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Unterschriftenfälschung: Selbstanzeige auf falschen Namen


| 20.06.2007 07:05 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Bisher bin ich (30/w) noch nie mit Polizei oder Gesetz in Konflikt geraten. Aber nun habe ich großen Bammel:
Eine Bekannte von mir (mit der ich verkracht bin) hatte im Zeitraum 11/04 bis 06/06 Einnahmen aus Schwarzarbeit. Das Finanzamt wußte natürlich nichts davon.
Aus meinem Haß heraus habe ich letzte Woche eine sog. Selbstanzeige auf ihren Namen an das Finanzamt geschrieben, wo ich diese Einnahmen gemeldet habe. Selbstanzeigen sind für Steuersünder eine Möglichkeit, der harten Fahndung wegen Steuerhinterziehung zu entgehen bzw. die Folgen abzumildern.

Um alles möglichst glaubwürdig zu machen, habe ich ihre Unterschrift nachgeahmt bzw. gefälscht.
Falls das Finanzamt die Spur aufnimmt und bei ihr die hinterzogenen Steuern einfordert, könnte meine Bekannte dahinter kommen, daß ich diesen Stein ins Rollen gebracht habe.
Nun meine Frage: wie ist die Rechtslage, was kann mir im schlimmsten Fall passieren, falls sie mich anzeigt oder mir die Polizei schickt etc.? Immerhin habe ich die Unterschrift gefälscht….
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:

Ihre Bekannte könnte Sie anzeigen wegen Urkundenfälschung gemäß § 267 StGB. Urkundenfälschung kann mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden.

Wenn Sie noch nicht vorbestraft sind, so bietet es sich an, auf eine Einstellung des Verfahrens hin zu wirken. Voraussetzung ist jedoch, dass der Beschuldigte geständig ist.

Sollte eine Einstellung des Verfahrens nicht in Betracht kommen, so wird zunächst eine Geldstrafe verhängt werden.

Bei einer Erststrafe beträgt diese meist 40 Tagessätze.

Sie sollten abwarten, bis Sie Nachricht von Polizei oder Staatsanwaltschaft bekommen und dann zunächst einen Kollegen mit der Akteneinsicht beauftragen. Je nachdem wie die Beweislage ist, kann dann über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 25.06.2007 | 14:13

Zu meinem o.g. Fall habe ich eine Nachfrage.
Könnte es soweit kommen, daß eine Wohnungsdurchsuchung bei mir gemacht wird? Etwa, um den PC zu untersuchen. Oder ist wegen Geringfügigkeit nicht von solch großen Ermittlungen auszugehen?
Im Voraus vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.06.2007 | 12:53

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage. Ich schätze die Wahrscheinlichkeit, dass ein richterlicher Durchsuchungsbefehl erlassen wird, als eher gering ein.

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