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Unwissend Auto mit falschem Tachostand verkauft, muss ich den Wagen zurücknehmen?


08.04.2006 08:59 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
im Februar 2003 sah ich im Internet bei mobile.de ein Auto mit einem Kilometerstand von 99000 km. Wenig später kaufte ich den Wagen. Der Tacho zeigte nun 102000 km an. Heute, nach gut drei Jahren, hat der Wagen einen Kilometerstand von 206000. Ich wollte den Wagen verkaufen, weil sich die Reparaturen häuften - brachte aber zuvor alle vorhanden Mängel in einer Firmenwerkstatt in Ordnung. Ich fand einen Händer, der mich bereits am Telefon fragte, ob dieser Wagen checkheftgepflegt sei. Ich verneinte, fügte aber hinzu, dass ich in der Zeit, da ich das Auto hatte, alle Originalquittungen von Reparaturen und Inspektionen zur Verfügung stellen würde, aus denen der genaue Kilometerstand erkennbar wäre. Der Käufer teilte mir mit, dass man dieses Auto sowieso nicht mehr in Deutschland verkaufen könne, sondern nur im Ausland. Es kam zu einem förmlichen Kaufvertrag. Bereits einen Tag später rief er mich an und teilte mir mit, dass eine Käuferin den Wagen in einer Merzedes-Niederlassung testen ließ, wonach ihr bescheinigt wurde, dass das Auto bereits 380000 km gefahren sei. Ich war gründlich schockiert und bedauerte meinem Käufer gegenüber diesen Sachverhalt. Er bestand darauf, dass ich das nun bereits abgemeldete Fahrzeug wieder schadlos zurücknehmen müsse. Gerade darin besteht meine Rechtsunsicherheit: Bin ich dazu verpflichtet, habe ich doch mit gutem Wissen und Gewissen gehandelt. Zum andern haben wir einen rechtsgültigen Vertrag geschlossen. Zudem hat er wissentlich auf ein Checkheft verzichtet, indem er mir mitteilte, er würde dieses Fahrzeug nur im Ausland verkaufen können.
Für eine Rechtsaufklärung wäre ich Ihnen sehr dankbar!
Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes nachfolgend summarisch beantworte:

Ein Wandelungsrecht des Käufers besteht dann, wenn der Unterschied der tatsächlichen Laufleistung des Autos zum Tachostand einen Sachmangel darstellt. Das wäre dann der Fall, wenn der Tachostand von 206000 als vertraglich vereinbarte Beschaffenheit zu werten ist.

Zur Beurteilung muss die mit dem Käufer getroffene Vereinbarung genau geprüft werden.

Für eine solche Vereinbarung spräche zum Beispiel,

wenn der Kilometerstand im Vertrag angegeben ist
oder,
wenn Ihr Angebot, die Originalquittungen vorzulegen, „…AUS DENEN DER GENAUE KILOMETERSTAND erkennbar wäre…“, in den Vertrag mit aufgenommen worden ist.

Wenn dem so ist, wäre aber auch zu prüfen, ob Sie als Privatperson durch einen vom Händler als Käufer gestellten Kaufvertrag mit allgemeinen Geschäftsbedingungen benachteiligt worden sind und aufgrund dessen eine Unwirksamkeit hinsichtlich einer eventuell vereinbarten Laufleistung in Betracht kommt.


Der Kaufvertrag muss also genau geprüft werden. Ich rate Ihnen, deswegen einen Kollegen vor Ort aufzusuchen. Gerne können Sie auch mich mit der Prüfung des Vertrages beauftragen und mir über die e-mail- Funktion das Dokument uploaden.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen.

Ergänzend weise ich auf folgendes hin:
Die Auskunft im Rahmen dieses Forums kann nur die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind, umfassen. Daneben können weiterere Tatsachen von Bedeutung sein, die im Einzelfall auch zu einem völlig anderen Ergebnis führen können Verbindliche Empfehlungen darüber, ob und gegebenenfalls wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, sind nur im Rahmen der Erteilung eines Mandats möglich.

Für eine weitere Vertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Iris Lemmer-Krueger
-Rechtsanwältin-


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