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Unvollständige / beschädigte Rücksendung nach Widerruf


31.01.2018 14:48 |
Preis: 25,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich bin ein Händler auf Ebay. Ein Kunde widerrief den Kauf eines Kurbelsets für ein Rennrad. Auf dem Rückweg wurde das Päckchen leicht beschädigt. Eine Kante riss auf und ein Kurbelarm ging wohl auf dem Rücksendeweg verloren.

Der Kunde pocht auf Rückerstattung des vollen Kaufpreises. Laut Gesetz stehm ihm das auch zu. Da der Kunde jedoch das Paket nicht versichert zurück geschickt hat und mir damit die Möglichkeit genommen hat, den Schaden beim Versanddienstleister geltend zu machen verneine ich bis jetzt seine Forderungen. Denn aus meiner Sicht hat der Kunde nachlässig gehandelt indem er eine Regulierungsverweigerung seitens Versanddiensleister billigend in Kauf genommen hat und das Paket nicht versichert hat.
Zudem wurde die Rücksendung schlecht verpackt, der noch vorhandene Kurbelarm lag einfach lose drin. Der Kunde argumetiert, er hätte die gleiche verpackung verwendet in der er den Artikel auch erhalten hat. Der Unterschied aus meiner Sicht liegt aber darin, dass ich die Kurbelarme in Wellenpappe eingewickelt und die Enden abgeknickt habe. Dadurch wäre ein Rausfallen quasi unmöglich. Dies sehe ich auch als Nachlässigkeit des Kunden.

Trotzallem habe ich dem Kunden eine Kulanzzahlung vom 50% des Kaufpreises angeboten. Dies wurde abgeleht. Der Kunde wollte etwa 80 % des Kaufpreises erstattet haben, das habe ich widerrum abgelehnt

Fragen:
1) Muss ich den Kaufpreis vollstängig oder teileweise erstatten?
2) Muss ich mir Sorgen wegen einer Klage machen?
31.01.2018 | 15:14

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich tragen Sie als Händler das Versandrisiko und damit auch den Schaden, wenn der Artikel auf dem Rückversand zum Händler verloren geht oder beschädigt wird.
Der Käufer (Verbraucher) trägt die Beweislast dahingehend, dass die Ware auch wirklich zurückgesendet wurde.
Der Händler trägt die Beweislast dahingehend, dass der Schaden an der Ware bzw. der Verlust der Ware darauf zurückzuführen ist, dass sie vom Käufer nicht ausreichend verpackt wurde. Kann der Händler diesen Beweis führen, so muss der Käufer den Schaden tragen.

1. Wenn Sie tatsächlich , etwa durch den E-Mail-Verlauf, beweisen können, dass der Kunde die Ware zwar mnit den bereits zuvor verwendeten Materialien verpackt hat, jedoch die Verpackung nicht ordnungsgemäß erfolgt ist, so muss der Kunde den Schaden tragen.

2. Wenn Sie dem Kunden nur einen Teil des Kaufpreises erstatten, kann es selbstverständlich sein, dass der Kunde den Klageweg beschreiten wird. Dies wird sicherlich auch von der Höhe des Schadens abhängen.
Wie das Gericht die Beweisantritte bewerten wird, kann ich aufgrund der hier vorliegenden Informationen derzeit jedoch nicht anschätzen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 31.01.2018 | 15:36

Was ist mit dem Argument, dass der Kunde die Artikel nicht versichert zurück geschickt hat?

So nach dem Motto "Man könnnte ja theoretisch ein Parzellanteller ungepolstert in ein Briefumschlag legen und als Brief zurück senden, denn was juckt es mich, der Händler trägt das Versandrisiko."

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.02.2018 | 09:53

Sehr geehrter Fragesteller,

soweit der versicherte Versand nicht mit dem Kunden vereinbart war, so darf er frei wählen, wie und mit wem er die Ware versendet.

Ich bedaure, Ihnen keine erfreulichere Antwort geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen


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