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Unterschlagung Geldbörse gefunden

02.11.2008 10:12 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich schildere zunächst den Sachverhalt:

Ich habe am 24.05.08 auf einem öffentlichen Fest eine Geldbörse incl. aller Ausweise und 5,73€ gefunden. Die habe ich mitgenommen um Sie dem Besitzer zukommen zu lassen.
Da nichts ausser eine Adresse vorhanden war habe ich versucht übers Internet, Auskunft usw eine Telefonnummer zu finden um Bescheid zu sagen das ich die Geldbörse gefunden habe.
Leider bekam ich nichts näheres heraus und habe jedoch einen Zettel mit Mitgliedsnamen einer Internetplattform gefunden auf der ich ebenfalls angemeldet bin. Also suchte ich dort die Person und wurde auch fündig. Ich schrieb ihr also das ich die Börse gefunden habe und sie meinte ich solle Sie iener Freundin geben die bei mir in der Ecke wohnt. Also verabredete ich ein treffen. Leider schaffte ich es nicht rechtzeitig aus beruflichen Gründen zu erscheinen also schrieb ich ihr das und sie meinte ich solle die Börse dann an die Adresse auf dem Personalausweis schicken. Dies tat ich auch. Nach ca 5 Tagen kam das Paket zurück mit dem Vermerk nicht zustellbar. Sie schrieb mir in der Zeit schon was denn los wäre und wo ihre Geldbörse bleibt. Ich ihr das mit der Rücksendung mitgeteilt und gefragt ob die Adresse denn noch korrekt sei. Antwort von ihr ja alles ok ich solle sie bitte erneut zuschicken. Dies tat ich auch. Wieder kam die Börse nach ca 5 Tagen zurück. Ich also wieder geschrieben was denn los sei. Diesmal kam jedoch keine Atwort mehr...bis heute nicht.

Freitag habe ich dann Post bekommen von der Polizei in dem ich mich am Montag zum Tatvorwurf der Unterschlagung äußern soll.

Wie soll ich mich nun verhalten? Habe leider keine Beweise das es so gelaufen ist. Weder auszüge der Emails noch Paketscheine oder sonstiges. Die Geldbörse liegt immer noch unangetastet incl. Geld bei mir. Kann ja kein Mensch ahnen das man für ehrlichkeit bestraft wird.

Was könnte mir im schlimmsten Fall drohen? Bin nicht vorbestraft. Falls es "nur" zu einer Geldstrafe kommt wird diese ins Führungszeugnis eingetragen?

Danke

02.11.2008 | 11:35

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Bei einem Geldbetrag von EUR 5,73 wird Ihnen nicht viel drohen, wenn man von einer Strafbarkeit wegen Fundunterschlagung ausgeht.
Da Sie Ersttäter wären und strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten sind, würde es zu einer Einstellung des Verfahrens nach § 153 StPO: Absehen von der Verfolgung bei Geringfügigkeit oder § 153a StPO: Absehen von der Verfolgung unter Auflagen und Weisungen kommen.
Eine Eintragung ins Führungszeugnis wäre damit aber nicht verbunden.
Die Verurteilung zu einer Geldstrafe wäre weder tat- noch schuldangemessen.

Von einer Strafbarkeit gehe ich aufgrund Ihrer Einlassung jedoch nicht aus, so dass die Verteidigung darauf abzielen sollte eine Einstellung des Ermittlungsverfahrens nach § 170 StPO: Entscheidung über eine Anklageerhebung zu erreichen.
Nach § 170 StPO: Entscheidung über eine Anklageerhebung stellt die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein, wenn die Ermittlungen keinen genügenden Anlass zur Erhebung der öffentlichen Klage bieten.

Ich rege daher an, dass Sie sich von einem Anwalt verteidigen lassen, der sich gegenüber der Polizei legitimiert und Ihre Einlassung verbunden mit einem Einstellungsantrag formuliert.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.



Rechtsanwalt Karlheinz Roth

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