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Unwiderrufliche Verfügung zugunsten Dritter auch für Erben nicht zu widerrufen?

05.11.2009 07:45 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Meine Tante ist letztes Jahr im Juni verstorben. Leider hatten wir die letzten Jahre keinen Kontakt mehr. Meine Tante hatte nur noch Kontakt zu meinen 2 Cousinen.
Nun liegt ein Testament vor was u.a., mich zur Erbin macht.
Wir haben am (26.06.08) bei der Sparkasse sofort alle Verträge zugunsten Dritter und alles weitere widerrufen.Auf der "Verfügung zu Gunsten Dritter für den Todesfall" hat die Sparkassenmitarbeiterin handschriftlich vermerkt " Vertrag wurde durch die Erben Widerrufen Bitte Vertrag löschen!" Unterschrift und Datum: 26.06.08 14,00Uhr
In dem Vertrag steht nun als Begünstigte einer meiner Cousinen (nicht im Testament berücksichtigt) und es ist angekreuzt "Diese Vereinbarung erfolgt unwiderruflich". Unterschrieben wurde der Vertrag von meiner Tante und meiner Cousine.

Am 09.07.08 hat mir meine Cousine dann unaufgefordert Unterlagen u.a. eben das Sparbuch zugeschickt.
Um so mehr fielen wir nun aus den Wolken als heute ein Fax eines Rechtsanwaltes bei uns einflatterte in dem er uns auffordert das Sparbuch wieder an meine Cousine auszuhändigen damit sie sich das Geld einstreichen kann.

Nun meine Fragen:
1) Wenn ich das richtig recherchiert habe ist die Verfügung zugunsten Dritter durch den Passus "unwiderruflich" auch für uns Erben nicht zu widerrufen, oder?

2) Müßte doch die Sparkasse die Gesetzeslage auch kennen und das wissen, warum dann dieser handschriftliche Vermerk?

3) Hat meine Cousine nicht eventuell Ihr Recht auf das Geld verwirkt indem sie uns das Sparbuch aushändigte (ist immerhin schon mehr als 1 Jahr her)

4) Sollte Ihr das Geld zu stehen welche Ansprüche haben wir Erben lt. Testament dann noch?

Das Geld auf dem Sparbuch ist alles was noch vorhanden ist da im Mai 2008 noch eine Größere Summe (was wenn man den Betrag vom Sparbuch dazurechnet die Hälfte des Erbes ausmacht)€ vom Konto abgehoben wurden, wo angeblich niemand weiß (obwohl meine Cousine zugibt mit bei der Bank gewesen zu sein) wo das Geld hin ist.
Das Geld was zum Todeszeitpunkt noch auf dem Konto war reichte gerade noch für die Beerdigungskosten. Wertgegenstände gab es in der Wohnung auch keine mehr und Schmuck auch nicht.


-- Einsatz geändert am 05.11.2009 07:53:22

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

ich bedanke mich für das Einstellen Ihrer Frage, welche ich Ihnen gerne wir folgt beantworten möchte:

Zutreffend ist Ihre Annahme, dass Sie eine unwiderruflich Verfügung zugunsten Dritter auf den Todesfall in diesem Falle nciht widerrufen können. Sie hätten lediglich die Möglichkeit gehabt, das Schenkungsangebot des Erblassers zu widerrufenm bevor Ihre Cousine Kenntnis von ihrer Begünstigung erlangte. Dies war Ihnen jedoch nicht möglich, da die Cousine bereits zu Lebzeiten der Tante von der begünstigenden Verfügung Kenntnis hatte.

Es ist davon auszugehen, dass auch die Bankmitarbeiterin entsprechende Rechtskenntnisse hatte. Dies hilft Ihnen jedoch nunmehr auch nicht weiter.

Die Möglichkeit , welche sich Ihnen jetzt noch bietet, ist diejenige, dass Sie als Erbe Auskunft von der Bank verlangen können, welche Vermögenswerte kurz vor dem Tod der Tante noch auf deren Sparbüchern und Konten vorhanden waren.Zu dieser Auskunft ist die Bank verpflichtet. Auch sollten Sie dort nachfragen, wer eventuell kurz vor dem Tod der Tante noch über das Konto verfügt hat und dort eventuell Abhebungen vorgenommen hat.

Hierfür und für die weitere Durchsetzung Ihrer rechtlichen Interessen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Yvonne Müller
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 05.11.2009 | 08:27

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Diese Auskünfte haben wir bereits von der Bank und daher wissen wir das ausser dem Sparbuch nur noch ein Konto vorhanden ist.
Von diesem Konto wurde knappe 4 Wochen vor Tod der Tante eine größere Summe abgehoben. Meine Cousine (die eine umfassende Vollmacht besaß) gibt zu bei der Abholung dabei gewesen zu sein, wisse aber nicht wo das Geld hin sei. ;-)

Steht mir im Fall des Sparbuches ein Pflichtteilsergänzungsanspruch zu? ( gesetzliche Erben wären die beiden Cousinen, mein Bruder und ich)

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.11.2009 | 10:51

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne möchte ich Ihre Nachfrage beantworten, wie folgt:

Ob Sie Ansprüche (Pflichtteilsansprüche) hinsichtlich des Sparbuches haben, hängt davon ab, ob es sich hierbei um eine wirksame Verfügung zugunsten Dritter auf den Todesfall handelte. Falls dem so ist - wovon ich anch Ihren Schilderungen ausgehe - dann fällt das Sparbuch nicht in den Nachlass und ist somit auch bei der Berechnung von Pflichtteilsansprüchen nicht zu berücksichtigen.

Gerne können Sie mir jedoch Ihren Schriftverkehr mit dem Anwalt zukommen lassen, damit ich die Angelegenheit für Sie begutachten kann.

Mit freundlichen Grüßen

Yvonne Müller
Rechtsanwältin

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