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Unterschrift für Überweisung gefälscht - jetzt werde ich erpresst!

| 20.04.2013 00:57 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Urkundenfälschung durch genehmigte Unterschrift

Ich habe im März 2010 von meinem Lebensgefährten eine Unterschrift für eine Überweisung gefälscht. Die Überweisung war von seinem Sparbuchkonto auf sein GiroKonto. Er selbst hatte mich angewiesen dies zu tun, weil er nicht selber zur Bank konnte. Ich habe von Ihm eine Kontokarte und die Pinnummer erhalten, damit ich von dem Girokonto immer Geld abholen kann. Nun droht er mich wegen Urkundenfäschung anzuzeigen, wenn ich ihn verlasse. Das Geld das ich immer vom Girokonto geholt habe, haben wir aber damals für uns und unsere Kinder zum Leben verbraucht. Es ging alles in Miete und Lebenshaltung drauf. es handelt sich um einen Betrag von EUR 5000. Hat er mich jetzt damit in der Hand und kann mich damit erpressen ? Kann er es bis zu einer Verurteilung treiben wenn ich ihn verlasse ?

Einsatz editiert am 20.04.2013 01:06:20

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Die Tat an sich ist eine Urkundenfälschung, denn Sie haben nicht mit eigenem Namen unterschrieben, sondern die Unterschrift gefälscht.

Eventuell könnte der Vorsatz entfallen oder ein Irrtum angenommen werden, jedoch wäre es hierfür erforderlich, dass Ihr Lebensgefährte das genauso aussagt. Wenn er Sie jetzt schon erpresst, so ist fraglich, ob er dann bei Gericht die Wahrheit sagen würde.

Allerdings ist dieses Delikt nicht als schwerwiegend anzusehen.

Sollte er Sie also erpressen, würde ich Ihnen sogar dazu raten, dass Sie ihn anzeigen wegen Nötigung (da Sie ja mit ihm zusammenbleiben sollen). In diesem Zusammenhang könnte es sein, dass die Staatsanwaltschaft dann Ihr Delikt auch verfolgt.
Ich würde Ihnen dann jedoch folgendes raten: Wenn Sie ihn anzeigen wollen, schalten Sie sofort einen Rechtsanwalt ein, sodass dann sofort mit der Polizei/Staatsanwaltschaft verhandelt werden kann.

Dann besteht eine gute Chance, dass das Verfahren gegen Sie eingestellt wird oder aber nur eine geringe Geldbuße folgt.

Ich würde nicht raten, diesen Schritt alleine zu gehen. Ich würde mich aber auch nicht erpressen lassen, denn so schlimm wären die Folgen nicht, alsdass Sie nicht den Schritt nach vorne wagen könnten!

Gerne stehen wir Ihnen im Rahmen eines gesonderten Auftrages zur Verfügung. Ich bin Fachanwältin in Strafrecht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
und Diplom-Ökonomin Dr. Corina Seiter, Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 20.04.2013 | 01:41

In der Tat habe ich vor ihn zu verlassen und das weiß er auch.
Er würde nie vor Gericht nicht die Wahrheit sagen. Die Nötigung seinerseits wäre ja nicht nachzuweisen.
Mit welcher Strafe hätte ich im schlimmsten Fall zu rechnen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.04.2013 | 11:01

Das Verfahren könnte gegen Sie wegen Geldauflage eingestellt werden, Sie könnten einen Strafbefehl mit Geldstrafe erhalten oder aber ein Gerichtsverfahren. Im Gerichtsverfahren gehe ich auch von Geldstrafe aus.

Die Höhe richtet sich nach Ihrem Einkommen und beträgt 1/30 des Nettoeinkommens (Unterhalt und besondere Belastungen sind abzuziehen). Verdienen Sie also 900 EUR netto, so beträgt dieser 30 EUR. Dieser Faktor wird multipliziert mit der vom jeweiligen Gericht/Staatsanwalt erdachten Strafe, also z.B. 20 Tagessätze * 30 EUR = 600 EUR Geldstrafe. Ich gehe hier von 20-30 Tagessätzen aus. Aber bedenken Sie: bereits bei 90 Tagessätzen steht dies in einem Führungszeugnis und Sie sind vorbestraft.

Daher nochmal der Rat: frühzeitig Anwalt einschalten, damit das Verfahren - notfalls gegen Geldauflage - eingestellt werden kann. Der Anwalt kann nämlich - was Sie nicht können - Akteneinsicht beantragen und dann mit dem Staatsanwalt verhandeln.

Viele Grüße Dr. C. Seiter

Bewertung des Fragestellers 22.04.2013 | 06:21

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Stellungnahme vom Anwalt:
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