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Unterschrift auf EC- / Kreditkarte

21.08.2018 22:05 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Kreditkarte unterschreiben

Hallo,

In meiner Schulzeit riet uns ein Lehrer, die EC-/Kreditkarte NIE auf der Rückseite zu unterschreiben. Hintergrund dazu war ein Gerichtsurteil. Danach wurde jemandem eine Kreditkarte gestohlen. Der Dieb hat damit eingekauft und fleissig beim Bezahlen die Unterschrift gefälscht (weil die Originalunterschrift ja auf der Karte war). Der ursprüngliche Besitzer konnte nicht nachweisen, dass die Unterschrift gefälscht war und somit blieb er auf dem Schaden sitzen.

Im Umkehrschluss hiess es, niemals die Karte zu unterschreiben, so dass der mögliche Dieb keine 'Kopie' der Originalunterschrift hat.

Das habe ich seitdem auch nie gemacht...

Der Inhaber einer grossen Tankstelle am Kirchheimer Dreieck hat mich einmal darin bestätigt und meinte, dass gerade ausländische LKW-Fahrer Ihre Karten oft nicht unterschrieben haben - aus dem gleichen Grund...

Daher meine Frage: Wie sieht es rechtlich aus? Ist es wirklich sinnvoller, die Karte nicht zu unterschreiben?

Oder evtl. (wie der genannte Tankwart meinte), statt der Unterschrift ein: 'Bitte nach dem Ausweis fragen' anzugeben?

21.08.2018 | 22:57

Antwort

von


(721)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das Problem haben nicht Sie, sondern der Laden. Wenn die Karte geklaut wurde und die Unterschrift gefälscht, lassen Sie die Lastschrift einfach zurückgehen. Der Laden muss dann nachweisen, dass die Unterschrift die richtige ist. Nur mit der Verwendung der PIN garantiert die Bank dem Händler die Zahlung.

Daher ist es falsch, die Karte eben nicht zu unterschreiben, denn dann kann er Dieb ja noch leichter die Karte verwenden - eigene Unterschrift drauf und schwupps verwendet, ohne dass es Schwierigkeiten gibt - und dann können Sie eben nicht einwenden, es war gar nicht Ihre Unterschrift!


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

ANTWORT VON

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