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Unterschlagung im Verein


| 24.02.2017 18:02 |
Preis: ***,00 € |

Vereinsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Rechtsanwälte,

in einem gemeinnützigen e.V mit mehreren Abteilungen, hat der Kassier einer Abteilung über mehrere Jahre hinweg das Abteilungsgeld unterschlagen. Nachdem der Fall bekannt wurde, hat die Vereinsvorstandschaft ca. ein halbes Jahr lang geheim gehalten, erst danach wurden die Abteilungsmitglieder unterrichtet. Laut Vorstand war es nicht möglich, vollständig zu klären wie viel Geld der Kassier insgesamt unterschlagen hat, zumal er (der Kassier) auch bei einem anderen Verein als Kassier tätig war. Er hat unterschiedlich große Summen zwischen den Vereinen hin und her geschoben und unzählige Abbuchungen für private Zwecke getätigt. Der Vereinsvorstand sagte, sie haben sich nach einem Gespräch mit dem Kassier schriftlich auf eine fünfstellige Summe geeinigt, welche der Kassier in monatlichen Raten zurückzahlen (Dauer ca. 4 Jahre) wird, aber Anzeige erstatten wollen sie nicht. Einige Mitglieder waren der Meinung, wenn nicht der Verein, dann müsste jemand anderes den Kassier anzeigen, denn nicht dass durch die vielfältigen geschäftlichen Tätigkeiten des Kassiers auch noch andere Personen zu Schaden kommen oder schon gekommen sind. Der Vorstand hat das ziemlich energisch abgelehnt, weil wie er sagte, durch die Bestrafung, könnte der Kassier nicht mehr zahlen und das wäre vereinsschädigend mit Konsequenzen für denjenigen der die Anzeige erstattet.

Frage: Wer darf oder sogar soll den Kassier anzeigen ? Muss EIN Mitglied irgendwelche Konsequenzen vom Verein befürchten , wenn er/sie den Kassier anzeigt.

Für Ihre Antwort bedanke ich mich schon im Voraus und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

eine Strafanzeige kann von jeder Person erstattet werden, die Kenntnis von einem Sachverhalt hat, der einen Straftatbestand erfüllt hat bzw. haben könnte.

Das kann ein Vereinsmitglied sein, muss es aber nicht.

Grundsätzlich ist die Anzeige nicht sanktionswürdig. Allerdings ist die Auffassung des Vorstands eine außergerichtliche Einigung zu treffen auch nicht von der Hand zu weisen. Aber der Kassierer muss das Geld ohnehin erstatten.

Ungeachtet dessen könnte ein in der Satzung vorgesehene Ausschlussverfahren eingeleitet werden. Das Mitglied hat dann die Möglichkeit diesen Ausschluss gerichtlich prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 24.02.2017 | 20:01

Sehr geehrte FrauTrue-Bohle,
vielen Dank für die prompte Antwort. Wenn ich richtig verstanden habe , der Vorstand kann gegen einem Mitglied durchaus Sanktionen einleiten, wenn es gegen Willen des Vorstandes doch Anzeige erstatten würde?
Vielen Dank und herzliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.02.2017 | 20:04

Sehr geehrter Ratsuchender,

das haben Sie richtig verstanden.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


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Bewertung des Fragestellers 24.02.2017 | 20:08


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