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Untervermietung einer Einzimmerwohnung


19.03.2007 22:31 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

folgende Sachlage liegt vor:

Meine Lebensgefährtin und ich sind sehr kurzfristig zusammengezogen, da sie eine Stelle zum 01. April angenommen hat. Da meine Wohnung sehr klein ist (22 qm, Ein-Zimmer, nur mit einer Person zu beziehen) und sie bisher 400km entfernt von mir wohnte, mussten wir schnell eine neue Wohnung mieten.

Meine alte Wohnung habe ich zum 01. Juni gekündigt. Da ich Student bin und mir zusätzliche zwei Mieten nicht leisten kann, würde ich die Wohnung gerne bis zum Ablauf des Vertrages an einen sehr guten Freund, der nun ebenfalls hier her zieht, untervermieten.

Habe ich ein Recht darauf, ( Stichwort: "besonderes Interesse"?) oder könnte der Vermieter dies ohne Begründung ablehnen? Oder ist es auch möglich meinen Freund als Besuch durchgehen zu lassen, da es nur für acht Wochen wäre und ich die Wohnung wegen des Telefonanschlusses weiter nutzen würde, aber nicht darin übernachten würde?

Vielen Dank für ihre Mühe.
19.03.2007 | 23:41

Antwort

von


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81827 München
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Web: www.Gabriele-Koch.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Ein Besuch kommt nach der Rechtsprechung für maximal 6 Wochen in Betracht.

Was Sie unter „weiter nutzen“ verstehen, ist mir leider nicht ganz klar, gerne können Sie zur Klarstellung die kostenlose Nachfragefunktion verwenden.

Handelt es sich um eine Untervermietung gem § 553 BGB (bei nur teilweiser Nutzung oder unselbständigen Gebrauch durch den Bekannten) besteht ein berechtigtes Interesse aus wirtschaftlichen Gründen, sofern nicht in der Person Ihres Bekannten irgendwelche Einwände liegen.

Wenn Sie die Wohnung allerdings räumen und der Bekannte die gesamte Wohnung selbständig alleine bewohnt, wäre das eine Gebrauchsüberlassung gem. § 540 BGB. In diesem Fall besteht kein Rechtsanspruch auf Zustimmung seitens des Vermieters, sondern lediglich ein Sonderkündigungsrecht mit gesetzlicher Frist im Falle der Ablehnung, was Ihnen aber nicht weiter hilft, weil das Mietverhältnis ja ohnehin gekündigt ist.

Ich hoffe, Ihnen damit eine Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 21.03.2007 | 13:05

Vielen Dank für ihre schnelle Antwort.
Mit weiter nutzen ist gemeint, dass ich, da mein Telefonvertrag ebenfalls noch einige WOchen läuft und ich sowohl auf Telefon als auch auf Internet angewiesen bin, täglich noch für ein paar Stunden in der Wohnung bin.

Desweiteren würde ich gerne wissen, was schlimmstenfalls passiert, wenn ich die Wohnung ohne Erlaubnis untervermiete?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.03.2007 | 16:04

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie sich täglich mehrere Stunden in der Wohnung aufhalten und auch noch Sachen dort haben, wird es wohl eher ein unselbständiger Gebrauch nach § 553 BGB sein. Da besteht dann auch ein berechtigtes Interesse an der Zustimmung.

Wird ohne Erlaubnis untervermietet, kann der Vermieter abmahnen, aus wichtigem Grund fristlos kündigen und Schadensersatzansprüche geltend machen. All dies wird wahrscheinlich keine Rolle spielen, weil das Mietverhältnis ohnehin gekündigt ist. Wenn der Vermieter deshalb allerdings einen Anwalt beauftragt, müssen Sie damit rechnen, die Anwaltskosten tragen zu müssen. Ganz ohne Risiko ist das also nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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