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Unterschlagung beweisbar?

03.02.2021 12:02 |
Preis: 30,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Hallo lieben Anwälte,

ich war 1 1/2 Jahre als Minijobber tätig. Meine Tätigkeiten war es hauptsächlich an der Kasse zu stehen und die Kunden zu betreuen (Golf schläger, Bälle, etc geben und Zutritt gewähren)
Ich habe mehrmals den Eintritt quasi eingetippt und nach bezahlen wieder storniert.
Eine Kamera befand sich rechts diagonal nach oben von mir.
Die meiste zeit habe ich mich vor die Kamerasicht gestellt und so getan als ob ich den Eintritt eingetippt habe und das ein Kassenbon rauskam.
(Das Geld habe ich natürlich SICHTLICH in die Kasse getan, und erst am Ende der Schicht bei der Abrechnung das Geld eingesteckt)
Dies habe ich mehrmals gemacht ich würde von ca. 68 mal ausgehen. (Wobei evtl.20 Fälle ich nicht mal begehen konnte)
Die Einzelfälle reichen jeweils von 10 Euro - 600 Euro
Eines Tages wurde ich erwischt (Laut Inhaber: Im Kassenprotokoll waren es zu viele Stornos).
Ich habe sofort 1600 Euro im zurück gegeben und ein Zettel unterschrieben das ich das getan habe aber nicht mehr wie 1600 Euro gewesen sein kann. (Auch habe ich gesagt das ich erst Mai/Juni 2020 damit angefangen habe.)
Darauf hin hat er eine Rechnung von ca. 1300 Euro geschickt für 1/2 Jahres Zeitraum, welche ich direkt bezahlt habe.
Nun habe ich für das restliche Jahr eine rechnung bekommen von ca. 12.000 Euro.
Ich weiß nicht mehr wie viel ich geklaut habe es könnte durch aus insgesamt 8000 - max. 10.000 gewesen sein.
Aktuell liege ich laut Inhaber und den Rechnungen bei 15.000 Euro.

Wie weit können bzw. dürfen die Kamera aufnahmen angucken und als Beweis gegen mich verwenden?

Laut denen haben die Kassenprotokolle und Kameraufnahmen von Dezember 2018, da habe ich aber erst angefangen zu arbeiten :), deswegen kann es unmöglich sein das ich da schon geklaut habe.

Glauben Sie das Sie "bluffen" ?
Und wenn nicht dürfen Sie diese vor Gericht gegen mich verwenden? (Wegen Zeitraum, Speicherung der Daten, etc.?)

Vielen dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
03.02.2021 | 15:13

Antwort

von


(2361)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

ob der Chef nur blufft, lässt sich so ohne Kenntnis der Aufzeichnungen nicht sagen.

Der Chef muss Ihnen die Höhe des Schadens nachweisen.

Dabei werden aber die Aufnahmen verwertbar sein.

Zwar darf der Arbeitgeber die Kassenbereich nicht ohne Einwiligung der Mitarbeiterm per Videokamera überwachen.

Aber so eine Einwilligung liegt hier vor, da Sie ja selbst schreiben, dass Sie Kenntnis von den Kameras hatten und auch gearbeitet haben.

Sie haben sogar versucht, diese Kameras zu umgehen, sodass man die Einwilligung durchaus annehmen kann.

Ob es in einem Gerichtsverfahren dann als Beweismittel auch zugelassen wird, steht alein im Ermessen des Gerichts, wäre aber nicht unwahrscheinlich.

On mittels Aufzeichnung die Schadenhöhe beweisen werden kann, kann ich aber nicht sagen, wie oben schon ausgeführt.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 03.02.2021 | 15:24

Hallo Frau True-Bohle,

Vielen Dank für die Antwort.
Dürfte ich Ihnen noch eine kurze frage stellen:
Wie schätzen Sie meinen Fall nach Ihrer Erfahrung ein?
Welche Strafe droht mir? Bei ca. 15.000 Euro. Mit 68 Einzelfälle.
Und dann habe ich noch was von gewerbsmäßige Unterschlagung gelesen, trifft das hier auf mich zu?

Ich hoffe sie können es mir noch beantworten.
Vielen Dank im voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.02.2021 | 15:30

Sehr geehrter Ratsuchender,

ohne Kenntnis der gesamten Akte lässt sich keine seriöse Prognose abgeben.

Es wird auch darauf ankommen, was insgesamt beweisbar ist.

Vermutlich wird es eine Bewährungsstrafe, sofern Sie nicht entsprechend vorbestraft sind.

Eine Feststellung der gewerbsmäßige Unterschlagung ist durchaus möglich.

Bekommen Sie Post, sollten Sie auf keinen Fall Angaben machen, sondern sofort einen Anwalt beauftragen, damit dieser erst einmal Akteneinsicht nehmen kann.

Die weiteren Schritte müssten dann besprochen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

ANTWORT VON

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