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Unterschied 'kleine MPU' und normale MPU


04.07.2011 13:02 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



im zusammenhang mit meiner zuerst gestellten frage kommt noch eine weitere hinzu.

im jahre 2009 war ich bereits bei einmal bei der führescheinstelle um zu erfahren welche unterlagen ich zur wiedererteilung meiner FE benötige.die mitarbeiterin dort war sehr nett und teilte mir mit das ich auch eine MPU machen müsse aber nur eine "kleine MPU" da meine mpuanordnung
nichts mit drogen bzw meiner alkoholfahrt mit 1,12 promille zu tun hätte sondern mit den verstössen gegen das pflichtversicherungsgesetz und dem fahren ohne führerschein.

ich bitte sie mir zu erklären worin sich eine kleine mpu von einer sonstigen mpu unterscheidet
danke

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich aufgrund Ihrer Angaben wie folgt:

Eine "kleine MPU " ist anlassbezogen und unter Verwendung der von der Fahrerlaubnisbehörde zugesandten Unterlagen über den Betroffenen vorzunehmen. Der Gutachter hat sich an die durch die Fahrerlaubnisbehörde vorgegebene Fragestellung zu halten.

Sie müssen daher erwarten, dass die Behörde die Frage an den Gutachter stellt: Ist mit weiterem Fahren ohne Fahrerlaubnis oder ohne ausreichende Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung zu rechnen?

Wenn Sie die MPU bestehen, dann haben Sie aber schon ein Führerschein, so dass danach auch hypothetisch gefragt werden kann.

Gegenstand der Untersuchung sind aber nicht die gesamte Persönlichkeit des Betroffenen, sondern nur solche Eigenschaften, Fähigkeiten und Verhaltensweisen, die für die Kraftfahreignung von Bedeutung sind (Relevanz zur Kraftfahreignung).

Sie sollen damit rechnen, dass Sie gefragt werden, was die Gründe für die Verstöße gegen die Rechtsordnung waren. Es wird aber nichts über Ihr Charakter festgestellt. Wenn die Gründe nicht mehr vorhanden sind, dann können Sie mit einem für Sie positiven Ausgang des Verfahrens rechnen.

In einem "richtigen MPU" nach §§ 13 oder 14 FeV wird wie folgt verfahren:

In den Fällen der §§ 13 und 14 ist Gegenstand der Untersuchung auch das voraussichtliche künftige Verhalten des Betroffenen, insbesondere ob zu erwarten ist, dass er nicht oder nicht mehr ein Kraftfahrzeug unter Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln/Arzneimitteln führen wird. Hat Abhängigkeit von Alkohol oder Betäubungsmitteln/Arzneimitteln vorgelegen, muss sich die Untersuchung darauf erstrecken, dass die Abhängigkeit nicht mehr besteht. Bei Alkoholmissbrauch, ohne dass Abhängigkeit vorhanden war oder ist, muss sich die Untersuchung darauf erstrecken, ob der Betroffene den Konsum von Alkohol einerseits und das Führen von Kraftfahrzeugen im Straßenverkehr andererseits zuverlässig voneinander trennen kann. Dem Betroffenen kann die Fahrerlaubnis nur dann erteilt werden, wenn sich bei ihm ein grundlegender Wandel in seiner Einstellung zum Führen von Kraftfahrzeugen unter Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln/Arzneimitteln vollzogen hat. Es müssen zum Zeitpunkt der Erteilung der Fahrerlaubnis Bedingungen vorhanden sein, die zukünftig einen Rückfall als unwahrscheinlich erscheinen lassen. Das Gutachten kann auch geeignete Kurse zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung empfehlen.

Das st der Gesetzestext der Anlage 15 zu FeV.


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