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Unterschiedliches Kapital bei Hausbau

| 10.12.2017 22:09 |
Preis: 25,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

Mein Mann und ich leben in einer zugewinngemeinschaft.

Kürzlich habe ich mein von vor Jahren von meiner Oma geerbtes Grundstück verkauft.
Der Erlös geht zeitnah in ein anderes Grundstück, das wir uns gekauft haben und auf dem wir bauen wollen.
Ich bezahle mit dem Erlös 80% vom Kaufpreis des neuen Grundstücks. Mein Mann zahlt die restliche Summe für das Grundstück.

Nun haben wir für uns für Vereinbarung getroffen, dass mein Mann zum Ausgleich dafür eine höhere monatliche Kreditrate bezahlt. Am Ende der Laufzeit (15 Jahre) soll es folglich so sein, dass jeder die Hälfte bezahlt hat und folglich das Grundstück sowie das Haus jedem zur Hälfte gehört.

Nun möchte ich aber im Falle des Falles die Sicherheit haben, dass ich meinen höhren Anteil am Eigenkapital wieder zurückerhalte, müsste aus irgendwelchen Gründen das Haus mit Grundstück bereits nach einem Jahr wieder verkauft werden. Dann würde ja meinem Mann die Hälfte vom Grundstück gehören und somit die Hälfte von meinem geerbten Kapital.

Der Notar hat nun den die verschieden hohen Geldbeträge von uns beiden im Kaufvertrag niedergeschrieben mit dem zusatz,dass beide Erwerber dies so anerkennen.

Würde das im Streitfall ausreichen?
Verschieden hohe miteigentumsverhältnisse möchten wir nicht, da beiden ja alles zur Hälfte gehören soll vorausgesetzt alles läuft planmäßig.
11.12.2017 | 07:29

Antwort

von


(133)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Für den Fall einer Scheidung wird der Zugewinn ermittelt. Dieser ergibt sich aus Endvermögen weniger Anfangsvermögen. Ererbtes wie in Ihrem Fall das Grundstück, sind in das Anfangsvermögen einzustellen, unabhängig vom Zeitpunkt des Erwerbs. Das heißt, unabhängig vom Zeitpunkt einer Scheidung bleibt der Wert des geerbten Grundstücks Teil Ihres (Anfangs-)Vermögens und Ihres Endvermögens und wird daher im Zugewinn nicht berücksichtigt (aufgrund Wertveränderung stimmt dies nicht ganz, aber grob gesagt). Anders verhält es sich mit den Abzahlungen auf das Haus. Da diese aus den Einkünften beglichen werden fallen sie voll in den Zugewinn.
Beispiel: Sie kaufen ein Grundstück für 100.000 €. 80.000 € bezahlen Sie, 20.000 € bezahlt Ihr Mann, jeweils aus vor der Ehe vorhandenem Vermögen (beziehungsweise ererbtem). Dann bauen Sie ein Haus für 350.000 €, Ihr Mann bezahlt die Zinsen und die Tilgung aus seinem Einkommen. 20 Jahre später kommt es zur Scheidung, das Haus ist abbezahlt, Wert 450.000 €, sie sind jeweils zur Hälfte eingetragen. Das Haus ist das einzige Vermögen. Ihr Anfangsvermögen: 80.000 €; Anfangsvermögen Ihres Mannes: 20.000 €. Ihr jeweiliges Endvermögen 225.000 €. Ihr Zugewinn: 145.000 €; Sein Zugewinn: 205.000 €. Er muss die Hälfte seines Zugewinns auszahlen obwohl Sie hälftige Eigentümer geworden sind.
Die Notiz im notariellen Kaufvertrag wird später nur erleichtern zu beweisen wer wieviel ins Haus eingebracht hat.

Ich hoffe, Ich konnte Ihre Frage umfassend beantworten. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 11.12.2017 | 13:27

Vielen Dank.

Das habe ich soweit verstanden und beantwortet auch meine Frage.

Nur noch zum Verständnis: Was beduetet, er muss die Hälfte seines Zugewinns ausbezahlen?
Auch ich habe ja in obigem Beispiel einen Zugewinn von 145.000 € und seiner beträgt 205.000 €.
Muss er dann die Differenz bezahlen? Könnten Sie das vielleicht nochmal konkret in Zahlen nennen, wie hoch dann die Auszahlung meines Mannes wäre?

In obigem Beispiel gehen Sie davon aus, dass mein Mann die Zinsen sowie die Tilgung übernimmt.
Verhält es sich anders, wenn ich auch tilge oder ist der Sachverhalt dann derselbe?
Sagen wir, ich bezahle für das Haus eine monatliche Kreditrate von 500 € und mein Mann zahlt monatlich 1.500 €.
Ändert das etwas am Sachverhalt? Der Zugewinn bleibt ja der gleiche oder? Also dürfte sich nichts ändern.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.12.2017 | 19:00

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für die Nachfrage.

Tatsächlich ist die Zugewinn Differenz auszugleichen das wären im vorliegenden Fall also 30.000 €.

Wer Zinsen und Tilgung übernimmt, ist für die Berechnung des Zugewinns belanglos.

Als Zugewinn wird bezeichnet was während der Ehe erwirtschaftet wird. Das heißt, auch wenn nur einer arbeiten geht, nimmt der andere über den Zugewinnausgleich an den Einnahmen Teil. Wie dieses Vermögen zustande kommt spielt dafür keine Rolle. (Wenn bei der arbeiten gehen, nur sein Gehalt wird verwendet, ihres wird angespart ist dies am Ende das gleiche wie wenn jeder zu gleichen Teilen die Kosten trägt).

Ich hoffe Ihre Nachfrage beantwortet zu haben. Sollten Sie weitere Fragen haben oder Unterstützung beispielsweise bei der Errichtung eines Ehevertrages benötigen, können Sie mich gerne via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


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Bewertung des Fragestellers 11.12.2017 | 22:55

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Vielen herzlichen Dank!


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