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Unvollständiges Testamnet


25.02.2007 12:45 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Nach dem Tod meiner Mutter ist das das Testament(meiner Eltern) vom Amtsgericht Dotmund eröffnet worden. Mein Vater ist in 2004 gestorben. Meien Schwester und ich sind erbberechtigt. Die Seite 1 regelt den Grundbesitz. Die zweite Seite ist im Testament nicht zu finden. Die regelt die Geldwerte. Es liegt meiner Schwester jedoch ein Entwurf dieser Seite vor, die genau wie beim Grundbesitz eine Verteilung von 1/3 zu 2/3 zugunsten meiner Schwester vorsieht. Gilt diese Regelung, auf die meine Schwester sich stützt ,immer noch? Der Notar, der das Testament gefertigt hat, kann auf Nachfragen diese zweite Seite auch nicht mehr finden.Vermutlich Bürofehler.Das Testament ist von 1997. Sind Zahlungen(20.000 Euro) meiner Mutter im Jahre 2005, also nach dem Tod meines Vaters, an meinen Schwager nicht auch schon Teil der Erbmasse und müssten Berücksichtigung finden ?
Mit freundlichem Gruß
Cerekwicki

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Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Teile eines öffentlichen Testaments aufgrund eines Bürofehlers des Notars verlorgen gehen, sind Amtshaftungsansprüche gegenüber dem Notar denkbar. In Ihrem Fall dürfte jedoch der Nachweis Ihres Schadens problematisch sein.

Ich gehe bei der Beantwortung Ihrer Frage davon aus, daß ein gemeinschaftliches, aber trotz der fehlenden Seite offenbar rechtsgültiges Testament vorliegt. Auf der fehlenden Seite befinden sich nicht die Unterschriften Ihrer Eltern und des Notars, diese befinden sich auf einer nachfolgenden Seite.

Ich weise zunächst darauf hin, daß auch ein offensichtlich lückenhaftes Testament hierdurch nicht unwirksam ist. Es ist vielmehr eine Auslegung zugunsten der Wirksamkeit vorzunehmen. Bei der Auslegung ist der wirkliche Wille der Erblasser zum Zeitpunkt der Testamentserrichtung zu erforschen. Hierbei kann sich ihre Schwester zu ihren Gunsten aller zulässigen Beweismittel bedienen.

Für die Auslegung ist der Iherer Schwester vorliegende Entwurf der fehlenden Seite ein maßgebliches Indiz, zumal die Verteilung dieselbe Quote wie beim Grundbesitz vorsieht, dessen Verteilung feststeht.

Ihre Schwester würde dann auch hinsichtlich der Geldwerte als zu 2/3 bedacht gelten.

Gäbe es diesen Entwurf nicht, und wäre auch sonst keine Aufklärungsmöglichkeit gegeben, würde für die Geldwerte die gesetzliche Erbfolge gelten. Bei zwei Kindern je 1/2.

Möglicherweise ist der Entwurf Ihrer Schwester als Testament anzusehen. Ist dieser handgeschrieben und weist dieser Unterschriften auf?

Hinsichtlich der Zahlungen Ihrer Mutter an Ihren Schwager im Jahre 2005 ist sehr wahrscheinlich - je nach Inhalt des gemeinschaftlichen Testaments - von einer sog. beeinträchtigenden Schenkung auszugehen. Es besteht ein Anspruch ggü. Ihrem Schwager auf Herausgabe. Dieser Anspruch verjährt in drei Jahren von dem Anfall der Erbschaft an.

Bitte beachten Sie, daß genaue Aussagen von mir erst nach Kenntnis aller maßgeblichen Umstände getroffen werden können. Insbesondere müßte ich mir das Testament und den Ihrer Schwester vorliegenden Entwurf anschauen.

Ich stehe Ihnen insoweit gerne im Rahmen einer Mandatserteilung zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Wolfrum
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.04.2007 | 12:51

Guten Tag, vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage. Der Entwurf enhält übrigens keinerlei Hinweise. Schreibmaschine ohne Zeichen, auch nicht vom Notar.Mittlerweile liegt ein Wertgutachten des Gutachterauschusses der Stadt Dortmund vor, die den Wert des Hauses auf 390.000 € beziffern. So war es im Testament meiner Eltern verfügt worden. " Der Wert des Hauses soll ermittelt werden..." Der Gutachterausschuss legt den Verkehrswert jedoch auf 270.00 € fest. Was gilt denn nun für die Berechnung nach 1/3 zu 2/3? Der wirkliche Wert oder der Verkehrswert?
Um eine schnelle Beantwortung wäre ich sehr dankbar.
Mit freundlichem Gruß
Cerekwicki

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.04.2007 | 12:29

Der wirkliche Wert entspricht dem Verkehrswert.
Dieser, und nicht etwa ein Steuerwert o.ä., ist maßgebend.

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