliothek, der keine eigenständigen Informationen enthält, sondern direkt zur Homepage des Klägers führt, kommt es ebenfalls nicht an; Gleiches gilt für den unsubstantiierten Verweis auf eigene Archivurkunden bzw. den Datenbestand seines Computers. Die Vermutung der Urheberschaft gemäß § 10 Abs. 1 UrhG kann auf einen Copyright-Vermerk gestützt werden, sofern dieser Vermerk eine natürliche Person – zumindest auch – namentlich angibt (vgl. Dreier/Schulze, 2. Aufl., § 10 Rn. 13). Dies ist hier der Fall. Der Copyright-Vermerk weist die »…« aus. Dabei handelt es sich um das einzelkaufmännische Gewerbe des Klägers, der alleiniger Inhaber und Betreiber ist. "

Es reicht also bereits das Foto mit "Wasserzeichen" als Beweis aus. Zumindest, wenn dieses Ihnen eindeutig zugeordnet werden.

Sonst geht es um die Vorlage der Originaldatei etc.. Fotoserien, Zeugen, Einstellungsdaten auf Webseiten usw..

Außergerichtlich muss man aber an sich dem Gegner auch keinen Beweis erbringen. Das sind eher "Fingerübungen" des Kollegen zwecks Verunsicherung.

2) Die Höhe des Schadensersatzes richtet sich an unterschiedlichen Berechnungsmöglichkeiten aus.

Wenn man wie hier die Lizenz wählt, ist der Wert an Qualität des Fotos, Werbeeffekt, Verwendung, Dauer der Nutzung, Anzahl der Seitenaufrufe usw. zu bemessen.

Werte um die 1.000,00 € sind im gewerblichen Bereich nicht zu beanstanden.

Falls Sie mögen, vertrete ich Sie gerne außergerichtlich gegen den Gegner. Ich sende Ihnen ein entsprechendes Angebot.

Ansonsten freue ich mich über eine Bewertung mit 5,0.

Mit freundlichen Grüßen
RA Saeger

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