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Unterschlagung,Veruntreuung

09.12.2016 11:03 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


16:41
Beim Bau meines Hauses in der Türkei,durch eine eingetragene türkische Firma,
hat die deutsche Miteigentümerin der Baufirma, 4.800,00 EUR von meinen Ab-
schlagszahlungen auf das Geschäftskonto der Firma, abgezweigt und in die
eigene Tasche gesteckt. Bei einer persönlichen Aussprache hat die Dame die
Unterschlagung eigestanden und sich auch schriftlich verpflichtet, die Summe in
Raten zurück zu zahlen. Leider hat die Dame, trotz mehrmaliger schriftlicher Auf-
forderungen, nicht bezahlt. Zur Person:die Dame ist Deutsche und in die Türkei
ausgewandert.Eine Adresse in Deutschland ist wohl nicht vorhanden. Die Dame
ist für mich nicht mehr erreichbar, keine Antworten auf E-mails oder Telefonan-
rufe. Frage:kann ich die Dame in Deutschland wegen Unterschlagung oder Ver-
unteuung anzeigen? Eine Klage oder Anzeige in der Türkei bringt mir nichts.
Am 20.04.2012 wurde das schriftliche Eingeständniss unterschrieben.Wie kann
ich einer möglichen Verjährung entgegen wirken?
09.12.2016 | 12:16

Antwort

von


(2360)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
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Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben die Möglichkeit auch in Deutschland Stranfanzeige zu erstatten.

Die Täterin ist Deutsche und die Tat ist auch in der Türkei unter Strafe gestellt. Insoweit gilt <a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/7.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 7 StGB: Geltung für Auslandstaten in anderen Fällen">§ 7 StGB</a> .

Sie sollten unverzüglich Strafanzeige erstatten. Die Verjährung beträgt im Falle der veruntreuenden Unterschlagung fünf Jahre und beginnt mit der Beendigung der Tat. Es kommt somit nicht auf das Eingeständnis an, sondern wann die Tat beendet war.

Bei dieser Verjährung handelt es sich um die strafrechtliche Verfolgungsverjährung.

Sie sollten aber auch die Verjährung Ihrer Zahlungsforderung beachten. Die Strafanzeige hat darauf keinen Einfluss und ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren hemmt die zivilrechtliche Verjährung nicht.

Sie sollten daher auch Ihre Ansprüche zivilrechtlich geltend machen. Dazu sollten Sie einen Kollegen in der Türkei beauftragen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle<!--dejureok-->


Rückfrage vom Fragesteller 09.12.2016 | 16:27

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

bitte um Klarstellung betreffs Verjährung:
beim Stellen einer Strafanzeige, bitte wann genau beginnt die Verjährunsfrist?
Nach Ausführung der Tat oder wenn der Geschädigte davon erfahren hat?

Mit freundlichen Grüßen

B.M.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.12.2016 | 16:41

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Beginn der Verjährung ist in <a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/78a.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 78a StGB: Beginn">§ 78 a StGB</a> geregelt:

"Die Verjährung beginnt, sobald die Tat beendet ist. Tritt ein zum Tatbestand gehörender Erfolg erst später ein, so beginnt die Verjährung mit diesem Zeitpunkt."

Es kommt demnach bei der Verfolgungsverjährung einer Straftat nicht auf die Kenntnis eines Geschädgten an.

In <a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/78c.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 78c StGB: Unterbrechung">§ 78 c StGB</a> sind dann die Voraussetzungen genannt, unter denen die Verjährung unterbrochen ist. Deswegen sollten Sie zeitnah die Strafanzeige erstatten.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle<!--dejureok-->

ANTWORT VON

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26135 Oldenburg
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