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Unzulässiges Papier während der Klausur benutzt - Täuschungsversuch?

26. Oktober 2020 18:36 |
Preis: ***,00 € |

Schule, Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von


17:28

Zusammenfassung:

Ein Täuschungsversuch im prüfungsrechtlichen Sinne liegt vor, wenn mit unlauteren Mitteln versucht wird, auf die Prüfungsleistung Einfluss zu nehmen.

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin, sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

in einer Klausur wurde mir das Papier zu Prüfung vorgegeben, jedoch habe ich aufgrund Nervosität eigens mitgebrachtes Papier mitbeschrieben und dieses am Ende der Prüfungszeit mit abgegeben. Nun wird mir seitens der Prüfungsaufsicht ein Täuschungsversuch unterstellt.
Dieser angebliche Täuschungsversuch wurde bereits der externen Prüfungskommission mitgeteilt, worauf ich einen Anruf mit Bitte zur Stellungnahme bekam.

Wie sollte ich mich verhalten? Sollte ich hinsichtlich einer Stellungnahme und des Prüfungsergebnisses abwarten, einen Anwalt hinzuziehen oder direkt Handeln?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

26. Oktober 2020 | 19:23

Antwort

von


(1321)
Bertha-von-Suttner-Straße 9
37085 Göttingen
Tel: 0551 707280
Web: http://rkm-goettingen.de/gero-geisslreiter-verwaltungsrecht
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich empfehle, dass Sie sagen, wie es gewesen ist: Aus Nervosität haben Sie auch mitgebrachtes Papier beschrieben. Ein Rechtsanwalt wird in diesem Stadium noch nicht benötigt. Möglicherweise gibt es auch gar keine Regelung, dass gestelltes Papier benutzt werden müsste.

Ein Täuschungsversuch liegt vor, wenn mit unlauteren Mitteln versucht wird, auf die Prüfungsleistung Einfluss zu nehmen. Das kann ich hier nicht erkennen. Es sei denn, man würfe Ihnen vor, dass das mitgebrachte Papier als Spickzettel gedient hätte. Das wäre aber eine bloße Unterstellung. Auch für den Vorwurf eines Täuschungsversuchen bedarf es greifbarer Anhaltspunkte.

Nach meiner Einschätzung dürften Sie nichts zu befürchten haben. Sie sollten aber offen mit der Angelegenheit umgehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben, und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Gero Geißlreiter
Fachanwalt für Verwaltungsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 11. November 2020 | 16:44

Sehr geehrter Herr Geißlreiter,

ich danke Ihnen für Ihre ausführliche Antwort. Im weiteren Verlauf schrieb ich eine persönliche Stellungnahme zu dem Sachverhalt. Der Fall wurde jedoch vom Prüfungsamt als Täuschungsversuch gewertet. Dies wurde durch einen Paragraphen in der bestehenden Prüfungsordnung untermauert, welcher das mitgebrachte Papier als unzulässiges Hilfsmittel kategorisiert.

Ich möchte Sie in diesem Zusammenhang noch einmal fragen, ob es sinnvoll ist, bei dieser Entscheidung Widerspruch einzulegen und einen Anwalt einzuschalten?
Können Sie mir außerdem mitteilen, welches Rechtsgebiet der Anwalt in meinem Fall vertreten sollte?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11. November 2020 | 17:28

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn es eine ausdrückliche Regelung in einer Prüfungsordnung gibt, ist diese zunächst einmal von Bedeutung. Gleichwohl kann nur anhand sämtlicher Umstände des Einzelfalles und in Kenntnis der Prüfungsordnung verlässlich eingeschätzt werden, ob ein Widerspruch hinreichende Aussicht auf Erfolg verspricht. Die Behörde hat den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu wahren.

Das Prüfungsrecht ist ein Teilgebiet des Verwaltungsrechts. Es ist daher zu empfehlen, einen auf Verwaltungsrecht spezialisierten Rechtsanwalt beizuziehen.

Beste Grüße von Gero Geißlreiter, Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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