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Unterschlagung einer DVD

28.02.2008 16:57 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Liebe Anwälte,

Ein Brief der Polizei wurde zugesandt mit dem Titel Belehrungsschreiben (rechtliches Verhör) wegen Unterschlagung. Dabei geht es um eine DVD in einer Videothek. Tatvorwurf "Unterschlagung einer DVD", die Tatzeit ist zwischen Sonntag, 4. März 2007 21.03 Uhr und Montag, 17. Dezember 2007.

Im Februar habe ich eine DVD ausgeliehen. Und sie leider durch Lernstress für mein Studium vergessen zurück zu bringen bzw. vor mir hergeschoben. Nach einer Mahnung im Sommer, habe ich von der Videothek nichts mehr gehört und die Angelegenheit vollkommen vergessen, bis der Brief vor kurzem bei mir eintraf.

Ich kann diese DVD nicht mehr finden und werde eine neue kaufen um es der Videothek zurück zu bringen. Dies wird wahrscheinlich nichts an dem Ermittlungsverfahren ändern.

Nun zu meinen Fragen: Was für ein Urteil kann mich erwarten bzw. wie soll ich vorgehen? Wäre es ratsam den Sachverhalt schriftlich zu klären oder muss ich zu einer Vernehmung.

Ich habe eine Rechtschutzversicherung. Wäre es besser sich einen Anwalt zu nehmen oder benötige ich bei diesem Fall keinen?

Vielen Dank für die Beantwortung.

Mit freundlichem Gruß
Katharina




28.02.2008 | 17:28

Antwort

von


(98)
Mittelweg 34
20148 Hamburg
Tel: 040-4112557-0
Tel: 0178-5949540
Web: http://www.rae-dpc.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte. Bitte haben Sie zunächst Verständnis dafür, dass durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits die rechtliche Beurteilung anders ausfallen kann. Eine Beratung innerhalb dieses Forums stellt nur eine erste rechtliche Orientierung dar und kann den Gang zu einem Rechtsanwalt vor Ort im Zweifel nicht ersetzen. Nach Ihren Angaben führe ich wie folgt aus:

Ihnen wird eine Unterschlagung nach § 246 StGB vorgeworfen. Den Gesetzeswortlaut füge ich unten an.
Sicherlich haben Sie jetzt eine Anhörung oder eine Vorladung der Polizei erhalten. Dieses geschieht im Rahmen der Gewährung rechtlichen Gehörs. Hier ist zu betonen, dass Sie als Beschuldigter in einem Ermittlungsverfahren das Recht haben, die Aussage zu Verweigern (zu schweigen) oder zu lügen. Insofern gilt, dass Sie sich nicht selbst belasten müssen.
Aus Sicht eines Strafverteidigers ist Ihnen grundsätzlich zu raten, zumindest vor Kenntnis des Akteninhalts (durch Einsichtnahme durch einen Rechtsanwalt) keinerlei Angaben zur Sache zu machen. Eine Aussage kann dann gegebenenfalls nach Akteneinsicht erfolgen.
Rechtlich ist der Vorwurf wie folgt zu beurteilen: Eine Unterschlagung kann nur vorsätzlich begangen werden, wobei bedingter Vorsatz genügt. Das bedeutet, dass man Ihnen nachweisen müsste, dass Sie den Willen gehabt haben, sich oder einem Dritten rechtswidrig eine fremde bewegliche Sache zuzueignen. Eine Einlassung, die DVD schlichtweg vergessen zu haben, müsste Ihnen dann erst einmal wiederlegt werden können. Wenn Sie die Kosten eines Rechtsanwalts für die Einsicht in die Ermittlungsakte scheuen, wäre eine Aussage im vorgenannten Sinn sicherlich angebracht. Auch wäre es hilfreich, den Schaden durch den Kauf einer neuen DVD zu ersetzen, wenngleich hierdurch die Strafbarkeit nicht entfällt.
Sicherlich genügt eine schriftliche Erklärung. Wenn Sie dann auf die Wiedergutmachung des Schadens verweisen (Quittung des Erhalts vom DVD-Händler), wird das Verfahren sicherlich gegen Sie gegen eine geringe Geldbusse seitens der Staatsanwaltschaft eingestellt. Der andere Weg wäre, es auf eine gerichtliche Klärung ankommen zu lassen, bei der der Vorsatz nachzuweisen wäre.
Eine Rechtsschutzversicherung ist nicht eintrittspflichtig, wenn der Vorwurf in einer Straftat besteht, die nur vorsätzlich begangen werden kann. Da dieses bei der Unterschlagung der Fall ist (siehe oben), können Sie keinen Rechtsschutz beanspruchen.

Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung und basiert auf den Angaben aus Ihrer Frage. Ich hoffe, Ihnen mit der Beantwortung einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gern für Ergänzungen sowie gegebenenfalls für die weitere Interessenwahrnehmung im Rahmen einer Mandatierung zur Verfügung. Falls Sie mich beauftragen wollen, können Sie sich bitte zunächst per Email über fea-radannheisser@gmx.de kontaktieren. Gern gebe ich Ihnen dann auch die voraussichtlich anfallenden Gebühren auf.
Wenn Sie diese Antwort im Rahmen der Bewertung beurteilen, helfen Sie mit, dieses Portal transparenter und verständlicher zu gestalten.

Mit freundlichen Grüssen


gez. RA Dannheisser




§ 246 StGB Unterschlagung
(1) Wer eine fremde bewegliche Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zueignet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.
(2) (2) Ist in den Fällen des Absatzes 1 die Sache dem Täter anvertraut, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe.
(3) Der Versuch ist strafbar.


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