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Unternehmungsneugründung in der Insolvenz mit Fremdkapital

24.01.2017 11:31 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Holger Traub, Dipl. Kfm.


Ich befinde mich im vierten Jahr meiner Privatinsolvenz, die aus einer Geschäftsaufgabe resultierte. Aufgrund der entsprechenden Freigabe meines Insolvenzverwalters kann ich weiterhin einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen (welche im Moment mit einem geringen finanziellen Risiko behaftet ist). Nun beabsichtige ich eine Firmenneugründung mit der Unterstützung eines privaten Investors. Daraus ergeben sich folgende Fragen:

1) Ist dieser Schritt generell zulässig? Die Zustimmung des Insolvenzverwalters vorausgesetzt.

2) Welche Gesellschaftsform ist ratsam bzw. erforderlich, damit ich selbst auch als Geschäftsführer auftreten kann?

3) Wie kann das Fremdkapital vor dem Zugriff des Insolvenzverwalters geschützt werden bzw. wie kann verhindert werden, dass es Teil der Insolvenzmasse wird?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1) Ist dieser Schritt generell zulässig? Die Zustimmung des Insolvenzverwalters vorausgesetzt.

Das von Ihnen angedachte vorgehen ist prinzipiell möglich und zulässig. Meines Erachtens benötigen Sie diesbezüglich nicht einmal die Zustimmung des Insolvenzverwalters, weil Sie als Geschäftsführer (wieder) in einem Angestelltenverhältnis wären (quasi als "einfacher Arbeitnehmer").

2) Welche Gesellschaftsform ist ratsam bzw. erforderlich, damit ich selbst auch als Geschäftsführer auftreten kann?

Eine der möglichen Gesellschaftsformen für die von Ihnen geschilderten Probleme wäre die GmbH bzw. die UG (haftungsbeschränkt).

Durch die vorgenannten Gesellschaftesformen (Kapitalgesellschaften) würde eine eigene juristische Person "geschaffen", deren Vermögen vor dem Zugriff des Insolvenzverwalters geschützt ist (wenn Sie kein Gesellschafter sondern nur Geschäftsführer sind).

Sie wiederum können als Geschäftsführer der GmbH oder UG (haftungsbeschränkt) agieren.

3) Wie kann das Fremdkapital vor dem Zugriff des Insolvenzverwalters geschützt werden bzw. wie kann verhindert werden, dass es Teil der Insolvenzmasse wird?

Durch die Gründung einer Kapitalgesellschaft entsteht - wie unter 2) angeführt - eine eigene Rechtspersönlichkeit, die von Ihrer privaten Insolvenz unabhängig ist. Ihr Kapitalgeber kann alleiniger Gesellschafter werden. Somit handelt es sich aus rechtlicher Sicht um dessen Unternehmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Sofern ich Ihre Frage zufriedenstellend beantworten konnte bitte ich um Abgabe einer 5-Sterne-Bewertung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

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