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Urheberrecht - Internetseiten


05.02.2005 19:28 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo

Ich habe folgendes Problem:
Eine Verein der die Urheberrechte von mehreren Künstlern überwacht, hat auf meiner Internetseite, eine Seite mit der deutlichen Überschrift: „Kopie berühmter Maler“ entdeckt. Auf dieser Seite sollten jedoch nur meine künstlerischen Möglichkeiten dargestellt werden, ohne das die Bilder zum Verkauf angeboten wurden. Meine Homepage läuft unter der Bezeichnung ...-Galerie. Die bemängelte Internetseite wurden nur für private Zwecke verwendet.
Nach dem ich aufgefordert wurde, unter Hinweis auf Urheberrechtsverletzung, die angesprochenen Bilder zu beseitigen kam ich dieser Aufforderung sofort nach.

Frage:

1. Der Verein fordert von mir eine „Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung“ abzugeben, in der bei Unterlassung ein Betrag von 6000 € genannt wird. Soll oder muss ich unterschreiben?
2. Ich habe ein Schreiben abgesandt in dem ich die sofortige Löschung der entsprechenden Internetseite und das Vorhandensein zweier Bilder bestätigt habe. Ich habe jedoch keine unterschriebene Erklärung abgegeben.
3. Was passiert, wenn ich den gesetzten Termin verstreichen lasse?
4. Welche Kosten könnten entstehen.
5. In der Unterlassungserklärung wird verlangt, dass ich unterschreibe sämtlichen Schaden zu ersetzen, der entstanden ist oder noch entstehen wird. Kann ich so etwas unterschreiben, ohne zu wissen wie groß der zu erwartende Betrag ist?
6. Spielt für eine eventuelle Schadensberechnung die Bildgröße, Anzahl und Veröffentlichungszeitraum in Internet eine Rolle? Muss ich entsprechende Angaben machen?
7. Kann ein Anwalt bei dieser offensichtlichen Urheberrechtsverletzung etwas bewirken?

Wie soll ich mich weiter verhalten?
Ich wäre um eine schnelle Antwort dankbar.

Besten Dank
Sehr geehrter Ratsuchender,

teilen Sie dem Verein mit, dass die KÜNFTIG die Bilder nicht verwenden werden. Teilen Sie aber ebenso deutlich mit, dass Sie weder Kosten noch Schadensersatz leisten werden, da es nicht Ihre Absicht war, irgendwelche Rechte zu verletzen.

Grundsätzlich kann Ihr Verhalten zwar eine Verletzung des Urheberrechtes darstellen. Allerdings sind in letzter Zeit eine Vielzahl von dubiosen Vereinen gerade zu diesem Thema "aus dem Boden geschossen", um durch solche Erklärungen Geld zu verdienen. Dem müssen Sie entgegentreten, soll es nicht ein Fass ohne Boden werden.

Die Sache ist zwar nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und bei widerrechtlichem Verstoß wären Sie sogar dazu verpflichten, Größe, Anzahl pp. zu nennen, um einen Schaden ermitteln zu können. Aber so, wie Sie den Fall hier schildern, würde ich davon nicht ausgehen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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