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Unterschied Erbschaft/Vermächtnis Steuerbehandlung

22.10.2016 18:43 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Unterschiede der Besteuerung von Vermächtnis und Erbschaftsanspruch

Es geht um die Erbschaft meiner Mutter an ihre 3 Kinder. Meine Mutter hat bei einem Anwalt ein Testament verfasst, in welchem ein "Vermächtnis" festgelegt ist. In diesem Vermächtnis wird festgelegt, dass bestimmte Kinder bestimmte Vermögensanteile bekommen sollen. Also z. B. Immobilie A geht an Kind A und Bankkonte B geht an Kind B. Andere Erbberechtigte gibt es nicht. Meine Frage ist nun, ob ein solches Vermächtnis steuerlich ungünstiger ist als wenn kein Testament existieren würde.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

In der Tat gibt es einen Unterschied.

Auch der Erwerb von Vermögenswerten durch ein Vermächtnis löst zwar Erbschaftsteuer aus.
§ 3 ErbStG (Erbschaft- und Schenkungssteuergesetz) bestimmt, dass als Erwerb von Todes wegen nicht nur eine Erbschaft, sondern eben auch der Erwerb durch ein Vermächtnis nach §§ 2147 ff. BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) gilt.
Ob und in welcher Höhe die Steuer wegen des Vermächtnisses bezahlt werden muss, richtet sich wie auch ansonsten nach den Fragen zu Steuerklasse, den Steuersätzen und den Freibeträgen.

Da häufig ein Vermächtnis niedriger als ein Miterbe und vor allem Alleinerbe ausfällt, ist es tatsächlich eher günstiger, da schneller der Freibetrag erreicht werden kann.

Der Erblasser kann aber auch bestimmen, dass ein Vermächtnis in der Nettosumme vorliegen soll und die Steuerschuld vom beschwerten Erben zu tragen ist.
Vor der Auseinandersetzung des Nachlasses und der Auszahlung des Vermächtnisses trägt zunächst der Erbe die Steuerschuld, kann aber danach das von dem Vermächtnisnehmer erstattet verlangen.

Ungünstiger als eine Erbschaft ist das Vermächtnis aber damit eben nicht, ggf. sogar im Gegenteil.
Wie das Erbe kann es zudem ausgeschlagen werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 23.10.2016 | 14:26

Der steuerliche Freibetrag und der Erbschaftssteuersatz für den Erben ist immer gleich hoch, egal ob der Nachlass meiner Mutter als Vermächtnis oder ohne Testament an ihre Kinder vererbt wird. Ist dies richtig?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.10.2016 | 15:26

Sehr geehrter Fragesteller,

ich antworte Ihnen gerne wie folgt:

Ja, das ist richtig, da gibt es keinen Unterschied.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

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