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Unterstellung von Versucheten Ladendiebstahl


19.04.2005 03:41 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geerhte Damen und Herren,

Ich ging bei einem Drogeriemarkt einkaufen. Ich wollte 2 Lippenstifte einkaufen. DIese waren aber nicht mit Preis beschildert also ging ich zur Kasse um nach den Preis zu Fragen doch es War ein Stück 8 Euro also entschied ich mich für einen. Denn anderen bringte ich nicht wieder zurück sondern legte ich an einem falschen Platz. Ich ging dann zur Kasse umd die Ware zu bezahlen. Dann draußen hielt mich der ladendetektiv und wollte das ich Ihn in seinen Büro folge. Er unterstellte mir das ich die Ware versucht habe es zu klauen als ich Ihn bemerkte entschied ich mich dann um. Dann füllte er ein Blatt und ich soll es Unterschreiben ich war so geschockt worauf ich es unterschrieb was noch schlimmer ist ich habe keine Kopie erhalten, dann wollte er 30 Euro von mir haben aber ich habe es auch nicht bezahlt, wieso denn auch ich hatte kein absicht zu klauen. Die Verkäuferinen kennen mich doch weil ich fast Täglich da einkaufen.

Ich kann doch eine tat nicht zugeben das ich garnicht begangen haben. Klar ich könnte die tat zugeben und reue zeigen nur damit der staatsanwalt vieleicht das verfahren einstellt. Aber der detektiv kann ja mit jeden es so machen.

Ich bin selbst verkäuferin bei nein Kaufhaus. ich habe noch nie in mein leben was zu schulden kommen lassen.

Ich weis das ich ein fehler gemacht habe in dem ich bei denn detektiv unterschrieben habe. Er hat mich auch Psychisch unter druck gestellt.

Was raten Sie mir, soll ich ein Anwalt einschalt oder Wie soll ich mich verhalten. Bitte um ein antwort ich versteh die welt nicht mehr!

Was soll ich denn machen

Vielen Dank

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Sehr geehrte(-r) Fragesteller(-in),

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Sie teilen in Ihrer Sachverhaltsdarstellung den aktuellen Verfahrensstand leider nicht mit. Ich unterstelle deswegen einmal, daß sich die Staatsanwaltschaft bei Ihnen schon gemeldet hat bzw. dies nun ansteht.

Mit der Unterschrift haben Sie sich leider sehr unklug verhalten. Sie ist eine Art Schuldeingeständnis. Es wird schwierig sein, die StA von Ihrem Sachvortrag (Schock) zu überzeugen, schon wegen des sehr geringen Wertes der angeblich gestohlenen Sache.

Sie können das Kaufhaus natürlich auffordern, Ihnen einen Kopie des "Diebstahlsprotokolls" zukommen zu lassen, um die Beweissituation zu verbessern.

Falls die StA die Angelegenheit weiterverfolgt, spricht allerdings viel für eine Einstellung des Verfahrens, da, wie Sie mitteilten, Sie diesbezüglich sich noch nie etwas haben zuschulden kommen lassen. Die entsprechenden Paragraphen für eine Einstellung des Verfahrens sind:


§ 153 Nichtverfolgung von Bagatellsachen
(1) 1Hat das Verfahren ein Vergehen zum Gegenstand, so kann die Staatsanwaltschaft mit Zustimmung des für die Eröffnung des Hauptverfahrens zuständigen Gerichts von der Verfolgung absehen, wenn die Schuld des Täters als gering anzusehen wäre und kein öffentliches Interesse an der Verfolgung besteht. 2Der Zustimmung des Gerichts bedarf es nicht bei einem Vergehen, das nicht mit einer im Mindestmaß erhöhten Strafe bedroht ist und bei dem die durch die Tat verursachten Folgen gering sind.

(2) 1Ist die Klage bereits erhoben, so kann das Gericht in jeder Lage des Verfahrens unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft und des Angeschuldigten das Verfahren einstellen. 2Der Zustimmung des Angeschuldigten bedarf es nicht, wenn die Hauptverhandlung aus den in § 205 angeführten Gründen nicht durchgeführt werden kann oder in den Fällen des § 231 Abs. 2 und der § 232 und § 233 in seiner Abwesenheit durchgeführt wird. 3Die Entscheidung ergeht durch Beschluß. 4Der Beschluß ist nicht anfechtbar.


bzw.


§ 153a Vorläufiges Absehen von Klage; vorläufige Einstellung
(1) 1Mit Zustimmung des für die Eröffnung des Hauptverfahrens zuständigen Gerichts und des Beschuldigten kann die Staatsanwaltschaft bei einem Vergehen vorläufig von der Erhebung der öffentlichen Klage absehen und zugleich dem Beschuldigten Auflagen und Weisungen erteilen, wenn diese geeignet sind, das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung zu beseitigen, und die Schwere der Schuld nicht entgegensteht. 2Als Auflagen oder Weisungen kommen insbesondere in Betracht,
1. zur Wiedergutmachung des durch die Tat verursachten Schadens eine bestimmte Leistung zu erbringen,
.....

3Zur Erfüllung der Auflagen und Weisungen setzt die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten eine Frist, die
in den Fällen des Satzes 1 Nr. 1 bis 3, 5 und 6 höchstens sechs Monate, in den Fällen des Satzes 1 Nr. 4
höchstens ein Jahr beträgt. 4Die Staatsanwaltschaft kann Auflagen und Weisungen nachträglich aufheben
und die Frist einmal für die Dauer von drei Monaten verlängern; mit Zustimmung des Beschuldigten kann
sie auch Auflagen und Weisungen nachträglich auferlegen und ändern. 5Erfüllt der Beschuldigte die
Auflagen und Weisungen, so kann die Tat nicht mehr als Vergehen verfolgt werden. 6Erfüllt der
Beschuldigte die Auflagen und Weisungen nicht, so werden Leistungen, die er zu ihrer Erfüllung erbracht
hat, nicht erstattet. 7§ 153 Abs. 1 Satz 2 gilt in den Fällen des Satzes 1 Nr. 1 bis 5 entsprechend.

(2) 1Ist die Klage bereits erhoben, so kann das Gericht mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft und des Angeschuldigten das Verfahren bis zum Ende der Hauptverhandlung, in der die tatsächlichen Feststellungen letztmals geprüft werden können, vorläufig einstellen und zugleich dem Angeschuldigten die in Absatz 1 Satz 1 und 2 bezeichneten Auflagen und Weisungen erteilen. 2Absatz 1 Satz 3 bis 6 gilt entsprechend. 3Die Entscheidung nach Satz 1 ergeht durch Beschluß. 4Der Beschluß ist nicht anfechtbar. 5Satz 4 gilt auch für eine Feststellung, daß gemäß Satz 1 erteilte Auflagen und Weisungen erfüllt worden sind.
Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de

Nachfrage vom Fragesteller 19.04.2005 | 11:12

Sehr geherte Herr RA,

vielen Dank für Ihren Antwort,

da der Fall am 14.04.2004 liegt, habe ich noch nichts von polizei oder Staatsanwalt gehört.

ich kriege doch bestimmt eine anhörungsbogen von der Polizei. soll ich das denn genau erzählen un dhoffen das der Staatsanwalt mir glaubt, oder soll ich es schreiben das ich es getan habe (weil ich es nicht nachweisen kann?)Was raten Sie mir. ich will keine eintragung in meinen führungszeugnis weil das hat nachteile für meinen b eruf.

Mit freundlichen grüßen

Lany

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.04.2005 | 11:17

1) Bleiben Sie bei Ihrer Sachverhaltsschilderung! Denn trotz der unklugen Unterschrift muss man Ihnen eine Straftat beweisen und nicht umgekehrt!

2) Also für eine Eintragung in das Führungszeugnis ist der Ihnen gegenüber erhobene Vorwurf wirklich zu gering, da müssen Sie sich keine Sorgen machen.

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