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Unterschriftenfälschung für einen Kreditvertrag

08.08.2012 11:22 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


12:42
Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist mir zwar peinlich aber nicht mehr zu ändern.
Ich habe die Unterschrift meines Noch Ehemanns auf Kreditvertrag gefälscht.
Ich bin der Hauptkreditnehmer. Höhe des Kredites 40.000€.
Diese wurden auf sein Konto ausgezahlt.
Die Raten wurden immer pünktlich bezahlt, doch als ich mich von meinem Mann trennte ging das nicht mehr.
Der Kredit ist mit meinem Haus abgesichert, ( das Haus steht auch schon zur Versteigerung aus.)welches in naher Zukunft verkauft wird. Für 62.000€
Die gesamtforderung der Bank beläuft sich im Moment auf 60.000€.
Mein Noch Mann hat die Unterschrift angefochten und nun soll gegen mich ermittelt werden.
Mit welcher Strafe mus ich rechnen?
Ist besser im Vorfeld zu gestehen oder abzuwarten bis etwas von der Staatanwaltschaft kommt?

Vielen Dank im vorraus.
08.08.2012 | 11:58

Antwort

von


(265)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Anhand des von Ihnen beschriebenen Sachverhalts besteht die Möglichkeit, dass Sie eine Urkundenfälschung begangen haben. Jedoch möchte ich bereits zu Anfang darauf hinweisen, dass nicht jede Unterschriftenfälschung einer Urkundenfälschung gleichkommt. Mithin ist nicht jede Unterschriftenfälschung strafbar.

Um genau prüfen zu können, ob Sie sich strafbar gemacht haben, wären wesentlich tiefgehendere Sachverhaltskenntnisse erforderlich.

Demzufolge kann ich Ihnen auch nicht dazu raten, sofort irgendetwas zu gestehen oder einzuräumen, ohne dass ein Rechtsanwalt zuvor Akteneinsicht genommen hat bzw. Sie ausführlich beraten hat.

Möglicherweise ist die Tat auch verjährt!

Ich rate Ihnen dringend dazu, sich anwaltlich vertreten zu lassen. Der Kollege kann Akteneinsicht für Sie nehmen und genau erkennen, welche Beweismittel der Staatsanwaltschaft vorliegen. Anhand der näheren Unterlagen kann dann beurteilt werden, ob Sie sich strafbar gemacht haben bzw. ob Ihnen eine solche Straftat überhaupt nachgewiesen werden kann. Von voreiligen Geständnissen oder Sachverhaltsangaben kann ich Ihnen nur dringend abraten. Sie haben ein Aussageverweigerungsrecht, da Sie offenkundig Beschuldigte in einem Strafverfahren sind. Zu vorschnellen Geständnissen sollten Sie sich demzufolge nicht hinreißen lassen.

Sollten Sie sich tatsächlich strafbar gemacht haben, so hängt das Strafmaß unter anderem davon ab, ob Sie vorbestraft sind bzw. mit welchen Straftaten Sie vorbestraft sind. Unterstellt, Sie sind bislang nicht vorbestraft, so gehe ich davon aus, dass Sie entweder mit einer Verurteilung zu einer hohen Geldstrafe oder sogar einer Freiheitsstrafe auf Bewährung rechnen müssten. Die Freiheitsstrafe auf Bewährung würde bedeuten, dass Sie nicht inhaftiert werden würden, es sei denn, Sie würden innerhalb der Bewährungszeit erneut straffällig werden. Sollten Sie bislang nicht vorbestraft sein, so gehe ich nicht davon aus, dass Sie zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt werden würden.

Allerdings dürfen Sie ein solches Ermittlungsverfahren keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Wie bereits dargestellt, sollten Sie sich anwaltlich vertreten lassen, gegebenenfalls stünde Ihnen sogar ein Pflichtverteidiger zu.

Ich hoffe, Ihnen in dieser Angelegenheit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen alles Gute!


Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass im Rahmen dieser Plattform nur eine erste Einschätzung des Sachverhalts, basierend auf Ihren Angaben, möglich ist. Sofern hier relevante Angaben hinzugefügt oder weggelassen worden sind, kann die rechtliche Einschätzung auch völlig anders aussehen. Den Gang zu einem Berufskollegen vor Ort kann und will diese Plattform nicht ersetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 08.08.2012 | 12:21

Vielen Dank für ihre schnelle Beanwortung.

Ist es ratsam, jetzt sofort einen Anwalt einzuschalten oder abzuwarten bis es zu einer Anzeige kommt!
Bisher hat mir die Bank nur mitgeteilt das auch meine Unterschriften geprüft werden würden!
Und das da so einiges auf mich zukommen könnte!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.08.2012 | 12:42

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich können Sie natürlich das weitere Vorgehen der Bank abwarten.

Vermutlich ist davon auszugehen, dass die Bank diesen Sachverhalt nicht auf sich beruhen lassen wird und es zu Ermittlungen der Staatsanwaltschaft kommen könnte. Ein Rechtsanwalt kann sie auch jetzt schon dahingehend beraten, welches weitere Vorgehen anhand der konkreten Umstände, die mir hier nicht bekannt sind, sinnvoll wäre. Dies könnte je nach Lage (evtl. Verjährung usw.) womöglich auch zu Ihrer Beruhigung beitragen. Zudem kann eine rechtzeitige Beratung durch einen Anwalt insofern helfen, als Sie dann nicht womöglich im ersten Schrecken Angaben machen, die Sie nicht machen müssten und so Ihre Lage unnötig verschlechtern. Ihnen entsteht keinesfalls ein Nachteil, wenn Sie sich bereits jetzt an einen Anwalt wenden. Ich persönlich würde Ihnen dazu raten.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt
www.zimmlinghaus.de

ANTWORT VON

(265)

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54296 Trier
Tel: 06514628376
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