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Unverschuldeter Unfall - Wer trägt die Gutachterkosten?

06.05.2008 23:46 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Mein parkendes KFZ wurde am 30.1. angefahren. Der Unfallgegner beging Fahrerflucht. Der Unfallhergang wurde von einem Zeugen beobachtet und der Polizei gemeldet. Nachdem ich von der Polizei benachrichtigt wurde, habe ich den Unfall der KFZ-Versicherung des Unfallgegners gemeldet. Man sagte mir am Telefon, ich solle Fotos, einen Kostenvoranschlag sowie meine Bankverbindung einreichen. Nach dem von einer VAG-Fachwerkstatt eingereichten Kostenvoranschlag sollten die Reparaturkosten bei 1.165 € liegen. Zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit wurde vorerst nur ein Blinker repariert. Am 6.3. hatte der Unfallgegner nach Auskunft seiner Versicherung den Schaden noch nicht gemeldet. So verzögerte sich die Angelegenheit. Auf telefonische Anfrage der Versicherung wurde mitgeteilt, dass nach Kostenvoranschlag abgerechnet werden solle. Grund für meine Entscheidung war, dass der Kostenvoranschlag am Unfallort (ca. 180 km von meinem Wohnort entfernt) erstellt wurde, ich das Fahrzeug jedoch an meinem Wohnort vollständig reparieren lassen möchte. Am 2.4.08 meldete sich ein Gutachter der Dekra bei mir und wollte mein Fahrzeug im Auftrage der Versicherung des Unfallgegners sichten. Da sich das Fahrzeug sich zu dem Zeitpunkt im Brüssel befand, konnte letztendlich nach Rückkehr des Fahrzeuges aus Belgien am 11.4. ein Gutachten erstellt werden. Dieses Gutachten wurde mir am heutigen Tage (6.5.) von der gegnerischen Versicherung zugestellt. Nach dem Gutachten wurde von der Versicherung am 28.3. dem Gutachter der Auftrag erteilt. Das Fahrzeug des Unfallgegners wurde am 1.4. begutachtet. Schaden lt. Gutachten an meinem Fahrzeug = 529 € Brutto/ 444,54 € Netto. Lt. Gutachten sollen mehrere Vorschädigungen am Kotflügel, wie Kratzer und eine kleine Delle (der Audi Avent ist 13 Jahre alt) vorhanden gewesen sein. Schrammbewegungen am Frontstoßfänger konnten dem Unfallereignis (fälschlicherweise) nicht zugeordnet werden. Die Gutachterkosten von insgesamt 650,18 € wurden von den Nettoreparaturkosten in Abzug gebracht. Die Versicherung hat großzügig auf eine Rückzahlung der restlichen Gutachterkosten verzichtet. Die Versicherung ist also nicht bereit, auch nur einen Cent für den verursachten Schaden ihres Versicherungsnehmer zu zahlen.

Meine Frage:
Sind von mir die Kosten des von der Versicherung des Unfallgegners beauftragten Gutachters (für beide Fahrzeuge) zu tragen und bleibe ich auf meinen Schaden sitzen? Der Versicherungsnehmer der Versicherung hat zweifelsfrei den Unfall verursucht. Hierfür gibt es einen Zeugen. Sie hat auch vor Einschaltung des Gutachtern den Schaden nicht angezweifelt. Hätte sie nicht allein aus Gründen der Schadensminderungspflicht zunächst einen eigenen weiteren Kostenvoranschlag vorschlagen/einholen müssen?

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworten möchte:

Vorbehaltlich einer konkreten Prüfung des Schriftverkehrs ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschildung jedenfalls kein Rechtsgrund dafür ersichtlich, daß Sie die Gutachterkosten zu tragen haben. Die Gutachten wurden nicht von Ihnen veranlasst, sondern von der Versicherung des Unfallgegners. Dieser hat den Unfall, nach Ihrer Schilderung, alleine verursacht - mithin gehen die Kosten der Gutachten auch nicht zu Ihren Lasten und durften daher auch nicht von den erstatteten Reparaturkosten in Abzug gebracht werden.

Ich empfehle Ihnen, einen Anwalt mit der Durchsetzung Ihrer Forderung zu betrauen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für Rückfragen und die weitere Vertretung delbstverständlich gerne zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Hotline: (0170) 380 5395

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Nachfrage vom Fragesteller 07.05.2008 | 00:07

Ich glaube, dass mir die HUK Versicherungsbetrug unterstellen will. Dass war jedoch nie meine Absicht. Ich habe einfach von solchen Reparaturkosten keine Ahnung. Kann der von der Fachwerkstatt wohl zu hoch angesetzte Kostenvoranschlag mir als Versicherungsbetrug zur Last gelegt werden? Mein Problem ist auch: Ich bin auch bei der HUK24 KFZ, Hausrat und Rechtschutz versichert. Meine Rechtschutzversicherung würde sicherlich Kostendeckung bei Einschaltung eines Rechtsanwaltes nicht zusagen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.05.2008 | 00:16

Ob man Ihnen Versicherungsbetrug vorwerfen kann, vermag ich aus Ihrer Schilderung nicht zu ersehen. Im Streitfall müsste dieser aber nachgewiesen werden - die Beweislast liegt bei der Versicherung.

Daß Sie bei derselben Versicherung rechtsschutzversichert sind, darf Ihnen nicht zum Nachteil gereichen. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen berichten, daß die HUK Rechtsschutz Versicherung auch Deckungszusagen für Klagen gegen die HUK Haftpflicht erteilt - das muß sie sogar, wenn die Klage Aussicht auf Erfolg hat.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




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