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Unterschlagung/Verletzung Postgeheimnis

22.06.2009 11:45 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag,

unser Sohn hat gleichzeitig mit der Vertretung als Zeitungsausträger auch die Vertretung für eine Postverteilung übernommen. Am Mittwochnachmittag erschien hier die Polizei und wollte den Kofferraum unseres Autos durchsuchen; mit diesem war unser Sohn allerdings unterwegs. Völlig ahnungslos fragte ich nach dem Grund und mir wurde mitgeteilt, dass unser Sohn Post unterschlagen habe, die sich bei uns im Kofferraum befinde. Am Dienstagnachmittag habe ich ihn mit einer Menge an Post wegfahren sehen, so dass ich total sprachlos war. Die Polizisten warteten bis er zurückkam und stellten tatsächlich noch etliche Briefe aus unserem Auto sicher, die er nicht verteilt hat. Zwischenzeitlich war auch der zuständige Leiter des Postunternehmens eingetroffen, dem die restlichen Briefe sofort übergeben wurden. Trotzdem wurde eine Zimmerdurchsuchung bei unserem Sohn durchgeführt, wobei allerdings keine Briefe mehr gefunden wurden. Nach dem angerichteten Chaos wurde mir dann "empfohlen", unserem Sohn beim Aufräumen zu helfen.
Dass unser Sohn einen riesengroßen dummen Fehler begangen hat, ist ihm spätestens zu diesem Zeitpunkt schmerzlich bewusst geworden. Er bereut diesen Fehler sehr und hat sich auch dafür entschuldigt. Allerdings ist Strafanzeige gestellt worden und am Freitag kam die polizeiliche Vorladung zur Vernehmung sowie zur erkennungsdienstlichen Aufnahme am Dienstag 23.06.
Wie lässt sich dieser "Schaden" noch begrenzen?
Kann auf irgendeine Weise noch eine Anklage und Verhandlung vermieden werden?
Ist es ratsam, einen Anwalt einzuschalten?
Wir sind sehr ratlos und brauchen dringend Hilfe.

Gracilis

22.06.2009 | 12:06

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Ich gehe davon aus, dass Ihr Sohn erstmals mit dem Strafgesetz in Konflikt geraten ist und sich bisher straffrei geführt hat.
Da der strafrechtliche Vorwurf nicht ernsthaft zu bestreiten ist, geht es bei Ihrem Sohn in der Sache um eine effektive Strafzumessungsverteidigung, d.h. um das Erreichen einer möglichst geringen Strafe bzw. der Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldbuße.

Sie sollten in jedem Fall einen Strafverteidiger beauftragen, der zunächst in der Sache zu orientieren wäre und den Vernehmungstermin auf ein anderes Datum verlegen sollte, nachdem er mit Ihrem Sohn und mit Ihnen gesprochen hat.
Ihr Sohn muss hier die Flucht nach vorn antreten, ein umfassendes Geständnis ablegen, Reue zeigen, den Ermittlungsbehörden darlegen, aus welchem Grund die Tat begangen worden ist, den eingetretenen Schaden wiedergutmachen. Letzteres stellt einen wesentlichen Strafmilderungsgrund dar.

Im Fall fehlender Vorstrafen Ihres Sohnes dürfte bei einer Anklageerhebung allenfalls mit einer Geldstrafe zu rechnen sein. Nähere Prognosen können aber seriöserweise ohne Kenntnis des ganzen Sachverhalts nicht abgegeben werden.

Die Einschaltung eines Verteidigers halte ich aber für unumgänglich.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.



Rechtsanwalt Karlheinz Roth

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