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Unterschiedliche Flächenangaben in Teilungserklärung u. Mietvertrag u. deren Folgen

20.01.2015 21:19 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


kurze Sachdarstellung:
Ich bewohne seit mehreren Jahren eine Wohnung zur Miete. Die Wohnung wird nun von den Eigentümern zum Kauf angeboten. Ich habe dann zufällig durch Sichtung der Unterlagen entdeckt, dass die Quadratmeter Angaben leicht abweichen, d.h. im Mietvertrag angegeben mit 59,04 m² und in der Teilungserklärung der Wohngemeinschaft sowie im Wirtschaftsplan der Eigentümer/Hausverwaltung mit nur 58,15m². Das heisst, alle "internen Abrechnungen"-->Hausgeld wird auf eine m²-Fläche von 58,15 berechnet. Die Abrechnungen Kaltmiete und Betriebskosten laufen alle auf die im Mietvertrag angegebenen Fläche von 59,04m². Der Unterschied beträgt somit rechnerisch jährlich 64,08 Euro die ich meiner Meinung nach zuviel entrichte.

Frage(n):

1) Ist dieser Sachverhalt unabhängig von der gängigen Toleranzgrenze i.H.v. 10% zu sehen?
2) Gibt es Möglichkeiten dagegen "erfolgreich" vorzugehen?
3) Ist das nicht eine "bewusste Täuschung" durch die Hausverwaltung?

Vielen Dank im Voraus.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Sache hat hier mit der 10% Grenze zwischen der Abweichung der mietvertraglich vereinbarten Fläche und der tatsächlichen Fläche nichts zu tun.

Es geht ja um die Frage, ob und warum der Vermieter nicht die der Teilungserklärung zugrundeliegende Fläche bei seiner Abrechnung mit Ihnen als Mieter zugrundelegt. Die Frage ist zunächst - und dies müßten Sie noch prüfen - ob die WEG überhaupt gegenüber dem Eigentümer nach Wohnfläche abrechnet. Denn üblicherweise wird bei der WEG nach Mieteigentumsanteilen abgerechnet. Der Eigentümer ist dann aufgrund der mietvertragsrechtlichen Bestimmungen gezwungen, nach Wohnflächen umzurechnen. Bereits insofern kann es berechtigterweise zu Unterschieden kommen. Denn auch die Miteigentumsanteile stimmen nicht immer mit dem Anteil an der Wohnfläche überein. Interessant wäre auch die jeweiligen Gesamtflächen, die sich bei der Gesamtfläche nach Teilungserklärung und der Gesamtfläche gemäß der mietvertraglichen Abrechnung sind ergeben. Dann könnte und müßte überprüft werden, ob nicht die Einzelflächen prozentual anteilig die gleichen sind.

Allein die Fläche in der Teilungserklärung und die Abweichung zur vereinbarten Mietfläche sagt daher wenig aus. Zunächst müssten Sie prüfen, ob die WEG - die WEG-Verwaltung - überhaupt nach Wohnflächen abrechnen, was relativ selten ist und dies auch noch durchgängig für alle Kostenarten vorgenommen wird. Dann müsste eine etwaige "Umrechnung" durch den Vermieter überprüft werden. Wenn dies hier korrekt vorgenommen wurde, wird man nicht erfolgreich vorgehen können. Etwas anderes wird sich ergeben, wenn tatsächlich die WEG nach Flächen abrechnet und der Vermieter diese Werte dann nicht 1 zu 1 übernimmt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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